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Siegerentwurf vorgestellt: Bäume und Barrierefreiheit sind die großen Themen beim Platz vor der Volkshochschule

Der Platz der Städtefreundschaften bekommt ein neues Gesicht. Der Zugang zur Volkshochschule soll barrierefrei werden und bleibt dabei ein grüner Ort mitten in der Stadt. Der Entwurf des Büros Brandenfels aus Münster überzeugte die Jury, die aus drei Vorschlägen wählen konnte. Baubeginn wird voraussichtlich 2022 sein.

Bäume und Barrierefreiheit – darauf legte Bewertungsgremium besonderen Wert. Das Gremium setzte sich zusammen aus externen Landschaftsplanern, Vertrerinnen und Vertretern der Stadt, der Politik, der VHS, einem Bürgerberater und nicht zuletzt Männern und Frauen aus dem Behindertenforum. „Die Volkshochschule liegt auf einem Hügel, der für Menschen mit Behinderungen oder auch allen, die einen Kinderwagen schieben, eine Hürde ist“, erläuterte Stadtbaurat Frank Otte. „Gleichzeitig sollten die Bäume erhalten bleiben. Ich bin sehr froh, dass das Behindertenforum uns so gut und kompetent unterstützt hat.“

Nach einer Bürgerwerkstatt im Januar wurden drei Büros für Freiraumplanung beauftragt, Gestaltungsentwürfe für den Platz der Städtefreundschaften zu erarbeiten. Der Siegerentwurf des Büros Brandenfels aus Münster überzeugte damit, dass der Platz seinen grünen Charakter behält. Der Jury hat aber besonders gut gefallen, wie das Büro mit der Aufgabe „Barrierefreiheit“ umgegangen ist. „Die Menschen, die eine Rampe brauchen, werden nicht an den Rand gedrängt und irgendwie zum Eingang geleitet“, sagt Frank Otte. „Die Barrierefreiheit ist stattdessen Hauptbestandteil des Entwurfs. Auf dem Weg nach oben gibt es viele Punkte zum Ausruhen oder Verweilen, die für alle da sind.“ 

Zwei bis drei Bäume müssen für diese Variante gefällt werden. Dafür ist das VHS-Gebäude wieder von der Straße aus zu sehen. Auf jeden Fall stehen, bleibt die mächtige Platane, sie ist ein Naturdenkmal. Es wird Plätze zum Sitzen geben und es ist auch ein Wasserspiel mit Bodenfontänen eingeplant. Das Stüwedenkmal wird voraussichtlich den Platz wechseln und Richtung Wall umziehen. Anstelle des holprigen Pflasters ist ein heller Beton vorgesehen. 

Dieser Entwurf wird jetzt der Politik vorgestellt und bei Gefallen weiter verfeinert. 2021 geht die Planung weiter und 2022 könnte dann mit der Neugestaltung begonnen werden.


Bürgerwerkstatt mit vielen Ideen, wie der Platz vor der VHS in Zukunft aussehen soll

Der Platz vor der Volkshochschule (VHS) soll neugestaltet werden. Damit nicht an den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger vorbeigeplant wird, werden sie – wie schon beim Masterplan Innenstadt – nach ihrer Meinung gefragt. In einer Bürgerwerkstatt haben 25 Frauen und Männer jetzt ihre Ideen eingebracht.

Ein großes Thema war, wie der Hügel barrierefrei werden kann. Ein weiterer Wunsch war eine hellere Beleuchtung und eine ansprechende Gestaltung als Auftakt zur Innenstadt im „magischen Dreieck“ zwischen Hegertor und Museumsquartier. Außerdem soll das Stüvehaus, in dem die VHS untergebracht ist, besser zu sehen sein. 

In zwei Gruppen sprachen die Bürgerinnen und Bürger über ihre Vorstellungen und Wünsche. „Besonders hilfreich war, dass auch drei Mitglieder des Behindertenforums mit dabei waren“, sagte Stadtbaurat Frank Otte. Dass es für Menschen im Rollstuhl beschwerlich ist, überhaupt zum Gebäude zu kommen, ist offensichtlich. „Hier haben wir wertvolle Hinweise bekommen, dass es clevere technische Innovationen gibt.“

Doch nicht nur Rollstuhlfahrer müssen Hindernisse überwinden. „Barrierefreiheit bedeutet auch, dass Sehbehinderte gut und sicher ankommen. Akustische Signale, die per App gesteuert werden, können eine große Hilfe sein. Auch darauf haben die Mitglieder des Behindertenforums dankenswerterweise hingewiesen“, so Dr. Tobias Pischel de Ascensão, Geschäftsführer der VHS. 

Das Behindertenforum wird weiter in die Planungen mit eingebunden, ebenso wie die Bürgerinnen und Bürger. Das Büro ANP aus Kassel wird die Anregungen aus der Bürgerwerkstatt in die Aufgabenstellung für die Beauftragung der Planung aufnehmen.

Groß ist zum Beispiel auch der Wunsch nach einem schöneren Bereich für die Außengastronomie und vielleicht sogar einem Platz für Veranstaltungen im Freien. Das Thema „Städtefreundschaften“ sollte sich zukünftig stärker in der Gestaltung des „Platzes der Städtefreundschaften“ wiederfinden. 

Die VHS soll in Zukunft besser sichtbar werden, im „magischen Dreieck“ zwischen Heger Tor und Museumsquartier. „Magisches Dreieck“ war auch ein Begriff, der in der Werkstatt gefallen ist und der den Teilnehmenden gefallen hat. All das bekommen die Planer jetzt ins Aufgabenheft geschrieben. 

Als nächster Schritt werden nun drei Büros für Freiraumplanung beauftragt, Gestaltungsentwürfe für den Platz der Städtefreundschaften zu erarbeiten. In einem Zwischenkolloquium werden die ersten Entwürfe dem Bewertungsgremium vorgestellt. Bis Ende Juni sollen die fertigen Entwürfe vorliegen. Hiervon wählt das Bewertungsgremium, unterstützt von sachverständigen Beratern wie dem Behindertenforum den Entwurf aus, der für die Umgestaltung zugrunde gelegt werden soll.


www.osnabrueck.de

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