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03.05.2021

Niedersächsisches Investitionsprogramm für kleine Kultureinrichtungen

Das Land Niedersachsen bietet ab sofort erneut ein Investitionsförderprogramm für kleine Kultureinrichtungen an. Der Landschaftsverband Osnabrücker Land e. V. (LVO) wird innerhalb dieses Programms ca. 71.000 Euro vergeben.

Kaff vielraum Reinhard Hoetten.
(Kaff vielraum Reinhard Hoetten) Die vom LVO bewilligten Fördermittel aus dem niedersächsischen investitionsprogramm für kleine Kultureinrichtungen ermöglichten es dem Kulturverein Petersburg e. V., in seinen neuen Räumen im Osnabrücker Hafen Bau- und Brandschutzmaßnahmen umzusetzen. Foto: Reinhard Hötten

Kleine Kultureinrichtungen gewährleisten die Vielfalt des kulturellen Lebens in Niedersachsen. Als Orte der Begegnung leisten sie einen wichtigen Beitrag für den sozialen Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Darüber hinaus sind sie für die Regionalentwicklung in einem Flächenland wie Niedersachsen von besonderer Bedeutung, da Kultureinrichtungen wichtiger Bestandteil eines attraktiven Lebens- und Wohnumfelds sind. Das Förderprogramm zielt darauf ab, notwendige Anschaffungen zu ermöglichen sowie die bauliche und technische Infrastruktur so weiterzuentwickeln, dass ein attraktives und zeitgemäßes Kulturangebot vorgehalten werden kann. Das Programm soll darüber hinaus zur Stärkung des ehrenamtlichen Engagements und privater Initiativen im Kulturbereich beitragen.

Das Programm richtet sich an kleine Kultureinrichtungen, die in der Regel über nicht mehr als drei Vollzeitstellen verfügen oder nicht mehr als fünf eigenproduzierte Neuproduktionen im Kalenderjahr durchführen. Gefördert werden bauliche Maßnahmen inklusive Erhaltungsmaßnahmen, digitale Infrastruktur, Veranstaltungstechnik, Maßnahmen zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität, - Maßnahmen zur Verbesserung der inhaltlichen Qualität sowie Anschaffungen zur Gewährleistung des Kulturbetriebs.

Das Investitionsprogramm besteht aus zwei Förderlinien: In der Förderlinie 1 können Anträge mit Fördersummen von 1.000 Euro bis 25.000 Euro direkt beim Landschaftsverband Osnabrücker Land e. V. gestellt werden. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die im Rahmen der Ausschreibung beantragten Maßnahmen auch Bestandteil von Förderanträgen an weitere Zuwendungsgeber sein können. Zudem darf der Bewilligungszeitraum über das Jahr 2021 hinaus bis zum 31.12.2022 reichen.

Die Antragsunterlagen finden sich unter www.lvosl.de/foerderprogramm/investitionsfoerderprogramm_2021.php. Ansprechpartnerinnen für die Förderlinie 1 des Investitionsförderprogramms sind Dr. Susanne Tauss (T 0541.600585-0, info[at]lvosl.de) und Nina Hauff (T 0541.600585-12, hauff[at]lvosl.de).

In der Förderlinie 2 können Fördersummen über 25.000 Euro bis zu 75.000 Euro beantragt werden. Diese Anträge sind direkt bei Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur zu stellen.

Der Stichtag für die Antragsabgabe in beiden Förderlinien ist der 30.6.2021.

„Sanierungsmaßnahmen am Museum dank Unterstützung durch das Land Niedersachsen erfolgreich abgeschlossen". Diese Erfolgsmeldung konnte der Verein zur Erhaltung historischer Landtechnik e. V. in Glandorf im Januar 2021 auf seiner Homepage verkünden. Bei den Vorhaben handelt es sich um den Einbau einer energiesparenden Beleuchtung und die Erneuerung der Brandmeldeanlage.

Die alte Mädchenschule in Ostercappeln erhielt eine Rampe, die nun einen barrierefreien Zugang zum Gebäude ermöglicht. Dort realisiert der Kulturring Ostercappeln regelmäßig Ausstellungen.

Auch am Osnabrücker Hafen wurden Investitionsfördermittel eingesetzt. Der Kulturverein Petersburg betreibt dort das K.A.F.F. auf dem Gelände der ehemaligen Winkelhausenkaserne. Das Gebäude war stark sanierungsbedürftig; u. a. mit Unterstützung des LVO konnten dort Fußböden erneuert, Panikschlösser eingebaut und Brandschutzmaßnahmen realisiert werden

LVO-Geschäftsführerin Dr. Susanne Tauss konstatiert: "Die in der gesamten Region gut 67.000 Euro, die der LVO 2020 an Investitionsmitteln vergeben konnte, wurden sehr gut eingesetzt. Ich freue mich, dass wir damit vielfach helfen konnten, den vorhandenen Investitionsstau weiter abzubauen."


www.osnabrueck.de

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