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3. Preis: Glaser Architekten GmbH, München (4006)

Glaser Architekten GmbH, München
Wolfgang Glaser, Architekt und Stadtplaner
Mitarbeit: Bettina Kirchner, Dipl.-Ing. I Theresa Kuhn
mit
Lex Kerfers_Landschaftsarchitekten und Stadtplaner, Bockhorn
Rita Lex-Kerfers, Landschaftsarchitektin und Stadtplanerin
Tragwerksplanung: Behringer Beratende Ingenieure GmbH, Herr Gerich, München

Beurteilung durch das Preisgericht

Möglichst kompakt wollen die Verfasser die neue Schule entlang der Hakenstraße organisieren und von dort auch erschließen. Das gelingt auch ohne Zweifel. Die kompakte Figur zeigt sich jedoch als eine wenn auch sehr diszipliniert geordnete, die Körnung dominierende Großform. Diese fügt sich sehr selbstbewusst und allzu dominant in das stadträumliche Gefüge. Die Nordostecke des Gebäudes lässt zur Dielingerstraße / zum Kamp nur wenig Freiraum und die Südostecke schließt beinahe unmittelbar an die Rolandsmauer an - beide Ecken lassen dem öffentlichen Raum zu wenig Platz. Westlich des Gebäudes entsteht allerdings dadurch ein zusammenhängender, großzügiger, wenn auch schematisch gegliederter Freiraum der für die beiden Schulhöfe vorgesehen wird. Positiv ist die südliche Anbindung an das vorhandene Stadtgrün.

Die raumgreifende Setzung ist einer sehr disziplinierten, streng geordneten Grundrissorganisation geschuldet. Zur Hakenstraße liegen die Gemeinschaftsbereiche in einem riegelartigen, viergeschossigen, langgestreckten Baukörper, die Lernhäuser sind westlich davon in einem durch eingestellte Atrien und Treppenhaushöfe gegliederten Dreibund organisiert. Getrennt werden beide Bereiche durch einen Hof auf der +1 Ebene, geöffnet nach Süden und Norden, verbunden durch zwei stegähnliche Flure, die eine gute Anbindung der Bereiche ermöglichen.

Der Haupteingang ist richtig positioniert, gut ausformuliert und führt in ein großzügig dimensioniertes Foyer. Da die Sporthalle abgesenkt über ein Untergeschoss erreicht wird, ergeben sich rund um die Sporthalle aus dem Foyer wie von den allseitig umfassenden Fluren Einblicke in die Halle(n). Die Sporthalle wird allerdings ausschließlich über Oberlichter belichtet. Der Vorschlag, durch mobile Podien und Treppen Foyer und Sporthalle verbinden zu können, erweitert die Nutzungsmöglichkeiten erheblich. So reizvoll die Sichtbeziehungen in und aus dem Sportbereich auch sein mögen, so problematisch werden Privatsphäre und Brandschutzbelange gesehen. Die internen und externen Zugangsmöglichkeiten für den Sport, sowie die Anordnung und Organisation der Nebenräume ist nachvollziehbar, pragmatisch und sympathisch. Auch die Mensa nördlich des Foyers mit direktem Ausgang in einen überdachten Außenbereich am Schulhof ist über-zeugend in Funktion und in Bezug auf organisatorische Abläufe und Anlieferung. Allerdings ist eine Nutzung nach Schulschluss nur unter Einbeziehung des Foyers möglich.

Die Lernhäuser sind voneinander getrennt, werden über eine gemeinsame EG-Zone dann aber im OG getrennt voneinander erschlossen. Zufällige Kontakte wird es nur im Bereich der vertikalen Erschließungen geben. Die Organisation der Lernhäuser ist von hoher Qualität, die Räume sind vorbildlich geschnitten und haben gute Außenbezüge sowie überzeugende Gemeinschafts-bereiche.

Die Fassaden entsprechend den Anforderungen an ein zeitgemäßes Schulgebäude. Die Eingangsseite ist zur Straße - abgesehen vom Eingang - mit einer Brüstung vorgeschlagen. Die Westseite erhält im EG eine komplett verglaste Zone. Der Sonnenschutz wird durch auskragende Obergeschosse baulich gewährleistet, damit wird allerdings eine schlechte Belichtung der Räume im EG erkauft.

Die Materialwahl ist überzeugend: wartungsarme Ziegelfasssaden auf einem Massivbau an der Hakenstraße und ein zweigeschossiger Holzbau für die Lernhäuser mit Brettstapeldecken und Raumschotten als Dickholzwände.

Rigoros, streng und im Bezug zu seiner Umgebung beinahe brüsk. Im Preisgericht wird kontrovers diskutiert, ob die vorgeschlagene Atmosphäre und Strenge in den Grundrissen für die Ziel-gruppe der Schülerinnen und Schüler geeignet ist.

Die Arbeit liegt im Vergleich der Kenndaten unterhalb des Mittelwerts der Arbeiten.

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www.osnabrueck.de

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