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Untersuchungen und Planungen

Die Messwerte aus 2006 belegen, dass es deutliche Feinstaub-Überschreitungen bei den maximal zulässigen Tagen (35 Tage zulässig, 57 an der Station Schlosswall gemessen) mit mehr als 50 Mikrogramm Feinstaub (PM10) pro Kubikmeter Luft gegeben hat (Jahresbericht 2006, GAA Hildesheim). Auch die ab 2010 geltenden Grenzwerte für Stickstoffdioxid (NO2) wurden mit 61 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft (Zulässiger Jahresmittelgrenzwert ab 2010 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft) erheblich überschritten.

Während beim Feinstaub der regionale Anteil mit 70 Prozent die dominierende Rolle spielt und der Verkehr nur zirka 28 Prozent Verursacheranteil hat, sieht die Situation bei Stickstoffdioxid genau umgekehrt aus. Hier ist der Verkehr mit zirka 81 Prozent die Hauptquelle, während der regionale Anteil nur etwa 11 Prozent beträgt.

Aufgrund der allgemeinen Verbesserungen der Fahrzeugflotte und der umgesetzten Maßnahmen des Luftreinhalteplans, zu denen die Einführung der Umweltzone als wichtigste Einzelmaßnahme zählt, hat es seit 2006 keine Überschreitungen der maximal zulässigen Anzahl von Überschreitungstagen des Grenzwertes für Feinstaub (35) gegeben. Sorgen macht jedoch weiterhin der Stickstoffdioxidgehalt, für den ein Jahresmittelgrenzwert von 40 µg/m³ gilt. Dieser wird Ende 2011 noch um etwa 20 % überschritten und muss gemäß EU-Vorgaben bis spätestens 2015 eingehalten werden.

Die Aufstellung eines Aktions- und Luftreinhalteplans für Osnabrück und dessen Vorlage bei der EU-Kommission war nach § 22 Bundesimmissionsschutzgesetz aufgrund der Ergebnisse des Kalenderjahres 2006 bis spätestens Oktober 2008 erforderlich. Auf der Grundlage einer "Modellgestützten Abschätzung von Luftschadstoffkonzentrationen" für die Stadt Osnabrück, die das Gewerbeaufsichtsamt Hildesheim Ende 2007 im Auftrag des Landes Niedersachsen abgeschlossen hat, ist der Luftreinhalte- und Aktionsplan für Osnabrück vom Rat der Stadt Osnabrück am 9. Dezember 2008 beschlossen worden. Die wichtigste und effektivste Maßnahme in dem Plan ist die Einrichtung einer Umweltzone ab 4. Januar 2010, die schrittweise bis zum 3. Januar 2012 verschärft wird und insbesondere der Senkung der verkehrsbedingten Stickstoffdioxidkonzentrationen dient.

Aufgrund neuerer Erkenntnisse wurde der Luftreinhalte- und Aktionsplan durch neuere Berechnungen und Maßnahmen in 2011 ergänzt.


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