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15 Jahre Morgenland Festival Osnabrück vom 14. bis 29. Juni

Das Morgenland Festival Osnabrück hat sich in den vergangenen 15 Jahren zu einem inspirierenden Zusammentreffen mit den vielfältigen Facetten der Musikkultur des Vorderen Orients entwickelt. Weit über 1.000 Musikerinnen und Musiker waren in dieser Zeit zu Gast in Osnabrück. Bei Gastspielen sorgte das Festival in Iran, Irak, Syrien, Jordanien, im Libanon, in der Türkei, Kasachstan und den Niederlanden für Begeisterung. Vom 14. bis 29. Juni 2019 wird das gefeiert – mit vielen Freunden und neuen Gesichtern.

Zum Jubiläum präsentiert das renommierte Festival die Ergebnisse seiner intensiven Auseinandersetzung mit der Musik Westasiens und auch in diesem Jahr werden dabei Jazz und Rock auf Traditionelles und Avantgarde treffen. Solisten und Ensembles der traditionellen Musik wie Alim Qasimov, Moslem Rahal oder Waed Bouhassoun stehen ebenso auf dem Programm wie Experimentelles von den iranischen Musikern Mohsen Namjoo und Makan Ashgvari oder dem Ensemble Constantinople.

Das 15. Morgenland Festival Osnabrück beginnt am Freitag, 14. Juni, um 19 Uhr mit einem Doppelkonzert in St. Marien. Den Anfang macht das Taksim Trio aus Istanbul. Die drei populären Musiker bringen Morgenland und Abendland, türkische Volksmusik und Musik der Roma, Jazz und Flamenco zusammen. Nach der Pause gibt es ein Wiedersehen mit Alim Qasimov, dem bekanntesten Sänger Aserbaidschans, und mit dem französischen Tubist, Bassist und Serpent-Spieler Michel Godard.

Am Samstag, 15. Juni, konzertiert ab 19.30 Uhr das Ensemble Constantinople in der Lagerhalle. Das Ensemble aus Montréal bringt Instrumente der europäischen Alten Musik und des Vorderen Orients zusammen. Nach Osnabrück kommt es mit einem außergewöhnlichen Projekt in großer Besetzung: In „Et je reverrai cette ville étrange“ entwickeln die Musiker nichts weniger als den „Klang einer globalen Stadt“. Ab 21.30 Uhr ist der Geiger und Komponist Maias Alyamani mit seinem Ensemble MAqam in der Lagerhalle zu erleben. Der Wandler zwischen den Welten hat an den Musikhochschulen in Damaskus und Wien studiert und mit klassischen Musikern wie Gidon Kremer und Yo-Yo Ma, aber auch mit Jazzern wie Joe Zawinul und Wynton Marsalis zusammengearbeitet.

Der Film „Looking for Oum Kulthum“ der iranischen Künstlerin Shirin Neshat wird am Sonntag, 16. Juni, um 11.30 Uhr im Cinema Arthouse gezeigt. Zwischen Realität und Fiktion erzählt das Werk von der großen ägyptischen Sängerin Oum Kulthum. Die Hauptdarstellerin Neda Rahmanian und ihre junge Kollegin Nour Kamar sind bei der Vorführung dabei.

Ebenfalls am 16. Juni treffen sich zwei Künstler, die dem Festival seit langem verbunden sind und in der Klassik-Welt zu den spannendsten Musikern ihrer Generation zählen: Im Theater am Domhof konzertieren ab 19.30 Uhr der armenische Cellist Narek Hakhnazaryan und der palästinensisch-israelische Pianist Saleem Ashkar mit einem ungewöhnlichen Duo-Programm: Sie interpretieren die Cellosonate Nr. 3 von Ludwig van Beethoven, die einzige Cellosonate von Dmitri Schostakowitsch sowie das Nocturne des armenischen Komponisten Edward Baghdasaryan.

Die Solisten der Staatskapelle Berlin Gregor Witt (Oboe), Tibor Reman (Klarinette) und Mathias Baier (Fagott) sowie ihre hochkarätigen Musikerkollegen Dima Orsho (Gesang), Elisaveta Blumina (Klavier) und Narek Hakhnazaryan (Cello) präsentieren am Mittwoch, 19. Juni, Kammermusik junger arabischer Komponisten. Das Konzert „The fence, the rooftop and the distant sea“ findet ab 19.30 Uhr in der Schlossaula der Universität Osnabrück statt.

Ein Abend der Frauen steht am Donnerstag, 20. Juni, in der Lagerhalle auf dem Programm. Zunächst begegnen sich ab 19.30 Uhr die syrische Kanun-Spielerin Maya Youssef und die junge Oud-Spielerin Yasamin Shahhosseini aus Teheran. Anschließend feiert die syrische Sängerin Dima Orsho ab 21.30 Uhr die „Plattentaufe“ ihrer zweiten CD unter eigenem Namen: „Hidwa. Lullabies for Troubled Times“. Mit dabei sind der tunesische Geiger Jasser Haj Youssef, der Akkordeonist Manfred Leuchter, Salman Gambarov am Klavier, der Kölner Jazzbassist Robert Landfermann und der deutsch- polnische Drummer Bodek Janke.

Das Trio Ré und der Singer-Songwriter Mohsen Namjoo sind am Freitag, 21. Juni, bei einem Doppelkonzert in der Lagerhalle zu erleben. Eröffnet wird der Abend um 20 Uhr vom jungen Teheraner Trio Ré, dessen Kopf der Sänger, Songwriter, Schauspieler und Regisseur Makan Ashgvari ist. Ab 21.30 Uhr verbindet der eigenwillige, im Iran große Popularität genießende Singer-Songwriter Mohsen Namjoo traditionelle persische Musik mit Rock und Blues.

