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26.05.2021

Vandalismus und wilde Müllablagerung erschweren Arbeiten in der Gartlage

Zurzeit wird in der Gartlage aufgeräumt. Wo gerade das Bebauungsplanverfahren gestartet ist, damit in der Gartlage in wenigen Jahren ein Sport- und Landschaftspark entstehen kann, ist momentan Großreinemachen angesagt. Auf den Flächen westlich des Haster Weges wird auf 5,5 Hektar aufgesammelt, begutachtet, sortiert und entsorgt. Vandalismus erschwert allerdings die Arbeiten und nicht selten liegt morgens Müll auf dem Gelände, der abends noch nicht da war. Der Ordnungsaußendienst wird daher verstärkt kontrollieren.

2021 05 05 Müll Gartlage Thomas Neteler.
(2021 05 05 Müll Gartlage Thomas Neteler) Auf den Flächen in der Gartlage entlang des Haster Weges wird auf 5,5 Hektar aufgesammelt, begutachtet, sortiert und entsorgt. Vandalismus und wilde Müllablagerungen erschweren allerdings die Arbeiten. Foto: Thomas Neteler

Das Grabeland am Haster Weg verschwindet nach und nach. Geblieben ist anstelle der verlassenen Gärten jede Menge Müll, der aufwändig entsorgt wird. Die Osnabrücker Beteiligungs- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH (OBG) hat die gekündigten Pachtflächen erworben und im Februar mit den Arbeiten begonnen. Erst wurde eine Baustelle eingerichtet, seit März sortiert ein Dienstleister den Unrat, der anschließend vom Osnabrücker Servicebetrieb (OSB) fachgerecht entsorgt wird. 

„Bis Ende April sind bereits mehr als 350 Tonnen Abfall sortiert und entsorgt worden“, bilanziert Osnabrücks Kämmerer und Geschäftsführer der OBG, Thomas Fillep. „Uns beschäftigt aber leider nicht nur der Müll, der sowieso schon auf dem Gelände war. Wenn ein Teil beseitigt wurde, liegt am nächsten Tag wieder etwas Neues da.“ Neuzugänge sind zum Beispiel Autoreifen, Batterien oder sogar Kühlschränke. 

Teilweise werden die Dinge, im schlimmsten Fall der Sondermüll, einfach über den Zaun geworden. Es wird aber auch nicht davor zurückgeschreckt, die Umzäunung kurzerhand zu zerstören. „Der Ordnungsaußendienst wird daher verstärkt kontrollieren“, kündigt Fillep an. Wer illegal Müll entsorgt, muss mit einem hohen Bußgeld rechnen, dieses Verhalten ist mindestens eine Ordnungswidrigkeit, unter Umständen sogar strafbar. 

Doch nicht nur die wilden Müllablagerungen machen den Arbeitenden zu schaffen. Immer wieder erschwert blinde Zerstörungswut die Arbeiten. „Es ist ein Unterschied, ob man eine halbwegs intakte Gartenhütte zerlegen kann oder einen Schrotthaufen aus zerborstenem Holz und Glassplittern auseinandernehmen muss“, sagt Thomas Fillep. 

Die Arbeiten vor Ort werden von einem Ingenieurbüro für Landschaftsplanung ökologisch begleitet und mit der Unteren Abfallbehörde und der Bodenschutzbehörde abgestimmt. Bisher sind für die Vorbereitungen, die Sortierung und die Entsorgung der Abfälle 215.000 Euro angefallen. Erste Kostenschätzungen der beteiligten Stellen gehen von einem Gesamtbetrag für die Freimachung der Flächen von insgesamt 800.000 Euro aus. 

Oberbürgermeister Wolfgang Griesert wirft bereits einen Blick in die Zukunft: „In der Gartlage soll in den nächsten Jahren das seit Jahrzehnten größte Landschaftsparkprojekt der Stadt entwickelt werden. Neben der Sicherung großflächiger Biotope entstehen dann zusätzlich Naturerlebnisräume, die dem Klimaschutz und dem Naherholungsbedarf gleichermaßen gerecht werden können.“ Im Moment mag es dort noch nicht ansprechend aussehen. „Wenn die Arbeiten abgeschlossen sind, haben wir dort ein wunderbares, grünes Stück Osnabrück und neben einem renaturierten Sandbach können auch noch Sportanlagen entstehen.“


www.osnabrueck.de

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