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11.09.2019

Lange Klangnacht: Klangkonzerte an außergewöhnlichen kulturellen Orten in Osnabrück

Wie klingt Osnabrück abseits der bekannten Konzerthallen, Clubs und Kneipen? Die Besucherinnen und Besucher der Langen Klangnacht am Samstag, 21. September, werden von 18 bis 24 Uhr eingeladen, eine Vielzahl von Klangkonzerten auf einer Fahrradtour oder einzelne Programmpunkte bei einem Spaziergang zu erkunden. Dabei können sie neue, außergewöhnliche Orte entdecken, an denen mal laut und mal leise, mal harmonisch und dann auch wild musiziert, gespielt und geklungen wird. „Wir haben bewusst neue und ungewöhnliche Orte ausgesucht, um auch ein neues Publikum anzusprechen“, sagt Patricia Mersinger, Leiterin des städtischen Fachbereichs Kultur. „Zudem sind wir immer offen für Vorschläge, wo auf dem Stadtgebiet Performances stattfinden könnten.“

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(2019 09 11 Klangnacht SimonVonstein) Bestens mit dem Fahrrad zu erreichen sind die unterschiedlichen Spielorte während der Klangnacht. Vor dem Wasserhochbehälter der Stadtwerke Osnabrück stehen David Quitmann, Projektleiter der Langen Klangnacht, Joachim Dölker, Groove-Onkels, Heiner Gastmann, Projektgarten, Anke Bramlage, Fachbereich Kultur, Marcus Beuter, Trio Geplante Obsoleszens, Patricia Mersinger, Leiter Fachbereich Kultur, und Marco Gausmann vom Musikbüro. © Stadt Osnabrück, Simon Vonstein.
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(206161 P) GrooveOnkels; © Christian Apwisch
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(206164 P) Holger Schwetter; © Maria Otte
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(206165 P) Joachim Raffel, © Maria Otte
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(206160 P) Angelika Walter © Angelika Walter
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(206163 P) Heiner Gastmann © Heiner Gastmann
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(206162 P) Geplante Obsoleszenz Performance-Speicher © Martin Liebermann

Um mit ausreichend Energie in den Abend zu starten, veranstaltet das Projektbüro des städtischen Fachbereichs Kultur einen Einklang mit dem Osnabrücker Klangkünstler Ragnar Gischas, der die Besucherinnen und Besucher mit Klangschalen auf eine Phantasiereise mitnimmt. Los geht’s eine Stunde vor Beginn der Langen Klangnacht um 17 Uhr im Akzisehaus.

Start und Sammelpunkt der Langen Klangnacht ist mitten im Herzen der Stadt und doch versteckt zwischen Häuserfassaden und vielen Osnabrückern unbekannt: der Fritz-Wolf-Platz. Hier sammeln sich die Besucherinnen und Besucher und lauschen den Klängen der Singer und Songwriter auf der Unplugged-Bühne des Musikbüros. Den Anfang macht die Akustikmusikerin Fee Bee. Seitdem sie elf Jahre alt ist, macht Christina Fiebig Musik und ist seit 2016 unter ihrem Künstlernamen Fee Bee als Singer-Songwriterin auf deutschen Bühnen, aber auch auf Hochzeiten oder Gartenpartys unterwegs. Sie kreiert mit ihrer Gitarre, poetisch-melancholischen Texten und einer feinen Stimme einen Soundtrack, der für einzigartige Stimmung und mitunter für Gänsehaut sorgt.

Danach wird es rockig auf der Langen Klangnacht: Die Indie-Rocker von TONI TRASH bewegen sich mit brachialen Arrangements und sensiblen deutschsprachigen Texten stetig vorwärts. Impulsiv, herausfordernd und mit der richtigen Prise Schnickschnack, um ihre unbändige Energie zu betonen, überzeugen sie am liebsten mit ihrer starken Live-Performance. Bei der Klangnacht spielen sie ihre Songs exklusiv auf der Akustikgitarre.

Anschließend geht es in die Wüste zum Projektgarten Limberger Straße und zum Wandgemälde Musikexpress. Dort spielt zunächst der Gitarren-Virtuose Heiner Gastmann im Schrebergarten des Künstlerkollektivs und lädt Besucherinnen und Besucher ein, sich mit bereitliegenden Instrumenten am Konzert zu beteiligen. Am Musikexpress erwartet die Besucher die Künstlerin Angelika Walter mit einer musikalischen Führung, unterstützt durch die Lieder und Klänge, die sie zu dem Gemälde inspiriert hat. Außerdem reiht sich die Percussion-Gruppe Groove-Onkels in das regelmäßige Rattern der Züge über dem Musikexpress ein und nutzt die tolle Akustik der Unterführung für lebhafte Choreografien und gewaltige Drum-Solos auf Mülltonnen oder Glasflaschen.

