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09.09.2020

Stadt Osnabrück ist Klimakommune 2020

Die Stadt Osnabrück ist Niedersächsische Klimakommune 2020. In Hannover wurde die Stadt für die Klimaanpassungsprojekte „Osnabrücker Gründachstrategie“ und „WebGIS-gestütztes Unterrichtsmodul“ ausgezeichnet. Die Stadt Osnabrück erhält den mit 20.000 Euro dotierten ersten Preis, der alle zwei Jahre verliehen wird, bereits zum zweiten Mal nach 2016. Ebenfalls als Klimakommune 2020 ausgezeichnet wurde die Stadt Oldenburg.

Osnabrueck Niedersaechsische Klimakommune 2020.
(Osnabrueck Niedersaechsische Klimakommune 2020) Oberbürgermeister Wolfgang Griesert (links) und Detlef Gerdts, Leiter des Fachbereichs Umwelt und Klimaschutz, freuen sich über die Auszeichnung der Stadt Osnabrück als Niedersächsische Klimakommune 2020. Foto: © Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen

„Die Stadt Osnabrück überzeugt durch ihr umfassendes und systematisches Engagement für Klimafolgeanpassung durch urbanes Grün“, heißt es in der Begründung der Jury. „Ich freue mich über diesen Preis besonders, weil er vielfältige Ebenen unseres städtischen Engagements für den Klimaschutz würdigt“, sagte Oberbürgermeister Wolfgang Griesert. So umfasst allein die Osnabrücker Gründachstrategie sechs Bestandteile, die eng aufeinander abgestimmt sind. Sie alle zielen darauf ab, das Potenzial von Gebäuden mit flach geneigten Dächern für eine Begrünung und damit für eine Verbesserung des Stadtklimas zu nutzen.

Dass eine solche Begrünung viel bewirken kann, zeigt die Analyse, die die Stadt dabei erstellt hat: Rund 35.000 Gebäude im Stadtgebiet sind grundsätzlich – statische Fragen ausgeklammert – für eine Begrünung geeignet. Unter geo.osnabrueck.de/gruendach können Bürgerinnen und Bürger nachsehen, ob ihr Dach dazugehört. Zusammen haben die geeigneten Dächer eine Fläche von 3,6 Millionen Quadratmetern. Derzeit sind 157.000 Quadratmeter begrünt, was einer Fläche von rund 225 Fußballfeldern entspricht. Eine Begrünung bindet bei Starkregen Wasser, kühlt in heißen Sommernächten die Luft, bindet Kohlenstoffdioxid und dient als Lebensraum für Insekten.

Wer sich als Unternehmen, Institution oder privat für eine Begrünung entscheidet, kann zudem eine Zuwendung aus dem Förderprogramm Grün statt Grau der Stadt erhalten. Auch in die Bauleitplanung hat die Stadt die Begrünung von Dächern 2019 aufgenommen. Selbst geht die Stadt mit gutem Beispiel voran: 2019 hat der Rat beschlossen, bei Neubauten oder Sanierungen eigener Gebäude grundsätzlich eine Dach- und Fassadenbegrünung vorzusehen. Geprüft wird zudem eine Freiraumgestaltungssatzung mit dem Ziel, auch noch unbegrünte Dächer im Bestand zu erreichen.

„Dass wir all diese eng verzahnten Maßnahmen in einer effektiven Strategie bündeln konnten, ist vielen verschiedenen städtischen Fachbereichen zu verdanken“, sagt Detlef Gerdts, Leiter des Fachbereiches Umwelt und Klimaschutz. Mit seinem Fachbereich arbeiten der Eigenbetrieb Immobilien- und Gebäudemanagement sowie die Fachbereiche Städtebau und Geodaten und Verkehrsanlagen eng zusammen.

Doch nicht nur für die Gründachstrategie, sondern auch für ein „WebGIS-gestütztes Unterrichtsmodul“ wurde die Stadt ausgezeichnet. Dieses hat die Studentin Janine Wagenfeld während eines Praktikums im Rahmen einer Bachelorarbeit begleitet durch den Fachbereich Umwelt und Klimaschutz erarbeitet. Über ein onlinebasiertes Geoinformationssystem können Schülerinnen und Schüler in drei Unterrichtsstunden die aktuellen Ergebnisse zum Stadtklima und des Klimawandels in Osnabrück behandeln. Ziel ist es, den Jugendlichen das ansonsten häufig global betrachtete Thema Klimawandel und Klimaschutz auf lokaler Ebene zu vermitteln. Für die technische Umsetzung mittels digitaler Medien hat das weltweit agierende Unternehmen Esri Janine Wagenfeld 2018 in San Diego in den USA mit dem International Young Scholar Award ausgezeichnet. Das Modul nutzen inzwischen deutschlandweit Schulen.

Die Fördersumme von 20.000 Euro möchte die Stadt übrigens in die Begrünung eines weiteren Daches auf einem städtischen Gebäude investieren.


www.osnabrueck.de

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