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Der Steinbruch am Piesberg

Nach der Schließung der Kohlezeche im Jahr 1898 baute der Georgs-Marien-Bergwerks- und Hütten-Verein den ebenfalls am Piesberg gelegenen Steinbruch weiter aus, bis schließlich 1923 die Klöckner-Werke AG den Betrieb übernahm. Der Steinbruch im Piesberg galt lange Zeit als größter Hartsteinbruch in Europa. In ihm werden rund 300 Millionen Jahre alte Sandsteine aus der Oberkarbonzeit abgebaut, die zu Splitt, Schotter und Wasserbausteinen weiter verarbeitet werden. Neben dem extrem harten Sandstein, "Piesberger Karbonquarzit" genannt, treten in Wechsellagerung Kohleflöze und zum Teil fossilreiche Tonsteine auf. Der zunächst noch mit Pferdefuhrwerken mühsam bewältigte Transport wurde in späteren Jahren durch den Einsatz von Benzol-Lokomotiven erleichtert. Bis zur Abfuhr des gesprengten Gesteins durch Schwerlastkraftwagen ab 1958, erschloss ein Schienennetz von über 60 Kilometer Länge den Berg. Das in Steinbrecheranlagen zur gewünschten Korngröße aufbereitete Material findet nach wie vor im Wege- und Straßenbau sowie im Wasserbau Verwendung.

Im Zentrum des Geländes haben Kohlebergbau und Gesteinsabbau ein topografisch bemerkenswertes Relikt hinterlassen. Die so genannte Felsrippe ist mit 188 Metern der höchste Punkt Osnabrücks und bietet dem Besucher ein besonderes Höhenerlebnis im direkten Kontrast zwischen der Weite der Landschaft und der Tiefe des Kraters. Unter den Flügeln der vier Windkraftanlagen erhält man einen faszinierenden Überblick über die Stadt und die gesamte Region.

CEMEX Kies & Splitt GmbH

Heute betreibt die CEMEX Kies & Splitt GmbH den Steinbruch im Piesberg. Die hochwertigen Grundstoffe finden regionalen und überregionalen Absatz im Straßen- und Wasserbau. Zunächst wird der Sandstein mittels moderner Sprengtechnik (Großlochsprengung) abgesprengt und dann mit Schwerlastkraftwagen zur Aufbereitungs- und Klassierungsanlage transportiert, wo er in zwanzig verschiedene Korngrößen gebrochen werden kann. Etwa zwei Drittel des abgebauten Materials sind heute wirtschaftlich verwertbar, das sind derzeit etwa 1,3 Millionen Tonnen jährlich. Das nicht verwertbare Material, der Abraum, aus dem auch die Halde im Norden des Berges besteht, wird heute im Steinbruchgelände auf bereits abgebauten Flächen wieder verschüttet.

Das gesamte Betriebsgelände umfasst rund 100 Hektar, wobei auf die genehmigte Abbaufläche derzeit etwa 55 Hektar entfallen. Im Jahr 2005 wurde die Brecheranlage am Schwarzen Weg nach der Fertigstellung einer neuen Aufbereitungs- und Klassieranlage im Randbereich der geplanten Abbaufläche aufgegeben. Durch organisatorische Umstrukturierungen kann seit 2005 ebenso auf die Materiallager am Süberweg verzichtet werden. Die zum Abbau genehmigten Gesteinsvorkommen reichen noch bis etwa ins Jahr 2030.

Weitere Informationen: www.cemex.de

Zentraldeponie Piesberg

Nach der Einstellung des Gesteinsabbaus im Südfeld (1973) begann man 1976 den Steinbruch als Zentraldeponie zu nutzen. Die etwa 24 Hektar große Fläche ermöglichte der Stadt und dem Landkreis Osnabrück bis zur Schließung im Jahr 2005 die Beseitigung von rund sechs Millionen Kubikmeter Abfall. Die ursprüngliche Form des Berges wird in den nächsten Jahrzehnten durch eine nachträgliche Abdeckung und Rekultivierung des Deponiebereiches wieder hergestellt. Die Abdeckung der Deponie wird in zwei Stufen erfolgen, wobei die erste Stufe lediglich vorübergehenden Charakter hat. Erst nach Abschluss der Setzungen durch noch länger stattfindende Verrottungsprozesse erfolgt die endgültige Abdeckung der Deponie.


www.osnabrueck.de

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