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Der Hauptinhaltsbereich - hier finden Sie Artikel zum Thema Wettbewerb Ledenhof/Neuer Graben

Mehr Aufenthaltsqualität, weniger versiegelte Flächen: Ledenhof erhält ein neues Gesicht

Künftig wird der Ledenhof ein zentraler, multifunktionaler Platz mit direkter Verbindung zum Schloss und luftig angeordneten Bäumen, Spielmöglichkeiten sowie einer kreativen Möglichkeit, Fahrräder abzustellen. So sieht es der Gewinner-Entwurf des freiraumplanerischen Wettbewerbs zur Gestaltung des Platzes vor. Das Büro bbz landschaftsarchitekten aus Berlin setzte sich bei dem Wettbewerb zusammen mit dem Büro Obermeyer Planen und Beraten aus München gegen 14 Mitbewerber durch.

Einstimmig entschied das Preisgericht zugunsten dieses Vorschlages. Als positiv hob Stadtbaurat Frank Otte unter anderem hervor, „dass der Entwurf deutlich weniger gepflasterte Fläche vorsieht, als andere Entwürfe.“ Zudem öffnet sich der Ledenhof in Richtung Schloss. „Die Bäume geben von vielen Bereichen des Platzes aus Sichtachsen auf das Schloss frei“, so Otte. Sitzmöglichkeiten sorgen für eine hohe Aufenthaltsqualität. Zudem soll der Platz, anders als bislang, ebenerdig gestaltet sein. „Der Entwurf sieht eine wassergebundene Oberfläche und in den Randbereichen Pflaster sowie auf dem Neuen Graben Asphalt vor. Vor dem Schloss wird dasselbe Pflaster wie in den Randbereichen des Ledenhofs verlegt, sodass sich die Gestaltung dort wiederfindet“, erklärt der Stadtbaurat. Neben dem neuen Pflaster wird es direkt vor dem Schloss auch zwei langgezogene Sitzmöglichkeiten geben.

Für Radfahrerinnen und Radfahrer sieht der Entwurf einen sogenannten Bikesafe als Parkmöglichkeit vor. Das kann beispielsweise ein Aufzug sein. Über ihn können Fahrräder in einen unter dem Ledenhof und von dem für Autos vorgesehenen Teil der Tiefgarage abgetrennten Bereich gebracht werden – entweder vom Radfahrer selbst oder automatisch.

„Die neue Gestaltung macht den Ledenhof für Veranstaltungen zu einer echten Alternative zum Markt“, sagt Otte. Staudenbeete direkt am historischen Ledenhof-Gebäude erhöhen den Grünanteil und sind zudem pflegeleicht. Auch der Neue Graben wird attraktiver. Vom Heger-Tor-Wall/Schlosswall kommend werden sowohl links als auch rechts Bäume stehen und den Weg Richtung Neumarkt und Innenstadt weisen.

Für den siegreichen Entwurf schüttet die Stadt 27.000 Euro aus. 16.000 Euro gehen an Huttereimann Landschaftsarchitekten und ZECH-CON Beratende Ingenieure aus Berlin, die mit ihrem gemeinsamen Entwurf den zweiten Platz erreichten. RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten aus Bonn und die Lindschulte Ingenieurgesellschaft aus Düsseldorf erhalten für ihren Entwurf und den damit erzielten dritten Platz 10.500 Euro.

Die Planer nahmen bei ihrer Arbeit den gesamten Bereich rund um den Ledenhof in den Blick, vom Pflegeheim Haus Ledenhof im Norden, der Straße Alte Münze im Osten, dem Schloss im Süden und im weiteren Verlauf dem Neuen Graben bis zum Heger-Tor-Wall/Schlosswall im Westen. Für die Neugestaltung des Ledenhofs sind 1,95 Millionen Euro veranschlagt, für den Neuen Graben weitere 1,27 Millionen. Jeweils ein Drittel davon sind Zuschüsse des Landes und des Bundes, ein Drittel übernimmt die Stadt Osnabrück. Wenn alle planerischen und vorbereitenden Arbeiten abgeschlossen sind, finden voraussichtlich in zwei Jahren die Umbauarbeiten statt.

Alle Entwürfe werden von Freitag, 6. September, 16 Uhr bis zum 27. September in der Katholischen Familienbildungsstätte, Große Rosenstraße 18, ausgestellt.


Bürgerwerkstatt Ledenhof

„Was würde ich gerne in fünf Jahren auf dem Ledenhof machen können?“ Der Ledenhof und der Neue Graben sollen umgestaltet werden. Bei der ersten öffentlichen Bürgerwerkstatt im Steinwerk St. Katharinen waren jetzt die Ideen der Bürgerinnen und Bürger gefragt.  

