Navigation über die Inhaltsbereiche dieser Seite

Der Hauptinhaltsbereich - hier finden Sie Artikel zum Thema Pflanzenwelt am Piesberg

Pflanzenwelt am Piesberg

Durch die Jahrhunderte währende Nutzung, insbesondere durch den Gesteinsabbau, entstand am Piesberg eine vielfältige Geländestruktur: Steilwände und Hänge mit unterschiedlichen Neigungen und Expositionen sowie ebene Flächen schufen die Bedingung für eine Vielfalt von Pflanzengesellschaften, die mosaikartig miteinander verzahnt sind.

Eichen-Buchen-Wälder und Hainsimsen-Buchen-Wälder bilden die potenzielle natürliche Vegetation auf den nährstoffarmen, flachgründigen Braunerden des Piesbergs. Doch sind diese ursprünglichen Laubmischwälder bis auf wenige Relikte verschwunden. Heute bestehen die Waldflächen des Kernbereichs überwiegend aus Pionierwäldern unterschiedlichster Ausprägung. Meist bilden Salweiden, Zitterpappeln, Ebereschen und Hänge-Birken die Baumschicht dieser oft reich strukturierten Bestände. Neben Fichtenforsten treten in kleineren Beständen strukturreiche Eichen-Buchen-Wälder und Buchenwälder (auch mit älteren, mächtigen Baumindividuen) auf. Ebenfalls kleinflächig finden sich Erlenbrüche, Erlen-Eschen-Wälder und durch feuchte Standortbedingungen geprägte Eichen-Hainbuchen-Wälder.

Neben den Waldbeständen sind vor allem die offenen, gehölzfreien Bereiche im Piesberg prägend: die Steilwände, Bruchwände, Schuttkegel und Haldenkörper sind weitgehend vegetationsfrei, gelegentlich spärlich mit Moosen und Flechten bewachsen oder von Schlagfluren bestanden.

Auf der Steinbruchsohle konnten sich auf verdichteten Böden oder in staunassen Bereichen Wasserflächen entwickeln: Kleingewässer, die teils ganzjährig wasserführend, teils nur temporäre Tümpel sind. Diese Stillgewässer weisen oft einen Verlandungsbereich mit verschiedenen Röhrichtbeständen sowie Hochstauden und Binsensümpfe auf.
Die Artenliste der erfassten Farn- und Blütenpflanzen zählt 434 Arten, von denen 17 Arten auf der Roten Liste Niedersachsen geführt werden und gemäß § 10 Bundesnaturschutzgesetz neun Arten besonders geschützt sind und eine Art streng geschützt ist.

Zum Herunterladen


www.osnabrueck.de

Datenschutz | Impressum | Urheberrechte © 1996-2017: Stadt Osnabrück | Tel: 0541 323-0

zum Seitenanfang mit der Seitenbereichsnavigation springen