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Knieanbetungsstein

Lageplan
Lageplan

Im Jahr 2005 wurde der fast vergessene Knieanbetungsstein wiederentdeckt, eine 4 × 4 m große Felsplatte aus Piesberger Konglomerat. Sein Name leitet sich von vier auffälligen Mulden ab, die als Fuß- und Knieabdrücke interpretiert werden können. Wie die Johannissteine wurde der Knieanbetungsstein mit Kult- und Opferhandlungen der Germanen in Verbindung gebracht. Archäologisch lässt sich dies allerdings nicht nachweisen. Unter dem Namen „Heiligen-Stein“ wird dieser erstmals 1839 in der Beschreibung der altertümlichen Stätten des Kirchspiels Wallenhorst erwähnt. Insgesamt sind die historischen Belege jedoch spärlich. Auch alte Sagen sind nicht überliefert. Dies ändert sich erst Anfang des 20. Jahrhunderts. In den 1930er Jahren erfuhr der Knieanbetungsstein mit dem vermehrten Interesse an der „germanischen“ Vergangenheit größere Aufmerksamkeit. Die eigenartigen Spuren sowie weitere vermeintlich künstliche Einritzungen wurden astronomisch gedeutet und historisch-ideologisch verklärt. Tatsächlich gehören rundliche Eintiefungen zu den häufigsten und möglicherweise ältesten Motiven der vorgeschichtlichen Felsbildkunst. Für die Piesberger Felsplatte ist aber auch eine natürliche Entstehung der Vertiefungen nicht auszuschließen. Bedeutung und Funktion des Knieanbetungssteins bleiben somit unklar.

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