„Bakustic Jazz“ – der Name dieses Klangkörpers ist Programm. Am Sonntag, 23. Juni, ab 19.30 Uhr beschreitet der Pianist Salman Gambarov als einer der wichtigsten Köpfe der Jazz-Szene von Baku mit seinem Ensemble im BlueNote inspirierende wie überraschende musikalische Wege. Der Komponist und Musikwissenschaftler hat in der Festival- Vergangenheit in verschiedenen Besetzungen immer wieder für Begeisterung gesorgt.

Auf die Sängerin Aynur darf sich das Publikum am Mittwoch, 26. Juni, um 19.30 Uhr in der Lagerhalle freuen. Aynur gilt als die weibliche Stimme Kurdistans. In diesem Jahr wird sie von gleich zwei hochkarätigen Pianisten begleitet – 4hands: Salman Gambarov aus Baku und Florian Weber, einer der renommiertesten deutschen Jazz-Pianisten und Jazz- Professor an der Hochschule Osnabrück.

Den ersten Teil des Doppelkonzertes am Donnerstag, 27. Juni, um 19.30 Uhr in der Lagerhalle bestreiten zwei hochinteressante Musikerpersönlichkeiten aus Damaskus: Die Sängerin Waed Bouhassoun, die sich selbst auf der Oud begleitet, ist oft mit der legendären Oum Kulthum verglichen worden. Moslem Rahal wurde von Jordi Savall schlicht als „der beste Ney-Spieler überhaupt“ bezeichnet. Ab 21 Uhr ziehen dann Manfred Leuchter & Freunde das Publikum in den Bann. Der Puls der großartigen Musiker schlägt zwischen Bach und Bagdad.

Zwei große Konzertprojekte führen an außergewöhnliche Orte – zunächst in die VW- Werkshalle 2, dann auf den Domvorplatz. In der VW-Werkshalle 2, wo das Morgenland Festival Osnabrück bereits im vergangenen Jahr begeistert hat, wird am Samstag, 22. Juni, der gefeierte syrische Klarinettist Kinan Azmeh mit der NDR Bigband auftreten. Azmeh ist für das Festival eine unverzichtbare Größe. Mit der NDR Bigband trifft der Musiker, der bereits in den besten Konzertsälen der Welt aufgetreten ist, auf ein hochklassiges Jazz- Ensemble von internationalem Rang.

Am Samstag, 29. Juni, wird bei einem Open Air-Konzert ab 20.30 Uhr auf dem Domvorplatz das Osnabrücker Symphonieorchester erstmals der Morgenland All Star Band begegnen. Grandiose Solisten und ein außergewöhnliches Auftragswerk des Hamburger Komponisten Wolf Kerschek versprechen ein musikalisches Großereignis unter freiem Himmel. Die Morgenland All Star Band fasziniert seit 2012 mit einem globalen Soundgeflecht aus traditionellen Klängen, Jazz und Rock. Das Ensemble trat bereits in Amsterdam, Beirut, Izmir, Almaty und Berlin auf und tourte durch China.

Das Morgenland Festival Osnabrück 2019 endet mit einer rauschenden Partynacht. Am 29. Juni ab 23 Uhr macht in der Lagerhalle das Duo Zenobia Musik. Die beiden DJs aus Haifa mischen Melodien arabischer Popmusik mit elektronischen Beats zu einer unwiderstehlichen, groovigen Melange.

„15 Jahre Morgenland Festival sind für mich an allererster Stelle ein Grund zur Dankbarkeit. Ich erlebe das Festival jedes Jahr von neuem als eine Art Utopia. Respekt, Neugierde, Schönheit – in dieser Atmosphäre entsteht eine Musik, die offensichtlich relevant ist“, sagt Michael Dreyer, Gründer und Künstlerischer Leiter des Morgenland Festivals Osnabrück.

Der Osnabrücker Oberbürgermeister Wolfgang Griesert betont: „Von Beginn an hat sich das Morgenland Festival als eines der bedeutendsten kulturellen Ereignisse Osnabrücks herauskristallisiert. Das Festival hat sich in den vergangenen 15 Jahren zu einem wichtigen Botschafter für die friedenskulturellen Aktivitäten der Friedensstadt Osnabrück entwickelt. Ziel der Friedenskultur Osnabrücks ist es, den internationalen Dialog zu fördern und für Toleranz und kulturelle Vielfalt zu werben. Das Morgenland Festival hat dazu maßgeblich beigetragen. Es reduziert die Region des Vorderen Orients nicht auf seine Krisen, sondern versucht, ein differenziertes Bild jenseits von Klischees und Vorurteilen zu vermitteln.“

Johannes Hartig, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Osnabrück, fügt hinzu: „Dem Beginn des Festivals blicken auch die langjährigen Förderer gespannt entgegen: Wir unterstützen gemeinsam mit der Niedersächsischen Sparkassenstiftung dieses kulturelle Highlight deshalb besonders gerne, weil es die musikalischen Meister aus dem Vorderen Orient in einzigartiger Weise präsentiert. Wir gratulieren zu inzwischen 15 Jahren außergewöhnlichem Kulturmanagement.“

Tickets, das Festival-Programm und weitere Informationen findet man unter www.morgenland-festival.com. Karten sind außerdem bei der Osnabrücker Tourist-Information, der Lagerhalle Osnabrück und anderen Vorverkaufsstellen erhältlich.


www.osnabrueck.de

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