Nächster Stopp ist der Westerberg: Auf der Spitze und damit auf einem der höchsten Punkte Osnabrücks gelegen, thront der ehemalige Wasserhochbehälter der Stadtwerke direkt am grünen Fahrradweg und gibt auf seinem Dach nicht nur einen wunderbaren Blick auf die Stadt und das Umland frei, sondern begeistert auch aufgrund seiner schneckenhausartigen Bauweise durch eine einmalige Akustik im Inneren. Diese macht sich das Trio Geplante Obsoleszenz zunutze und tritt nicht nur auf, sondern bespielt den gesamten Raum.

Im letzten Abschnitt der Langen Klangnacht geht es in den Hafen zum Lauten Speicher und zum KAFF. Der Laute Speicher ist die neue Musiker-Heimat im Kreativquartier am Osnabrücker Hafen. Nach dem Abzug des Britischen Militärs standen die ehemaligen Getreidespeicher am Osnabrücker Stichkanal lange leer, bevor die Osnabrücker Speicher GbR sie erneut mit Leben füllte. Seit der Eröffnung Anfang des Jahres sind bereits viele Osnabrücker Bands, Musiker, Künstler und Kreative eingezogen und haben die vielen Räume mit Leben gefüllt.

Auf dem Dachboden gibt es ein Konzert der Osnabrücker virtuosen Klangkünstler Holger Schwetter und Joachim Raffel. Die beiden Künstler finden sich an dem Abend extra zusammen und rezitieren in dieser Prämiere Texte von Holger Schwetter, unterstützt von Perkussion und Klang von Joachim Raffel. Den Abschluss am Lauten Speicher bildet die Gruppe Ryuu Daiko. Mit gewaltigen Trommeln sorgt die Gruppe für einen mitreißenden Wirbel, der die Zuschauer in seinen Bann zieht und erst loslässt, wenn die japanischen Großtrommeln verstummt sind.

Außerdem war im Eingangsbereich eine Klang-Automaten-Station geplant, an der durch individuelle Handlungen der Besucherinnen und Besucher ein eigens komponiertes Klangstück für jeden Nutzer erstellt werden sollte. Diese Performance muss leider abgesagt werden.

Gegenüber den beiden Speichern am Hafen liegt die neue Keimzelle des Kulturverein Petersburg e.V.: das K.A.F.F. ("K*ultur Am Fantastischen Freihafen"). Diese sprießt nun seit gut zwei Jahren und lädt nicht nur regelmäßig zum kreativen Austausch beim Hafenschnack, zur offenen Werkstatt oder gemeinsamen Fahrradreparatur ein. Der Freiraum und Kulturort ist auch ein Sammelbecken für viele Tanz-, Musik-, Kunst- und Theater-Begeisterte. An diesem Abend wird es klangvoll rund um das K.A.F.F. Ungewöhnliches unter freiem Himmel und selbstgemachte Sounds lassen sich erleben. Danach wird zum Ausklang der Tanzboden unter den Kastanien ausgerollt. Das Klangzentrum Osnabrück versetzt an diesem Abend die Kulisse zwischen Bäumen und alten Gebäuden in bunte Licht-Illuminationen und sorgt mit seiner mobilen Anlage und Beleuchtung für die richtige Unterstützung eines beeindruckenden Klangkonzertes mit Muschelhörnern, Didgeridoo und vielen weiteren Klangkörpern. Anschließend folgt die Aftershow-Party der Langen Klangnacht unter freiem Himmel und lädt mit weiteren Programmpunkten zum passenden Ausklang bis weit in die Nacht hinein ein.      

Das Projektbüro des städtischen Fachbereichs Kultur veranstaltet die Nacht zum Thema Klang am 21. September von 18 bis 24 Uhr. Die meisten Veranstaltungsorte sind überdacht und an einzelnen Stationen rundet ein genussvolles Getränke- und Gastro-Angebot das Programm ab.

Weitere Infos zu den jeweiligen Konzerten sowie den genauen Ablaufplan sind unter www.klang2019.de/klangnacht zu finden.


www.osnabrueck.de

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