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Bebauungsplan Nr. 571 - Wissenschafts- und Wohnpark Scharnhorstkaserne: Seit Juli 2013 rechtskräftig...

Der Bebauungsplan Nr. 571 - Wissenschafts- und Wohnpark Scharnhorstkaserne wurde am 05. Juli 2013 rechtskräftig. Die im nachfolgenden beschriebenen Entwicklungsziele wurden somit planungsrechtlich abgesichert.

Wissenschaftspark - Entwicklungsziel und Planung

Der Wissenschaftspark soll zu einem herausgehobenen Wirtschafts-, Unternehmens- und Forschungsstandort entwickelt werden. Ein wesentlicher Standortfaktor ist hier die Nähe zu den Hochschuleinrichtungen auf dem benachbarten Campus Westerberg. In vielen Städten hat sich gezeigt, dass vergleichbare Standorte in unmittelbarer Hochschulnähe besonders zur positiven Entwicklung von innovativen Unternehmen beitragen.
Die Zielgruppen für Ansiedlungen im Wissenschaftspark sind insbesondere Unternehmen und Forschungseinrichtungen, die innovativ und zukunftsgewandt ausgerichtet sind und von der unmittelbaren Nähe zur Hochschule und zur Universität Osnabrück profitieren.

Das InnovationsCentrum Osnabrück (ICO) ist der zentrale Motor des Wissenschaftsparks. Das ICO ist im Eingangsbereich des Wissenschaftsparks an der Sedanstraße entstanden. Das Gemeinschaftsprojekt von Stadt und Landkreis Osnabrück wurde mit Unterstützung der Stadtwerke Osnabrück AG und der Sparkasse Osnabrück entwickelt und aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) vom Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr gefördert. Das ICO bietet Platz und beste Voraussetzungen für kreative und technologieorientierte Gründer und Start-Ups unter anderem auch aus den hiesigen Hochschulen. Das ICO wurde mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 10,9 Millionen Euro errichtet und ist durch die nachhaltige Planung und Berücksichtigung neuester Energiestandards eines der modernsten Gebäude der Region geworden. Für die Mieter sind die dadurch entstehenden niedrigen Verbrauchskosten ein großes Plus.

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Wohnpark Scharnhorstkaserne - Entwicklungsziel und Planung

Im Juni 2012 erwarb die Wohnpark Scharnhorst GmbH die Teilfläche für den zukünftigen Wohnpark von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA). In enger Abstimmung mit der Stadt Osnabrück wurde in der 2. Jahreshälfte 2012 ein städtebaulicher Gestaltungswettbewerb ausgelobt. Ziel war es hier, die städtebauliche Planung für den Wohnpark durch Gebäudeentwürfe zu konkretisieren.

Die von der Stadt vorgegebene Mischung aus urbanem Wohnen und Arbeiten stellte nicht nur für die Gewinner des städtebaulichen Architektenwettbewerbes, das Büro LÉON WOHLHAGE WERNIK aus Berlin, eine spannende Herausforderung dar, sondern auch für den Investor, die Wohnpark Scharnhorst GmbH.

Ziel des Wohnparks Scharnhorstkaserne ist ein belebtes Quartier mit einer möglichst urbanen Nutzungsstruktur. Innovative Wohnformen, die den Aspekten des demographischen Wandels und der besonderen Lage in der Nachbarschaft zum Wissenschaftspark und zum Hochschulcampus Westerberg gerecht werden, sollen an dem neuen Standort realisiert werden. Zur Anwendung sollen auch optimierte energetische Gebäudekonzepte kommen, die dem Anspruch der Stadt Osnabrück als Teil der länderübergreifenden Masterplan-Region "100% Klimaschutz“ Rechnung tragen.

Der Wohnpark selbst wird in zwei verschiedene Bereiche aufgeteilt. Diese sollen den unterschiedlichen Wohn- und Lebensansprüchen der zukünftigen Nutzer und Bewohner gerecht werden.

Wohnen und Arbeiten sollen im „Wohnpark urban“ in einem ausgewogenen Verhältnis nebeneinander stehen. Dieses Quartier besteht aus vier Baufeldern: Herzstück ist mit rund 9.000 Quadratmeter das größte Baufeld B1. Die Baufelder B2 bis B4 stellen die sogenannte Mantelbebauung als städtebauliche Ergänzung nördlich und westlich vom B1-Baufeld gelegen dar. Das Konzept der Mischnutzung setzt neben dem Wohnangebot insbesondere auf die Ansiedlung von Dienstleistungen und Gewerbe wie beispielsweise Frisör, Ärzte, Rechtsanwälte, Steuerberater oder Ingenieurbüros aber auch gastronomische Einrichtungen sind für die Umsetzung des Mischgebietes wünschenswert.

Im Gegensatz dazu steht der „Wohnpark familiär“. Direkt angrenzend an die Grünfläche des im Bereich des Regenrückhaltebeckens realisierten Wasserparks, eingerahmt von der vorhandenen Einfamilienhausbebauung sowie der Markus-Kirche und der dazugehörigen Kindertagesstätte, ist im Norden des Quartiers ein kleineres, eher familiäres Wohnquartier geplant. Hier sind weniger dichte Baukubaturen  mit kleinteiligeren Gebäudestrukturen und einem deutlichen Wohngebietscharakter angedacht, um einen verträglichen Übergang zur Bestandsbebauung zu ermöglichen. Das Quartier soll sich durch eine Spielstraße und kurze Wege beispielsweise zur Kindertagesstätte und Grundschule auszeichnen.

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