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Vögel

Feldlerche
Feldlerche
Brutgebiete Feldlerche
Brutgebiete Feldlerche
Kohlmeise
Kohlmeise

In Osnabrück wurde im Auftrag der Stadt eine Brutvogelkartierung des gesamten Stadtgebiets unter der Federführung von Dr. Gerhard Kooiker durchgeführt. Die ornithologischen Bestandsaufnahmen im Gelände wurden in den Jahren 2000 bis 2003 vorgenommen.  Die Ermittlung der Brutvögel erfolgte durch halbquantitative Rasterkartierung nach den standardisierten Erfassungsmethoden Linientaxierung und Revierkartierung.

Auf dieser Datenbasis wurde zu jeder Brutvogelart des Stadtgebietes eine Rasterkarte auf der Basis des Gitternetzes eines Quadratkilometers (mit insgesamt 142 Quadranten) erstellt. Die Karten geben das Verbreitungsmuster und die Häufigkeit der jeweiligen Art im Stadtgebiet an.

Die Erkenntnisse aus der Brutvogelkartierung liefern wesentliche Grundlagendaten für Fragestellungen in der Naturschutzarbeit. Sie stellen Informationen zur Beurteilung von Vorhaben und Eingriffen in Natur und Landschaft dar und dienen dazu, gebiets- und artenbezogene Grundlagen für Schutz- und Entwicklungsmaßnahmen von Vogelarten und Lebensräumen abzuleiten.

Für das Stadtgebiet wurden insgesamt etwa 100 Brutvogelarten mit sehr unterschiedlichem Verbreitungsmuster nachgewiesen. Als häufigste Arten mit flächendeckender Verbreitung und hohen Brutpaarzahlen in Osnabrück kommen Amsel, Buchfink, Haussperling, Kohlmeise und Blaumeise vor. Über die 20 häufigsten Brutvogelarten im Stadtgebiet von Osnabrück können Sie sich in der unten stehenden Liste informieren.

Auf der anderen Seite stehen sehr seltene Vogelarten, die nur punktuell und meist mit wenigen Exemplaren vorkommen. Hierzu gehören namentlich Uhu, Rotmilan, Steinkauz, Zwergtaucher, Wachtel, Wachtelkönig, Flussregenpfeifer und Feldschwirl.

Schutz

Alle europäischen Vogelarten und somit alle im Stadtgebiet von Osnabrück wildlebenden Vogelarten sind naturschutzrechtlich besonders geschützt. Für die Tiere gelten die einschlägigen Beeinträchtigungs-, Nachstellungs- und Tötungsverbote. Gleichzeitig dürfen ihre Lebensstätten insbesondere Fortpflanzungs- und Ruhestätten weder beschädigt noch zerstört werden. Dies gilt auch für Brutplätze an Gebäuden wie Wände und Dachüberstände an denen Mauersegler oder Mehlschwalben brüten. Darüber hinaus dürfen die Vogelarten während der Fortpflanzungs-, Aufzucht-, Mauser-, Überwinterungs- und Wanderungszeiten nicht erheblich gestört werden.

Weiterhin sind einige Arten – beispielsweise alle Tag- und Nachtgreifvögel – streng geschützt.

Gefährdung

Von den etwa 100 nachgewiesenen Brutvogelarten werden zahlreiche Arten in den Roten Listen geführt. Über den Gefährdungsstatus der Osnabrücker Brutvogelarten gibt die Tabelle der Rote Liste Arten Auskunft.

Die Gefährdungsursachen liegen vor allem in der Intensivierung der Landnutzung, Lebensraumverlust durch Bebauung, Straßenbau, Versiegelungen, Ausräumung der Kulturlandschaft, Rückgang der Strukturvielfalt, Veränderungen des Wasserhaushalts durch Gewässerausbau.

Die Liste der im Stadtgebiet von Osnabrück häufigsten Brutvogelarten und die Tabelle der gefährdeten Brutvogelarten (Rote Liste Arten) können Sie hier einsehen oder herunterladen.

Brutvogelatlas Stadt Osnabrück

Der von der Stadt herausgegebene Brutvogelatlas Stadt Osnabrück (Autor Gerhard Kooiker) beruht auf den Daten der flächendeckenden und systematischen Brutvogelkartierung.

Er beschreibt etwa 100 Brutvogelarten im Stadtgebiet. Vorkommen und Verbreitung aller regelmäßig brütenden Vogelarten in Osnabrück sind in farbigen Verbreitungskarten mit Häufigkeitsangaben dargestellt. Jeder Karte sind ein Artfoto und eine Beschreibung gegenübergestellt. Die Arttexte geben Auskunft über Verbreitung, Häufigkeit, Bestandsgröße, Lebensraum, Siedlungsdichte und Bestandsentwicklung und Gefährdung.

Mit dem vorliegenden Brutvogelatlas ist eine vogelkundliche Lücke in Osnabrück geschlossen worden. Der Atlas kann bei der Stadt Osnabrück, Fachbereich Umwelt, zum Preis von 19,80 Euro bezogen werden (Tel. 0541 323-3173).

Weitere Informationen:


    www.osnabrueck.de

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