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Topografien des Terrors

Das Kulturgeschichtliche Museum möchte mit seiner Vortragsreihe „Topografien des Terrors – National-sozialismus vor Ort“ zur Auseinandersetzung mit der NS-Ideologie und ihrer Zeit anregen. Veranstaltungsort ist mit der Villa Schlikker die einstige Osnabrücker NSDAP-Zentrale. Als Museum für die Osnabrücker Geschichte des 20. Jahrhunderts ist die Villa heute zentrales Forum einer kontinuierlichen Erinnerungs-arbeit zur NS-Geschichte.

Termin nach Vereinbarung - Angebot für Schulen
Rattenfänger – Über Verführung und Verführbarkeit junger Menschen in NS und Neonazismus
Dieter Beck, Osnabrück

Auf Anfrage können Schulklassen oder Jugendgruppen eine Veranstaltung buchen, in der Dieter Beck nach einem Impulsreferat gemeinsam mit Zeitzeugen und Schüler über Ursachen und Folgen ideologischer Verführung am Beispiel des Nationalsozialismus und des Neonazismus diskutiert.
(Anmeldung unter heese(at)osnabrueck.de, Telefon 0541 323-4435)

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Programm 2017


„Fremde Zeit – Unsere Zeit“ Teil 3 - Historische Fakten im Literaturformat

Donnerstag, 2. November 2017, 19.30 Uhr
Dr. Volker Issmer (Osnabrück)

Der Osnabrücker Historiker Dr. Volker Issmer beschäftigt sich seit vielen Jahren intensiv mit der regionalen NS-Geschichte. Mit seiner Publikation „Fremde Zeit – Unsere Zeit“, deren dritter Teil an diesem Abend der Öffentlichkeit präsentiert wird, versucht er, einen neuen Zugang zu der Thematik zu gewinnen, indem er reales Geschehen in der Form der Kurzgeschichte vorstellt. Dabei leitet ihn die Erkenntnis, dass die erzählte Geschichte eine wichtige Möglichkeit für ein Verständnis des Geschehens darstellt, die auch genutzt werden sollte, um Menschen zu erreichen, die selbst nicht mehr Zeitzeug sind.

Exil in Argentinien – Auf den Spuren der jüdischen Familie Voss

Familie Voss vor der Auswanderung nach Argentinien.
Foto: anonym; © Archiv Dieter Przygode, Bramsche
Familie Voss vor der Auswanderung nach Argentinien.
Foto: anonym; © Archiv Dieter Przygode, Bramsche

Donnerstag, 7. Dezember 2017, 19.30 Uhr
Dieter Przygode (Bramsche)

1937 emigrierte die Familie des jüdischen Viehhändlers Ernst Voss aus Bramsche nach Argentinien. Auf der Flucht vor dem Nationalsozialismus gelangte sie zunächst in die Kleinstadt Basavilbaso in der Provinz Entre Ríos, in der bereits viele jüdische Familien aus Europa lebten. Später wechselte sie in die Hauptstadt Buenos Aires. Dort lebt bis heute der Sohn Erwin Hermann Voss. Der Referent zeichnet das Leben der Familie im Exil nach und schildert zudem das Schicksal derjenigen Familienangehörigen, die den Holocaust nicht überlebten.

Buch: Topografien des Terrors – Nationalsozialismus in Osnabrück

Zur Vortragsreihe ist die folgende Publikation erschienen:

Topografien des Terrors – Nationalsozialismus in Osnabrück

herausgegeben von Thorsten Heese

In 29 Kapiteln spürt der historische Überblick zur Geschichte des Nationalsozialismus in Osnabrück vor regionaler Kulisse den Mechanismen von Machtübernahme und Gleichschaltung in der Hitler-Diktatur nach. Beschrieben werden NS-Organisationsstrukturen und Propaganda, die Ideologisierung von Gesellschaft, Alltag und Kulturleben, die Verfolgung, Drangsalierung und Ermordung politischer wie ideologischer Gegner, Formen des Widerstandes, Remilitarisierung und Zwangsarbeit bis hin zum heutigen Umgang mit dem historischen Erbe.

mit Beiträgen von
Eva Berger, Joachim Castan, Duncan Cooper, Michael Gander, Christine Grewe, Thorsten Heese, Volker Issmer, Stefan Klemp, Carsten Linden, Ute Müller-Detert, Peter Niebaum †, Lorenz Peiffer, Hermann Queckenstedt, Thomas F. Schneider, Michael Schubert, Heiko Schulze, Martina Sellmeyer, Martin Siemsen, Gerd Steinwascher, Marie Toepper, Henry Wahlig, Sebastian Weitkamp

Osnabrücker Kulturdenkmäler
Beiträge zur Kunst- und Kulturgeschichte der Stadt Osnabrück, Band 16
herausgegeben vom Kulturgeschichtlichen Museum Osnabrück

Osnabrück-Bramsche, 2. Auflage 2015
ISBN 978-3-89946-240-1
463 Seiten, ca. 200 Abbildungen, 25 Euro
(im Museumsshop erhältlich)


www.osnabrueck.de/kgm

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