Im Steinwerk mit dabei waren das Büro ISR Innovative Stadt- und Raumplanung und Vertreter der Stadt Osnabrück. Zunächst wurden die aktuelle Ausgangssituation und der demnächst startende freiraumplanerische Wettbewerb vorgestellt. Danach waren die Ideen, Vorschläge und Anregungen interessierten Anwesenden gefragt. In Gruppen wurden verschiedene Themen besprochen, zum Abschluss ging es dann um die Frage: „Was würde ich gerne in fünf Jahren auf dem Ledenhof machen können?“.  Die Ideen werden mit in die Aufgabenstellung des Wettbewerbs einfließen, der in Kürze startet.

Auch beim Wettbewerb kann die Öffentlichkeit mitwirken, für das Preisgericht wurden zwei Bürgerberater gesucht. Die Bürgerberater nehmen an der Vorbesprechung am Montag, 29. April, teil und sind auch beim Preisgericht am Donnerstag, 29. August, mit dabei.

Weitere Informationen werden im Rahmen der Ausstellung der Wettbewerbsergebnisse ab 6. September und in einer zweiten öffentlichen Veranstaltung nach Abschluss des Wettbewerbs im Herbst 2019 gegeben.

Weitere Ideen und Anregungen können per E-Mail ebenfalls an folgende Adresse gerichtet werden: ledenhof(at)osnabrueck.de

In der nachfolgenden Präsentation sind der Ablauf und die Ergebnisse der Bürgerwerkstatt dokumentiert.

Die Bürgerwerkstatt für die Innenstadt geht in die nächste Runde - Ideen für den Ledenhof gesucht

Der Ledenhof und die Straße „Neuer Graben“ sind zurzeit nicht unbedingt Orte, an denen man sich gern aufhält. Wie könnten sie in Zukunft aussehen? Was wünschen sich die Bürgerinnen und Bürger? Das will die Stadt Osnabrück jetzt bei einer öffentlichen Bürgerwerkstatt wissen. Sie findet statt am Freitag, 22. März, von 16 bis 18 Uhr im Steinwerk St. Katharinen, An der Katharinenkirche 4.

Ab 15.30 Uhr sind die Türen schon geöffnet, wer mag, kann sich vorab schon informieren. Um 16 Uhr wird das Verfahren vorgestellt, danach sind die Ideen, Vorschläge und Anregungen der Teilnehmenden gefragt. „Ziel ist, den Ledenhof und die Straße ‚Neuer Graben‘ attraktiver zu machen, damit die Menschen sich dort gern aufhalten. Dabei ist auch die Barrierefreiheit ganz wichtig – damit die Freifläche für alle erlebbar ist“, sagt Stadtbaurat Frank Otte. „Gemeinsam wollen wir erste Ideen entwickeln, Anregungen sammeln und über die Zukunft der Freiräume diskutieren.“

Ab April startet dann ein freiraumplanerischer Wettbewerb, an dem 18 Landschaftsarchitekten in Zusammenarbeit mit Verkehrsplanern teilnehmen. Die Bürgerideen fließen in die Aufgabenstellung ein. Im Herbst soll dann das Ergebnis des Wettbewerbs vorgestellt werden.

Der Wettbewerb und die Umsetzung der Planungen werden über das Städtebauförderprogramm „Zukunft Stadtgrün“ mit Mitteln des Bundes und des Landes gefördert. Gefördert werden einzelne Vorhaben auf der Grundlage eines integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) als Bestandteil einer Maßnahme.

Hintergrund: Bei der Abschlusspräsentation zum Masterplan Innenstadt am 13. Februar wurde die Bürgerwerkstatt Ledenhof bereits angekündigt. Nachdem in zwei Veranstaltungen zum Masterplan Innenstadt jeweils ca. 100 Bürgerinnen und Bürger an der Gestaltung der Innenstadt mitgearbeitet haben, soll nunmehr als eine erste konkrete Maßnahme der Ledenhof und die Straße „Neuer Graben“ neu geplant und umgestaltet werden.

Bei der zweiten Bürgerwerkstatt wurden folgende Ergebnisse zum Ledenhof festgehalten:

Die Teilnehmenden sehen den Bereich des Ledenhofs als eine der großen Potenzialflächen der Innenstadt. Durch die zentrale Lage zwischen Einkaufs-City, Wallring und dem Bereich um das Schloss mit der universitären Nutzung bildet er ein räumliches Gelenk, welches auch besonderen Nutzungsanforderungen genügen muss.

Daher schlagen die Bürgerinnen und Bürger eine Gliederung des Platzes anhand der vorhandenen Topografie vor, beispielsweise durch Stufenelemente. Der heute sehr versiegelte Eindruck sollte einem Wechselspiel mit grünen, täglich nutzbaren Freiraumelementen weichen, die allerdings die multifunktionale Nutzbarkeit der Fläche nicht beeinträchtigen dürfen. Darüber hinaus werden Schloss und Ledenhof über Blickbeziehungen verbunden. Diese sollten ebenso gestärkt werden wie die Nutzung der Erdgeschosse am Platz.

Weitere Informationen unter: www.osnabrueck.de/masterplan-innenstadt


www.osnabrueck.de

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