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13.09.2022

Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Schinkel planen Entsiegelung von Flächen auf dem eigenen Schulhof

Die Entsiegelung und Begrünung von Flächen sind wichtige Maßnahmen zur Anpassung an durch den Klimawandel veränderte Umweltbedingungen wie Hitze, Trockenheit und starke Niederschläge. Um Schülerinnen und Schüler für den Klimawandel und die Bedeutung der Klimafolgenanpassung zu sensibilisieren, hat die Stadt Osnabrück gemeinsam mit der Gesamtschule Schinkel und in Kooperation mit dem Softwareunternehmen Esri Deutschland GmbH einen Ideenwettbewerb zur Schulhofentsiegelung veranstaltet. 30 Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 8 bis 12 haben während einer Projektwoche im Juli Ideen entwickelt, den eigenen Schulhof klimaangepasster und gleichzeitig attraktiver zu gestalten.

Vor einer Fläche, die kaum benutzt wird, aber vollständig versiegelt ist, stehen Christian Vennemann, Lehrer der Gesamtschule Schinkel, Claudia Leyers, Leiterin des Fachbereichs Umwelt und Klimaschutz der Stadt Osnabrück, Fynn Wekenborg, der als Schüler an dem Projekt teilgenommen hat, und Maxi Hase, Projektkoordinatorin im Fachdienst Umweltplanung der Stadt. Die Fläche soll nach den Plänen der Schülerinnen und Schüler entsiegelt und bepflanzt werden. Foto: Stadt Osnabrück, Simon Vonstein

Insgesamt sind dabei sechs Vorschläge entstanden, der Schwerpunkt liegt auf zwei Bereichen. So soll vor dem Verwaltungstrakt auf einer Fläche von rund 200 Quadratmetern das Pflaster aufgenommen werden. An der Stelle soll eine Blühwiese mit heimischen, standortgerechten Pflanzen entstehen. Es handelt sich dabei um eine kaum genutzte Fläche. Sie kann als neuer Lebensraum verwendet werden, was den Schulhof gleichzeitig attraktiver macht. Claudia Leyers, Leiterin des städtischen Fachbereiches Umwelt und Klimaschutz, sieht einen weiteren positiven Effekt: „Durch die Entsiegelung kann auf einer nennenswerten Fläche Regenwasser versickern, was besonders den dort wachsenden Pflanzen und Bäumen zugutekommt.“

Die zweite Fläche, die nach den Vorschlägen der Schülerinnen und Schüler verändert werden soll, befindet sich neben dem Haupteingang. Hier sollen fehlende Sitzgelegenheiten geschaffen und eine Hecke gepflanzt werden. „Auch dieser Vorschlag führt zu einer Steigerung der Aufenthaltsqualität mit positiven ökologischen Wirkungen“, lobt Leyers.

Bei den Planungen haben die Schülerinnen und Schüler das von der Esri Deutschland GmbH bereitgestellte Geoinformationssystem ArcGIS Online und weitere Online-Tools eingesetzt. Sie vermaßen das Schulgelände und digitalisierten und analysierten die Daten. Auf dieser Basis entwickelten sie interaktive Karten des Schulhofs, die sie für ihre Planungen zum Entsiegeln von Flächen nutzen konnten.

„Wir freuen uns sehr, dass unsere Schülerinnen und Schüler Teil eines Beteiligungsprozesses zu einem Thema wurden, bei dem sonst über ihre Köpfe hinweg entschieden wird“, sagt Rahim Almasy, der stellvertretende Schulleiter. Christian Vennemann, der als Lehrer der Schule das Projekt koordinierte, fügt an: „Besonders wichtig ist, dass die Schülerinnen und Schüler unter sehr realistischen Bedingungen geplant haben. Das heißt, sie hatten ein vorgegebenes Budget und mussten auch beachten, dass Entsiegelung nicht überall möglich ist, beispielsweise mit Blick auf Rettungswege.“

Das Projekt findet im Rahmen des vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) auf Grundlage eines Beschlusses vom Deutschen Bundestages geförderten Projekts zur Umsetzung der Klimaanpassungsstrategie der Stadt Osnabrück statt.

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