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Stadtklima

Klima Grafik Wärmeinseleffekt

Dichte Bebauung, ein hohes Maß von Bodenversiegelung, die fehlende Durchsetzung mit Grün sowie hohe Emissionen (z. B. Luftschadstoffe oder Abwärme)  führen in Städten und Ballungsräumen zu einem besonderem Klima, das sich deutlich von dem des Umlandes unterscheidet. Kennzeichnend für das Stadtklima sind wärmere Temperaturen, höhere Schadstoffbelastungen, niedrigere Windgeschwindigkeiten und Luftfeuchtigkeit sowie eine schlechtere Durchlüftung. Der Klimawandel und der urbane Bebauungsdruck erhöhen die Belastung des Stadtklimas. Hitze und eine schlechte Frischluftversorgung wirken sich wiederum negativ auf die Gesundheit von Mensch, Flora und Fauna aus. Besonders belastet werden sensible Bevölkerungsgruppen wie Kinder, kranke und ältere Menschen. Deshalb ist es wichtig, das Stadtklima im Auge zu behalten und mit verschiedenen Maßnahmen einer Verschlechterung entgegenzuwirken. Mit Daten zur Temperatur, zum Kaltluftgeschehen und zur Luftqualität kann erfasst werden, wie gut die Siedlungsgebiete Osnabrücks mit Fischluft versorgt werden und welche Bereiche sich aufgrund mangelnder Durchlüftung bzw. starker Versiegelung besonders stark aufheizen.

Die Überwärmung ist besonders nachts zu spüren, wenn sich die Gebäude und der versiegelte Boden den Tag über stark aufgeheizt haben. Das Phänomen des Aufheizens wird als "städtische Wärmeinsel" bezeichnet.

Doch auch bei den in der kalten Jahreszeit auftretenden Inversionswetterlagen ist das Stadtklima beeinträchtigt. Oft kommt es aufgrund der austauscharmen Wetterlage (Inversion) zu hoher Schadstoffbelastung der bodennahen Luft. Am Boden kühlt die Luft stark ab. Verwirbelungen durch aufsteigende, warme Luft bleiben aus. Zudem ist es häufig recht windstill, so dass auch die Bewegung der Luft durch den Wind fehlt. Kennzeichnend ist eine stabile Schichtung der Luft, deren Temperatur mit der Höhe zunimmt. Schadstoffe können nicht abfließen. Die Folge ist Smog.

Auch der globale Klimawandel wirkt sich auf das Stadtklima aus. In Osnabrück hat sich die Durchschnittstemperatur pro Dekade (10 Jahre) seit 1952 bereits um 1,4 °C erhöht. Die Anzahl an heißen Tagen mit einer Tagestemperatur über 30 °C hat sich verdreifacht. So steigen die Temperaturen in Städten infolge außergewöhnlich langer Hitzeperioden besonders stark an und verursachen eine stärkere gesundheitliche Belastung der Bevölkerung. Immer häufiger auftretende Stürme und Starkregenereignisse können zu schweren Schäden an der städtischen Infrastruktur führen.


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