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Topografien des Terrors

Das Kulturgeschichtliche Museum möchte mit seiner Vortragsreihe „Topografien des Terrors – National-sozialismus vor Ort“ zur Auseinandersetzung mit der NS-Ideologie und ihrer Zeit anregen. Veranstaltungsort ist mit der Villa Schlikker die einstige Osnabrücker NSDAP-Zentrale. Als Museum für die Osnabrücker Geschichte des 20. Jahrhunderts ist die Villa heute zentrales Forum einer kontinuierlichen Erinnerungs-arbeit zur NS-Geschichte.

Termin nach Vereinbarung - Angebot für Schulen
Rattenfänger – Über Verführung und Verführbarkeit junger Menschen in NS und Neonazismus
Dieter Beck, Osnabrück

Auf Anfrage können Schulklassen oder Jugendgruppen eine Veranstaltung buchen, in der Dieter Beck nach einem Impulsreferat gemeinsam mit Zeitzeugen und Schüler über Ursachen und Folgen ideologischer Verführung am Beispiel des Nationalsozialismus und des Neonazismus diskutiert.
(Anmeldung unter heese(at)osnabrueck.de, Telefon 0541 323-4435)


Vortragsprogramm 2018

Das Museumsquartier möchte mit seiner Vortragsreihe „Topografien des Terrors – Nationalsozialismus vor Ort“ zur Auseinandersetzung mit der NS-Ideologie und ihrer Zeit anregen. Veranstaltungsort ist mit der Villa Schlikker die einstige Osnabrücker NSDAP-Zentrale. Die Villa ist heute zentrales Forum einer kontinuierlichen Erinnerungsarbeit zur NS-Geschichte in Osnabrück. 2018 wird unter anderem an die Reichspogromnacht vor 80 Jahre und an die Schicksale verfolgter Menschen erinnert; etwa an die Osnabrücker Familie van Pels, die gemeinsam mit Anne Franks Familie im Versteck in Amsterdam vergeblich versuchte, dem Holocaust zu entgehen.


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Entfällt: Rechtsextremismus ↔ Linksextremismus: zwei ‚Brüder im Geiste‘?

Die für Donnerstag, 7. Juni, angekündigte Veranstaltung "Rechtsextremismus ↔ Linksextremismus: zwei ‚Brüder im Geiste‘? Die DNA des Rechtsextremismus" muss leider aus gesundheitlichen Gründen abgesagt werden.

Gemeinsam im Versteck – Anne Frank und die Osnabrücker Familie van Pels

Auguste (links) und Hermann van Pels (rechts) mit ihren Freunden Otto und Alice Loeb in Osnabrück; Fotografie, Osnabrück um 1930; © Anne Frank Haus Amsterdam
Auguste (links) und Hermann van Pels (rechts) mit ihren Freunden Otto und Alice Loeb in Osnabrück; Fotografie, Osnabrück um 1930; © Anne Frank Haus Amsterdam

Donnerstag, 6. September, 19.30 Uhr
Gertjan Broek, Anne Frank Haus Amsterdam

Kaum einem Schulkind ist Anne Frank nicht bekannt. Die Geschichte des jüdischen Mädchens aus Frankfurt/M. wurde durch die Rettung ihrer Tagebücher nach dem Holocaust öffentlich und bringt jungen Menschen heute das Leben verfolgter Menschen in einer Diktatur wie der Nazizeit näher. Weniger bekannt ist, dass gemeinsam mit Annes Familie auch die Osnabrücker Familie van Pels in demselben Versteck in der Prinsengracht in Amsterdam lebte, bevor sie alle von der Gestapo entdeckt und deportiert wurden und schließlich in Konzentrationslagern umkamen. In Zusammenarbeit mit dem Anne Frank Haus Amsterdam wird der aktuelle Forschungsstand zur Geschichte der Familie van Pels vorgestellt.

Kinder ausländischer Zwangsarbeiterinnen im Zweiten Weltkrieg im Raum Osnabrück

Autor Volker Issmer
Autor Volker Issmer

Donnerstag, 8. November, 19.30 Uhr
Lesung und Vortrag mit Dr. Volker Issmer, Osnabrück

„Kinder, die nicht zählten“: So hat Gisela Schwarze ihre auf Westfalen bezogene Dokumentation über (vor allem) „Ostarbeiterinnen“ und ihre Kinder im Zweiten Weltkrieg überschrieben (1991). Es gab diese Kinder auch in der Region Osnabrück. Einzelschicksale sind bekannt geworden, und erste Forschungsergebnisse liegen vor, die an diesem Abend vorgetragen werden sollen. Dabei spielt das Lager „Fernblick“ in der Südstadt eine besondere Rolle. Doch viele Fragen sind weiterhin offen. Vor allem fehlt es noch immer an einer Gesamtdarstellung, die das Leiden und häufig auch Sterben dieser in besonderem Maße wehrlosen Opfergruppe des NS-Regimes deutlich machen würde und die zu leisten als Bringschuld unserer Stadt erscheint.


Buch: Topografien des Terrors – Nationalsozialismus in Osnabrück

Zur Vortragsreihe ist die folgende Publikation erschienen:

Topografien des Terrors – Nationalsozialismus in Osnabrück

herausgegeben von Thorsten Heese

In 29 Kapiteln spürt der historische Überblick zur Geschichte des Nationalsozialismus in Osnabrück vor regionaler Kulisse den Mechanismen von Machtübernahme und Gleichschaltung in der Hitler-Diktatur nach. Beschrieben werden NS-Organisationsstrukturen und Propaganda, die Ideologisierung von Gesellschaft, Alltag und Kulturleben, die Verfolgung, Drangsalierung und Ermordung politischer wie ideologischer Gegner, Formen des Widerstandes, Remilitarisierung und Zwangsarbeit bis hin zum heutigen Umgang mit dem historischen Erbe.

mit Beiträgen von
Eva Berger, Joachim Castan, Duncan Cooper, Michael Gander, Christine Grewe, Thorsten Heese, Volker Issmer, Stefan Klemp, Carsten Linden, Ute Müller-Detert, Peter Niebaum †, Lorenz Peiffer, Hermann Queckenstedt, Thomas F. Schneider, Michael Schubert, Heiko Schulze, Martina Sellmeyer, Martin Siemsen, Gerd Steinwascher, Marie Toepper, Henry Wahlig, Sebastian Weitkamp

Osnabrücker Kulturdenkmäler
Beiträge zur Kunst- und Kulturgeschichte der Stadt Osnabrück, Band 16
herausgegeben vom Kulturgeschichtlichen Museum Osnabrück

Osnabrück-Bramsche, 2. Auflage 2015
ISBN 978-3-89946-240-1
463 Seiten, ca. 200 Abbildungen, 25 Euro
(im Museumsshop erhältlich)


www.osnabrueck.de/kgm

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