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Der Hauptinhaltsbereich - hier finden Sie Artikel zum Thema 1. Preis - 4002

1. Preis: LANKES KOENGETER Architekten, Berlin (4002)

LANKES KOENGETER Architekten, Berlin
Hans Josef Lankes, Architekt
mit
birke zimmermann landschaftsarchitekten, Berlin
Florian Birke, Landschaftsarchitekt

Beurteilung durch das Preisgericht

Städtebauliche Einfügung

Die Entwurfsverfasser/in beschreibt, dass sie den Baukörper für die neue Schule aus dem städte-baulich heterogenen Umfeld heraus entwickelt und diesen nutzt um auf einfache, fast selbstverständliche Art neue städtische Räume sowie die beiden Adressen, also den Schulhaupteingang und den separaten Sporthalleneingang zu formulieren. Hier sieht die Jury eine große Qualität des Beitrages. Am Kamp sieht die Jury das Potential durch dortige Fassadenöffnung der Sporthalle und die hierdurch entstehende Beziehung, diesen nördlich angrenzenden Stadtraum aufzuwerten.

Außenanlagen

Der großzügige Vorplatz ist gut proportioniert und bietet den Schülerinnen einen angemessenen Empfangsort. Die Schulhofflächen sind großzügig, durch die Baukörperausformulierung räumlich - wie gewünscht - differenziert und lassen hohe Qualitäten erwarten. Die räumliche Anbindung an den südwestlich angrenzenden Spielplatzbereich ist gelungen. Die großen Bestandsbäume werden im Wesentlichen erhalten und prägen den Charakter der neugeschaffenen Freianlagen. Die Mensa und der Schülerverkauf stehen in direkter Verbindung zum Schulhof, hier besteht die Möglichkeit des Speisens im Freien.

Funktionalität

Das Gebäude ist kompakt und gut organisiert. Das Foyer entwickelt sich über eine breite Sitzstufentreppe in die Obergeschosse und stellt den zentralen Bewegungs- und Kommunikationsraum dar. Von hier aus gelangen die Schüler/innen in ihre jeweiligen, als gut ablesbare „Cluster“ aus-gebildeten Klassenbereiche. Diese sind klar und übersichtlich organisiert und atmosphärisch gelungen ausgebildet.

Konstruktion und Nachhaltigkeit

Die gewählte Hybrid-Konstruktion mit Stahlbeton im Bereich des Erdberührten Sockels (UG und EG) und einer Massivholzkonstruktion in den Obergeschossen erscheint sinnvoll und mit den gewählten Stützweiten wirtschaftlich umsetzbar. Die Konstruktion prägt zudem auf einfache und schlüssige Weise die Erscheinung des neuen Schulhauses. Die Verfasser/in hebt zudem explizit auf die atmosphärische Qualität des Materials Holz für die Innenraumqualität ab, sowie auf dessen Qualitäten im Sinne ihres Nachhaltigkeitskonzeptes.

Zitat aus dem Erläuterungsbericht: „Der „Raum als Pädagoge“ ermöglicht den Schülerinnen und Schülern die Erfahrung des Lernens und Aufwachsen in einer ökologischen sinnhaften und baubiologisch unbelasteten Umgebung.“

Nachweis Raumprogramm

Das Raumprogramm (NUF) ist in Summe fast Punktgenau eingehalten. Die Abweichungen innerhalb der Raumbereiche sind minimal. Im Bereich der Lehrmittelräume ist ein Raum nicht nachgewiesen.

Gleichberechtigte Nutzung/Barrierefreiheit

Das Gebäude ist komplett barrierefrei und für alle Nutzergruppen gleichberechtigt erschlossen.

Wirtschaftlichkeit

Die Arbeit liegt mit ihren Kennwerten im unteren bis mittleren Bereich. Hierbei ist allerdings anzumerken, dass die dargestellten Flächen für Haustechnik zu knapp erscheinen.

Einschätzung Schule

Die Schulhofflächen sind großzügig, getrennt aber auch zusammenliegend. Die Lage der Sporthalle im Nordosten ist gelungen. Das Arrangement der Lerninseln im Flurbereich wird positiv bewertet. Die Verteilung des Ganztagesbereichs und die Lage der Förderschule sollte im Zuge der weiteren Bearbeitung überdacht werden.

Fazit

Die Arbeit überzeugt die Jury in ihrem Gesamtkonzept, der klaren städtebaulichen Setzung, ihrer guten inneren Organisationsstruktur und Raumqualität, sowie in ihrer unprätentiösen Erscheinung in besonderem Maße.


www.osnabrueck.de

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