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Fachaustausch: Besuch beim Seniorenbeirat unserer Partnerstadt Greifswald vom 23. bis 26. April 2018.

Teilnehmende Seniorenbeiräte: Elisabeth Bühring, Burkhard Döhmen, Hans-Ulrich Illner, Peter Landscheidt, Paul Meimberg, Gerhard von Oesen

Am Anreisetag wurden wir von einer Delegation des Greifswalder Seniorenbeirates (SBR) begrüßt und auf einem Rundgang über die historische Holzklappbrücke zum neuen Sperrwerk, entlang des Wieks durch einen alten Dorfkern begleitet.

Die Universitäts- und Hansestadt Greifswald wurde durch die Gebietsreform 2011 zur Kreisstadt des Landkreises Vorpommern-Greifswald. Von den etwa 60.000 Einwohnern sind gut 11.000 Studenten und 14.600 Menschen über 60 Jahre (Stand 2014). Der SBR Greifswald wurde erstmalig 1995 durch eine Seniorenversammlung gewählt und von der Bürgerschaft bestätigt.

Bei einem Arbeitstreffen tauschten wir uns mit dem SBR Greifswald über unsere jeweiligen Strukturen und Arbeitsweisen aus: Der SBR Greifswald besteht aus 25 Mitgliedern, delegiert von Seniorenverbänden, -vereinen und -gruppen. Er wählt aus seiner Mitte einen geschäftsführenden Vorstand von sieben Personen. Dieser Vorstand tagt alle 14 Tage bis drei Wochen im Haus der Begegnung, in dem es auch ein eigenes kleines Büro zur Nutzung gibt. Der Gesamtbeirat tagt viermal im Jahr. Er verfügt über einen eigenen Etat von 2000 Euro, der vom Vorstand frei verwaltet und abgerechnet wird. Begleitet wird die Arbeit durch eine Verwaltungsmitarbeiterin mit dem Schwerpunkt Familienbeauftragte, die den SBR bei allen relevanten Themen einbezieht. Sie stellte uns im Cafe Lichtblick, (dessen Organisation vergleichbar ist mit unserem Stadtgaleriecafe) das Seniorenförderkonzept 2015 – 2020 der Stadt Greifswald vor.

Die Inhalte ähneln unseren Themen: Seniorentage, Bewegungsflächen im Freien, Bürgerhaushalt, Angebote für ältere Menschen, Kontakte zu Einrichtungen, die sich um Seniorenbelange kümmern. Bereits 2012 entstand unter der Mitarbeit des SBR Osnabrück und vier weiterer Partnerstädte Greifswalds ein Eckpunktepapier zum Thema: „Aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen.“

Eine weitere Station unseres Besuchs war das „Boddenhus“, eine Einrichtung in Trägerschaft der Volkssolidarität, in der Betreutes Wohnen, Altenheim und Altenpflege angeboten wird. Dort gibt es zusätzliche Angebote wie ärztliche Versorgung, Physiotherapie- und Sporträume, Räume für Familienfeiern und eine großzügige Mensa mit täglichem Angebot für Bewohner und Gäste, die gut besucht war. (Treffpunkt für Jung und Alt).
Mit einem eigenen Boddenhus Journal wird alle zwei Monate auf ein reichhaltiges Kultur- und Unterhaltungsprogramm hingewiesen.

Bei der Teilnahme an einem „Aktionstag Demenz“ im Rathaus der Stadt, wurde deutlich, welchen Stellenwert diese Thematik hat und dass durch die medizinische Fakultät der UNI hochkarätige Fachleute sich damit auseinandersetzen.

Eine gute Zusammenarbeit gibt es zwischen dem „Mehrgenerationenhaus Bürgerhafen“ und dem Seniorenbeirat. Hier werden zahlreiche Angebote für ältere Menschen unter Trägerschaft der Diakonie organisiert und durchgeführt. Vom ehemaligen Bürgermeister der Stadt wurden wir über die Arbeit der Bürgerstiftung informiert, die unter anderem auch von der Diakonie unterstützt wird und zum Ziel hat, Projekte zu verwirklichen, die von den Bürgern initiiert, geplant und durchgeführt werden.

Kulturelle Darbietungen der Stadt waren für uns die historischen Gebäude der Backsteingotik, die alten Universitätsgebäude und der Werfthafen, die Ruine des Klosters Eldena sowie das Geburtshaus von Caspar David Friedrich. Beim Besuch des Caspar-David-Friedrich-Zentrums wurde von der Kuratorin der Wunsch nach einer „partnerstädtischen“ Ausstellung in der Galerie des Zentrums an uns herangetragen. Wobei sich die Arbeiten der möglichen Künstler auf die Thematik (Natur, Landschaft) Friedrichs beziehen sollten.

Sowohl inhaltlich als auch auf persönlicher Ebene kann dieser Besuch als ausgesprochen vielseitig und erfolgreich gewertet werden. Der Kontakt zum SBR Greifswald wird auf jeden Fall fortgesetzt und ein Besuch des SBR Greifswald zu den Seniorenwochen in Osnabrück wurde bereits ins Auge gefasst.

Elisabeth Bühring


www.osnabrueck.de

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