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15.09.2020

Der „Kunstpreis Osnabrück 2020“ geht an Marvin Knopf

Der Förderpreis wird Katja Staats verliehen

Am 11. September wurde zum dritten Mal der „Kunstpreis Osnabrück“ verliehen. Die Jury vergab den mit 10.000 Euro dotierten Hauptpreis an Marvin Knopf. Der Förderpreis in Höhe von 2.000 Euro wurde an Katja Staats verliehen.

Kunstpreis Osnabrück 2020 c AngelavonBrill 93.
(Kunstpreis Osnabrück 2020 c AngelavonBrill 93) Preisträger des „Kunstpreises Osnabrück 2020“. Marvin Knopf (Hauptpreis) und Katja Staats (Förderpreis); Foto: Angela von Brill

Die Begründungen der Jury:

Hauptpreis: Marvin Knopf

Marvin Knopf hat an der Universität Osnabrück bis 2020 studiert und kann bereits erste Ausstellungen vorweisen. 2015 und 2019 war er für den Piepenbrock Kunstförderpreis nominiert.

Marvin Knopfs Arbeiten haben die Jury auf besondere Weise beeindruckt, so dass diese einstimmig beschloss, den Hauptpreis diesmal einem jungen Künstler zu verleihen. Denn diese Bilder bündeln so vieles und schaffen damit einen weiten Betrachtungsraum: Zufall und doch kontrollierte Komposition, Spannung und doch auch Ruhe, Fläche und zugleich Räumlichkeit, Farbintensität neben Leere, ein malerischer Gestus hier, eine spärliche Kritzelei dort, Farbüberlagerungen gebrochen durch schnelle Schlenker aus der Spraydose. Und dennoch strahlen die Bilder gekonnte Harmonie aus. Der Betrachter kann verweilen und eintauchen. Die Tiefe des Raumes entdecken oder im Abstrakten Narrationen ersinnen: Was war zuerst da? Was folgte? Warum endet es hier? Oder einfach die Farben und Linien auf sich wirken lassen. Denn, so nennt Marvin Knopf seine Arbeitsreihe selbst: „Es ist, was es ist.“

Förderpreis: Katja Staats

Katja Staats hat zwischen 2000 und 2005 an der Universität Osnabrück studiert und ist Mitglied im BBK Osnabrück. Sie arbeitet seither als freischaffende Künstlerin und Kunstpädagogin mit Ausstellungen in Osnabrück, Hamburg und Lüneburg. 2005 gewann sie den Piepenbrock Kunstförderpreis und erhielt u.a. 2011 den Daniel-Frese Kunstpreis in Lüneburg.

Katja Staats Fotografien haben die Jury überzeugt, da sie in ihrer kompositorischen Dichte Räume des Nachdenkens öffnen. Die Bildausschnitte erfassen Übersehenes und setzten Unbedeutendes in Szene. Die kompositorische Anordnung eines Stück Bodens, einer Zimmerecke, einer Rohrleitung, einer Steckdose oder eines angeschnittenen Stücks Vorhang kreiert ein dynamisches Spannungsfeld als wäre es abstrakte Malerei. Doch es handelt sich um Schwarzweißfotografien, die einen Ausschnitt eines konkreten Ortes dokumentieren: das Wartezimmer einer Praxis. Katja Staats gibt uns Einblick in eine intime Lebenssituation, ohne jedoch diese zu offensichtlich in ihren Arbeiten auszutragen. Für den Betrachter ist sie dennoch nachvollziehbar. Sind es nicht gerade diese Ecken, diese sonderbaren Details, in denen sich ein sorgenvoll Wartender verliert?

Die Jury

  • Frau Meike Behm, Direktorin der Kunsthalle Lingen
  • Frau Dr. Ulrike Hamm, Vorsitzende des Vorstands des Museums- und Kunstvereins Osnabrück
  • Herr Prof. Dr. Wulf Herzogenrath, Direktor der Sektion Bildende Kunst der Akademie der Künste in Berlin
  • Frau Prof. Dr. Barbara Kaesbohrer, Professorin für zeitbasierte Kunst an der Universität Osnabrück
  • Herr Nils-Arne Kässens, Direktor des Museumsquartiers Osnabrück

Der „Kunstpreis Osnabrück“ für regionale Kunst wurde vom Museums- und Kunstverein Osnabrück e. V. (MuK) eingerichtet und wird maßgeblich von der Sievert Stiftung für Wissenschaft und Kultur gefördert.

Die Ausstellung ist noch bis zum Sonntag, 27. September 2020 im Oberlichtsaal des Museumsquartiers Osnabrück zu sehen. Der Katalog kostet 8 Euro.

www.muk-kunstpreis.de


www.osnabrueck.de

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