Navigation über die Inhaltsbereiche dieser Seite

Der Hauptinhaltsbereich - hier finden Sie Artikel zum Thema Wettbewerb Umgestaltung

Freiraumplanerischer Realisierungswettbewerb "Neugestaltung Neumarkt / Johannisstraße"

Der Neumarkt und seine Umgebung spielen eine besondere Rolle im stadträumlichen Gefüge Osnabrücks. Als zentrales Platzelement stellt der Neumarkt den Übergang zwischen der Osnabrücker Alt­- und Neustadt entlang der Achse Große Straße/Johannisstraße dar.

1. Preis: Lützow 7; C. Müller und J. Wehberg, Garten- und Landschaftsarchitekten, Berlin

Die baulichen Veränderungen am Neumarkt haben in Verbindung mit dem Wandel der Stadt in den letzten Jahrzehnten zu einer Entwicklung des Platzes geführt, der trotz seiner Lebendigkeit bei stetig abnehmender Aufenthaltsqualität einen eher trennenden Charakter zwischen nördlicher und südlicher Innenstadt zur Folge hat.

Auch der zwischenzeitlich geschaffene ebenerdige Fußgängerüberweg zwischen Großer Straße und Johannisstraße konnte nicht entscheidend zur besseren Verknüpfung beider Innenstadthälften beitragen.

Dieses Verknüpfungsziel soll nun durch Veränderungen am Neumarkt herbeigeführt werden, ohne den künftig zweistreifigen Straßenzug Neuer Graben und Wittekindstraße aufheben zu müssen.

Projektentwicklung Neumarkt

Mit der Projektentwicklung Neumarkt verfolgt die Stadt Osnabrück eine umfassende Neuordnung des Platzbereiches Neumarkt und der umgebenden Randbebauung. Der gesamte Bereich Neumarkt soll erheblich aufgewertet und in seiner städtebaulichen Bedeutung hervorgehoben werden.

Bausteine dieser Aufwertung sind das neue Einkaufszentrum Ecke Neuer Graben / Johannisstraße und die Bebauung des sogenannten Projektbereiches 2 in Verlängerung der Großen Straße. Insbesondere durch diese Neubebauung soll der neu zu bildende Platz Neumarkt klar ablesbar gefasst werden und damit seiner ursprünglichen Dimension näher kommen.

Die zu errichtende  bauliche Platzkante führt zudem die Zäsur des Straßenraumes optisch zurück und unterstützt die engere Verknüpfung von Alt- und Neustadt.

Durch eine den Neuen Graben begleitende nördliche Raumkante, ausgehend von der Neubebauung im Projektbereich 2 über die bauliche Ausformung des Busbahnhofs (Überdachung) bis hin zur Bestandsbebauung im Westen soll der Neue Graben räumlich gefasst und damit eine Abfolge verschieden dimensionierter Stadträume geschaffen werden.

Die geplanten Hochbaumaßnahmen stehen in Verbindung mit der Neugestaltung des öffentlichen Raums, das heißt der Straßen-, Platz- und Gehwegflächen in diesem sensiblen Stadtraum.

Freiraumplanerischer Realisierungswettbewerb

Zu diesem Zweck hat die Stadt Osnabrück im Sommer 2013 einen freiraumplanerischen Realisierungswettbewerb ausgelobt, zu dem fünf renommierte Landschaftsarchitekturbüros eingeladen und 15 weitere nach einem europaweiten Bewerbungsverfahren ausgelost wurden.

122 Büros, auch aus Österreich, Schweiz, Italien, Großbritannien und den Niederlanden, hatten sich zur Teilnahme beworben. Die 20 Teilnehmer hatten von Ende August bis Anfang November Zeit, Konzepte für die Neugestaltung des Neumarktes und der Johannisstraße zu erarbeiten.

Planerische Grundlage für die Projektentwicklung am Neumarkt bildeten der Masterplan Neumarkt des Büros Gewers Kühn und Kühn, Berlin, aus dem Jahr 2005 und das Verkehrskonzept Neumarkt des Büros gevas humberg und partner, Essen, aus dem Jahr 2009, das im Jahr 2012 durch das Büro TSC, Essen, weiter vertieft wurde.

Dieses für den Neumarkt und die obere Johannisstraße entwickelte Verkehrskonzept stellte nunmehr die Grundlage für die Bearbeitung der Gestaltungsentwürfe im Rahmen des Realisierungswettbewerbs Neumarkt / Johannisstraße dar.

Der Autoverkehr soll nur noch auf zwei Spuren über den Neumarkt rollen, der Busbahnhof am Neuen Graben neu organisiert werden. Dadurch wird künftig der neu gebildete Platz vor dem Landgericht nicht mehr mit Bushaltestellen belegt sein. Auf dem nördlichen, sonnigen Teil des Neumarktes soll Platz für Cafés und Restaurants geschaffen und damit die Aufenthaltsqualität deutlich verbessert werden.

Am 2. Dezember 2013 tagte nun das Preisgericht und hatte die eingereichten Arbeiten zu bewerten.

Die stimmberechtigten Preisrichter (alphabetisch) waren:

  • Georg Gewers, Architekt, Berlin
  • Ulrich Hus, SPD­Fraktion
  • Prof. Irene Lohaus, Landschaftsarchitektin, Stadtplanerin, Hannover
  • Jens Meier, Fraktion B 90 / Die Grünen
  • Frank Otte, Architekt, Stadtbaurat Stadt Osnabrück
  • Prof. Dr. Franz Pesch, Architekt, Stadtplaner, Herdecke (Vorsitzender)
  • Katharina Pötter, CDU­Fraktion

Das Preisgericht hat sechs Preise vergeben, die auf den folgenden Seiten (siehe obere Links) dokumentiert werden.


www.osnabrueck.de

Datenschutz | Impressum | Urheberrechte © 1996-2019: Stadt Osnabrück | Tel: 0541 323-0

zum Seitenanfang mit der Seitenbereichsnavigation springen