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Schülerinnen machen MINT

Tool-Box für praxisnahe Berufsorientierung in Osnabrücker Realschulen

In der Stadt Osnabrück haben sich verschiedene Bildungsakteure zu einem interdisziplinären Arbeitskreis MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) zusammengefunden. In Abstimmung mit "Komm, mach MINT", dem nationalen Pakt für Frauen in MINT-Berufen, wurde ein Konzept für eine geschlechtersensible, praxisnahe Berufsorientierung im Rahmen eines Wahlpflichtkurses "MINT für Mädchen" entwickelt und in einer Tool-Box für alle Real und Oberschulen zusammengefasst.

Weiblichen Nachwuchs für die Disziplinen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik zu finden, ist eine der wesentlichen strategischen Aufgaben für die Zukunft. Diese Aufgabe muss im Rahmen der Strategien für den Fachkräftenachwuchs klar benannt und mit entsprechenden Maßnahmen unterlegt werden.

Im Schuljahr 2011/2012 wurde vor diesem Hintergrund an der Wittekind-Realschule in Osnabrück erstmals ein Wahlpflichtkurs (WPK) "Schülerinnen machen MINT" durchgeführt.

Ziel des Wahlpflichtkurs war

  • Schülerinnen und Lehrkräfte stärker für technische Zusammenhänge und Berufe im Bereich MINT zu interessieren,
  • ihnen Wege zu Ausbildungsberufen und (dualen) Studiengängen sowie
  • Berufschancen und berufliche Qualifizierungsmöglichkeiten zu zeigen.

Neben der Information über MINT-Berufe und ihre Perspektiven lag ein wesentlicher Fokus auf den Kompetenzen und Fähigkeiten, die für diese Berufe erforderlich sind. Die Schülerinnen sollten erkennen, ob sie Interesse an solchen Berufen haben und eine Rückmeldung dazu erhalten, inwieweit ihre bereits in der Schulzeit erworbenen Fähigkeiten zu diesen Be-rufen passen und deren Ausbau und Erweiterung ihnen neue persönliche Perspektiven eröffnen.

Die Tool-Box – ein Leitfaden

Die Tool-Box "MINT für Mädchen" fasst die Theorie- und Praxiseinheiten des Modellprojektes an der Wittekind-Realschule zusammen. Sie soll als Leitfaden dienen, um auch an anderen Real- und Oberschulen Schülerinnen für eine Ausbildung oder ein Studium in einem MINT-Beruf zu begeistern. Die Toolbox kann unten heruntergeladen werden.

Mit der Tool-Box sind folgende Zielsetzungen verbunden:

  1. durch frühzeitige, schulische Sensibilisierung und Information zu MINT-Berufen Mädchen langfristige berufliche Perspektiven bieten
  2. Steigerung des weiblichen Nachwuchses für MINT-Studienfächer
  3. Auf- bzw. Ausbau dualer Studiengänge
  4. existenzsicherndes Einkommen für Frauen durch MINT-Berufe
  5. Etablierung der MINT-Thematik in der Gesellschaft
  6. Herstellung von Bildungsgerechtigkeit als kommunale Aufgabe
  7. Sensibilisierung der Betriebe für das Thema Bildungsgerechtigkeit
  8. Abdecken des Fachkräftebedarfs in Unternehmen durch qualifizierte Mitarbeiterinnen
  9. Änderung von Arbeitsbedingungen in Betrieben durch Sensibilisierung für Genderaspekte

Die Tool-Box wurde konzipiert für Lehrkräfte an Real- und Oberschulen, insbesondere für die Wahlpflichtkurs-Lehrerinnen und -Lehrer sowie für Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter. Diesem Personenkreis bietet die Tool-Box die Möglichkeit an den Erfahrungen des Modellprojektes zu partizipieren und die Ergebnisse für den Transfer in das jeweils eigene Schulsystem zu nutzen.

Was sollen die Schülerinnen mitnehmen?

  • Informationen über den Bereich MINT
  • Chancen erkennen: Vielfältige Berufswege, Verdienstmöglichkeiten, Weiterqualifizie-rungs- und Entwicklungsmöglichkeiten mit den MINT-Ausbildungs- und Studienwegen
  • Erkenntnis, welche ihrer Interessen und Fähigkeiten sich mit Hilfe von MINT-Ausbildungen und Berufen verwirklichen lassen
  • durch inner- und außerschulische Praxiserfahrungen in ihren Selbstwirksamkeitserwartungen zu MINT-Berufen gestärkt werden
  • beispielhaft Betriebe ihrer Region kennenlernen und Kontakte knüpfen
  • wesentliche Beratungsangebote kennenlernen und in der Lage sein, weitere Recherchen selbst durchzuführen
  • Entscheidungskriterien für die Berufs- oder Studienwahl in MINT, die sie ermutigen, nach Erreichen des Schulabschlusses Ausbildungen in MINT-Berufen anzustreben, bzw. sich bewusst für Alternativen zu entscheiden
  • sich mit Geschlechterleitbildern auseinandersetzen

Im Arbeitskreis MINT haben mitgearbeitet: Gleichstellungsbeauftragte, Bildungsbüro, Agentur für Arbeit, Koordinierungsstelle Frau und Betrieb, Handwerkskammer, Industrie- und Handelskammer, Hochschule und Wittekind-Realschule

Das Projekt wurde unterstützt im Rahmen des Programms "älter, bunter, weiblicher: WIR GESTALTEN ZUKUNFT!" vom Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration und der Vernetzungsstelle für Gleichberechtigung, Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte.

Zum Herunterladen


www.osnabrueck.de

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