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24.07.2020

Hohe Qualitätsstandards am Osnabrücker Krematorium

Das Krematorium der Stadt Osnabrück trägt bereits seit 2014 das Siegel „Kontrolliertes Krematorium“. Mit diesem Gütesiegel belegt die Einrichtung einen besonders pietätvollen Umgang und hohe Qualitätsstandards. Die freiwillige Selbstverpflichtung wird alle drei Jahre durch eine neutrale Institution geprüft. Eva Güse, Verantwortliche für die Friedhöfe und das Krematorium der Stadt Osnabrück, berichtet über ihre Motivation und den Servicegedanken des Siegels.

Kontrolliertes Krematorium Eva Güse.
(Kontrolliertes Krematorium Eva Güse) Eva Güse, Abteilungsleiterin Friedhöfe und Bestattungen beim OSB, und das Siegel "Kontrolliertes Krematorium". Foto: Katrin Hofmann

Gerade bei der Unterstützung der Angehörigen und der Bestattungsunternehmen im Umgang mit Tod und Trauer ist es von besonderer Bedeutung, hohe Qualitätsstandards im Bereich Transparenz und Pietät einzuhalten. Als Ansporn, immer besser zu werden, unterzieht sich das städtische Krematorium seit sechs Jahren der Siegel-Prüfung nach den Standards des Arbeitskreis Krematorien beim Deutschen Städtetag. „Uns ist es ein wichtiges Anliegen, als Stadt auch im Todesfall eine gute Daseinsfürsorge für unsere Bürgerinnen und Bürger zu bieten. Hierzu gehört neben dem Betrieb und der Unterhaltung der 13 städtischen Friedhöfe auch das Krematorium als eigenständiger Betrieb gewerblicher Art“, erklärt Eva Güse. Für das Siegel erfüllt das Krematorium alle Qualitätsanforderungen in den Bereichen Ethik, Totenwürde, Verwaltungsabläufe und Umwelttechnik.

Siegel kontrolliertes Krematorium als Auszeichnung
Im technischen Bereich werden alle gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte seit vielen Jahren weit unterschritten, kontinuierlich dokumentiert und durch die Umweltbehörde überprüft. „Im Bereich der Arbeitsorganisation ist und bleibt das Siegel ein Ansporn, die Abläufe zu überprüfen und genau zu dokumentieren. Für die Mitarbeiter ist es eine Verpflichtung, sich engagiert für die Belange von Angehörigen und Bestattern einzusetzen“, erläutert Eva Güse. Der technische Leiter des Krematoriums, Andrew McCulloch ergänzt, „Wir wissen um die Schwere der Zeit für die Angehörigen und gehen auf die Wünsche und Bedürfnisse besonders ein. Durch die Lage auf dem Heger Friedhof gibt es freundlich gestaltete Räume, in denen eine letzte Verabschiedung möglich ist. Wenn gewünscht, können die Angehörigen bei der Übergabe an das Feuer anwesend sein, auch wenn dies aktuell durch Corona stark eingeschränkt werden musste“

Hinter den Kulissen herrscht ein Zweischichtbetrieb zwischen vier und 21 Uhr. „Dadurch können wir eine schnelle Einäscherung bieten, was manchmal besonders wichtig ist", so Andrew McCulloch. Zudem haben die Bestatter rund um die Uhr Zugang zum Krematorium. Und Transparenz gehört ebenso dazu: Die monatlichen Führungen sind aufgrund der Pandemie zurzeit ausgesetzt, hatten aber in der Vergangenheit immer sehr regen Zuspruch aus der Bevölkerung.

Umweltfreundliche und moderne Anlage
Die Feuerbestattung hat am Heger Friedhof eine langjährige Tradition. Das Krematorium nahm 1937 den Betrieb auf, der Sinnspruch „Flamme löse das Vergängliche, befreit ist das Unsterbliche“ ist noch immer im denkmalgeschützten Gebäudeteil zu sehen. In den neunziger Jahren wurde an den älteren Gebäudekomplex ein neues Krematorium mit einer moderneren Filtertechnik und zwei Öfen angebaut und 2009 aufgrund gestiegener Umweltanforderungen weiter modernisiert. Die kontinuierlich gemessenen Emissionen liegen weit unter den gesetzlich vorgegebenen Grenzwerten. Der Umweltgedanke setzt sich weiter fort: Heute werden vergängliche Bio-Urnen verwendet.


www.osnabrueck.de

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