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02.07.2019

Osnabrück Aktuell befasst sich mit dem Thema Sicherheit

Das Team Strategische Stadtentwicklung und Statistik der Stadt Osnabrück nimmt in der aktuellen Ausgabe der Osnabrück Aktuell das Thema Sicherheit in den Blick. Konkret geht es um die Frage, in welchem Verhältnis die gefühlte Sicherheit der Bevölkerung zur Kriminalstatistik in der Friedensstadt steht. Fazit: Die Zahl der Straftaten sinkt, die Bevölkerung nimmt dies aber kaum wahr.

Die Statistiker definieren Sicherheit als die Abwesenheit von Gefährdung sowie den Erhalt der psychischen und physischen Unversehrtheit. Für den Vergleich zogen sie die Kriminalstatistik der Polizeiinspektion Osnabrück heran sowie die Ergebnisse der 5. Koordinierten Bürgerbefragung zur Lebensqualität, bei der 500 Osnabrücker Bürgerinnen und Bürger befragt wurden.

Die Zahlen zeigen, dass die Anzahl der Straftaten zwischen 2010 und 2018 um rund vier Prozent zurückgegangen ist. Ein Maximum wurde 2014 mit 19.145 Straftaten erreicht, 2018 waren es noch 17.602. Demgegenüber steigt die Aufklärungsquote, die mit 61,1 Prozent im vergangenen Jahr ihren höchsten Wert in den vergangenen neun Jahren verzeichnet hat. Zugleich nimmt die Einwohnerzahl stetig zu. Während 2010 156.148 Einwohner in Osnabrück gemeldet waren und 117 Straftaten auf 1000 Einwohner kamen, waren es im vergangenen Jahr 169.108 Einwohner. Auf 1000 Einwohner kamen 104 Straftaten. Wichtig: Bei der Anzahl der Straftaten unterscheidet die Statistik nicht zwischen Gewalttaten und Straftaten ohne Anwendung physischer oder psychischer Gewalt. Lag der Anteil an Asylbewerbern unter den Tatverdächtigen 2015 noch bei 19,5 Prozent, hat er sich bis 2018 auf 9,51 Prozent mehr als halbiert. Die Zahl der Wohnungseinbruchdiebstähle sank von 298 Fällen 2017 auf 269 Fälle im Jahr 2018.

In den Antworten der Bürgerinnen und Bürger bei der Koordinierten Bürgerbefragung zur Lebensqualität wirkt sich die positive Entwicklung der Zahlen zur Sicherheit allerdings nur geringfügig aus. Das Thema Sicherheit liegt nach Platz vier bei der Befragung 2015 nur noch auf Platz sieben der für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wichtigsten Themen. Davor liegen die Themen Bildung und Ausbildung, Infrastruktur und Straßen, Wohnungswesen, Luftverschmutzung, öffentlicher Nahverkehr und Gesundheitsversorgung. Insgesamt 57,4 Prozent der Befragten gaben an, dass sie sich nachts in Osnabrück sicher fühlen. 2015 waren es noch vier Prozent mehr. Der Anteil jener, die der Aussage „ich fühle mich nachts in Osnabrück sicher“ überhaupt nicht zustimmen können, ist dagegen von 8,2 auf 12,4 Prozent gestiegen. Fragt man die Probanden dagegen nach ihrem Sicherheitsempfinden in der eigenen Wohngegend, sind die Zahlen deutlich besser. 79 Prozent stimmten der Aussage „ich fühle mich sicher, wenn ich nachts allein durch meine Wohngegend gehe“ eher beziehungsweise sehr zu.

„Als Fazit können wir festhalten, dass die Bedeutung des Themas Sicherheit in der Bevölkerung seit 2015 leicht zurückgegangen ist“, sagt Frank Westholt vom Team Strategische Stadtentwicklung und Statistik. „Gleichzeitig ist die gefühlte Sicherheit leicht rückläufig.“ Westholt hält es für möglich, dass es eine Verzögerung in der Wahrnehmung gibt: „Das ist eine interessante Frage, auf die die nächste Befragungsrunde Antworten liefern wird.“

Die neue Osnabrück Aktuell ist unter www.osnabrueck.de/Statistik abrufbar.


www.osnabrueck.de

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