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Piesbergstollen

Eingang des Heintzmannschen Stollens
Eingang des Heintzmannschen Stollens
Bechstein-Fledermaus
Bechstein-Fledermaus
Teichfledermäuse
Teichfledermäuse

Das Gebiet besteht aus zwei aufgelassenen Bergbaustollen im Steinbruch des Piesbergs, dem im Landkreis (Gemeine Wallenhorst) liegenden Lechtinger Tiefstollen und dem im Stadtgebiet befindlichen Heintzmannschen Stollen.

Der Heinzmannsche Stollen hat eine Breite von vier bis fünf Meter und eine Höhe von zwei bis fünf Meter. Der derzeit begehbare Teil endet nach knapp 100 Metern. Das Gestein weist eine große Zahl an Spalten und Klüften auf. Der Stollen bietet viele Versteckmöglichkeiten für Fledermäuse und weist somit gute Quartiereigenschaften für die Tiere auf.

Bedeutung für Natura 2000

Das Gebiet wurde ausgewählt aufgrund des bedeutenden Fledermausvorkommens. Im Heintzmannschen Stollen, der unter der Felsrippe mit den Windkraftanlegen liegt, finden sich Vorkommen von Großem Mausohr, Teichfledermaus und Bechsteinfledermaus, auch ältere Einzelnachweise der Mopsfledermaus liegen vor.

Damit sind alle vier niedersächsischen Anhang II-Arten der FFH-Richtlinie dort nachgewiesen. Weiterhin kommen Wasserfledermaus, Fransenfledermaus, Braunes Langohr und Bartfledermaus vor. Die Fledermäuse nutzen den Stollen sowohl als Winterquartier als auch im Sommer als Schwärmquartier.

Insgesamt konnten bisher im Heinzmannschen Stollen neun verschiedene Fledermausarten mit bis zu 75 Tieren nachgewiesen werden. Er gehört damit zu den artenreichsten und individuenreichsten Quartieren im Stadtgebiet.

Die alte Eingangssicherung war defekt und abgängig, der Stollen konnte betreten werden. Das Mundloch des Stollens wurde im Sommer 2001 fledermausgerecht gesichert. Durch den Einbau von Edelstahlrohren wurde einerseits  der Zugang für unbefugte Personen verhindert. Andererseits blieb der ungehinderte Zuflug für Fledermäuse erhalten. Gleichzeitig wird eine ausreichende Bewitterung des Stollens sichergestellt.

Beide Stollen liegen im Landschaftsschutzgebiet und sollen als Naturdenkmale ausgewiesen werden. Die Erhaltungsziele ergeben sich aus dem anzustrebenden günstigen Erhaltungszustand der Fledermausarten.

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www.osnabrueck.de

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