Navigation über die Inhaltsbereiche dieser Seite

Der Hauptinhaltsbereich - hier finden Sie Artikel zum Thema Nachrichten

27.07.2020

Update (27.7.2020, 14.15 Uhr) - Großbrand und Haseverschmutzung: Nacharbeiten laufen an

Fische nicht verzehren

Nach dem Fischsterben der letzten Woche in der Hase werden nun nach und nach die Fischkadaver aus dem Wasser geholt. Mitarbeiter des Unterhaltungsverbandes Hase-Bever fahren die Hase in regelmäßigen Abständen ab und sammeln die tote Fische ein. Diese Arbeit wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Da nicht alle Kadaver eingesammelt werden können, werden in der nächsten Zeit immer wieder Fische an der Oberfläche treiben. Wer tote Fische entdeckt, braucht diese jedoch nicht zu melden.

2020 07 24 fische Gerdts.
(2020 07 24 fische Gerdts) Norbert Hasemann vom Unterhaltungsverband Hase-Bever sammelt Fischkadaver ein; Foto: Stadt Osnabrück, Detlef Gerdts
2020 07 21 loeschwasser1 GMeyering.
(2020 07 21 loeschwasser1 GMeyering) Die mit einem Schiffsdiesel ausgestattet Löschpumpe verdünnt mit bis zu acht Kubikmetern Wasser pro Minute die Hase; Foto: Stadt Osnabrück Gerhard Meyering
20200720 Grossbrand Gerdts.
(20200720 Grossbrand Gerdts) Großbrand in Osnabrück Fledder; Foto: Detlef Gerdts

Als weitere wichtige Maßnahme wurden die abgebrannten Gebäude mit Barrieren so gesichert, dass kein mit restlichem Löschwasser kontaminiertes Regenwasser in die Hase gelangen kann. Auch konnten mittlerweile die Keller der beiden Gebäude leergepumpt werden. Hinzu kommen noch einzelne Abpumpaktionen, wenn sich auf den Brandgrundstücken Regenwasser sammelt.

Zu den nachsorgenden Maßnahmen gehören zudem die Entsorgung des Brandschuttes, die nachhaltige Reinigung der Grundstücksoberflächen und dann Boden- und Grundwasseruntersuchungen, um die Auswirkungen des kontaminierten Löschwassers in den Untergrund beurteilen zu können.

Nach dem Großbrand: Wie geht es der Hase?

24. Juli 2020. Nach nunmehr drei Tagen ist der größte Teil des mit Schadstoffen kontaminierten Hasewassers durch die Stadt abgeflossen. Vom Oberlauf der Hase konnte frisches Wasser auf natürlichem Wege nachfließen. Schaumbildung tritt nicht mehr auf, auch der Sauerstoffgehalt der Hase stabilisiert sich auf ein normales Niveau. „Dies ist zwar eine erste bescheidene, aber dennoch eine sehr gute Nachricht“, so der Erste Stadtrat Wolfgang Beckermann. „Dennoch empfehlen wir in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt von Stadt und Landkreis Osnabrück, in den nächsten zwei Wochen vorsorglich nicht in der Hase zu angeln und auf den Verzehr von Fischen aus der Hase, die ab Osnabrück flussabwärts geangelt wurden, zu verzichten. Auch sollten sich Menschen nicht in das Hasewasser begeben. Das gleiche gilt für Haus- und Nutztiere.“

Da das Hasewasser nicht mehr angereichert oder verdünnt werden muss, wurden die Pumparbeiten zur Verdünnung der Hase heute Morgen um 6 Uhr eingestellt. Insgesamt wurden etwa 80 Millionen Liter sauberes Wasser aus dem Stichkanal und dem Stockumer See zur Verdünnung der Schadstoffwolke von Technischem Hilfswerk und Berufsfeuerwehr mittels Hochleistungspumpen in die Hase umgepumpt.

Zwar können mit dem frisch nachgeflossenen Wasser auch Fische wieder die Hase hinabschwimmen, jedoch dürften diese auf wenig Nahrung stoßen. Experten schätzen daher, dass es zwei bis drei Jahre dauern wird, bis sich die Fauna in der Hase wieder erholt hat.

Um die Schadstoffwolke im Hasewasser außerhalb des Stadtgebietes kümmert sich zuständigerweise die Untere Wasserbehörde des Landkreises, mit der die Stadt Osnabrück in ständigem Austausch steht. Bisher wurden unterhalb von Osnabrück noch keine toten Fische entdeckt.

Heute werden an der Pernickelmühle in der Osnabrücker Innenstadt weitere verendete Fische aus dem Wasser geholt. Bislang wurden nach Auskunft des Unterhaltungsverbandes Obere Hase, der in Amtshilfe der Stadt bei der Bergung der toten Fische hilft, zirka 1000 Kilogramm Fische eingesammelt und entsorgt.

Zurzeit werden mit dem Technischen Hilfswerk Abdichtungsmaßnahmen umgesetzt, um den Abflusskanal des Regenklärbeckens in der Nähe der Brandstelle von Restmengen an kontaminierten Rückständen durch Spülung zu reinigen. Dazu hat auch die Deutsche Bahn einen Waggon zum Transport der hierfür notwendigen Materialien und Geräte zur Verfügung gestellt, da der Ausfluss des Kanals aus dem Regenklärbecken in die Hase sich direkt neben einem Güterbahngleis befindet und anders nicht zu erreichen ist.

Großbrand im Fledder: Wie kam es zur Verunreinigung der Hase?

23.07.23. Bei einer Großschadenslage überprüft die Umweltschutzbehörde in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken unmittelbar und sofort, wo und wie (möglicherweise kontaminiertes) Löschwasser abgefangen und abgepumpt werden kann.

Entsprechend der Örtlichkeiten konnte (!) das Löschwasser nur in Richtung eines am Ende der Ackerstraße gelegenen Regenklärbeckens fließen.

Dieses Regenklärbecken ist jedoch nicht dafür ausgelegt kontaminiertes Löschwasser abzufangen, sondern dient zur Absonderung bzw. Abscheidung der im Regenwasser gelösten (üblich anfallenden) Schadstoffe in einem Gewerbegebiet.

Die Umweltbehörde hat mit den Stadtwerken zusammen bereits in der Frühphase der Löscharbeiten mit dem Regenklärbecken die einzige Lösung gefunden, um das Löschwasser zu sammeln und abpumpen zu können. Ohne diese Maßnahme wäre noch mehr Löschwasser in die Hase gelangt.

Es wurden notwendigen Maßnahmen getroffen, um das Löschwasser zurückzuhalten und abzusaugen. Zu keinem Zeitpunkt der Löscharbeiten am Montag war erkennbar, dass Löschwasser ausgetreten war.

Der deutlich überwiegende Teil des kontaminierten Löschwassers (1.800.000 Liter; Stand 23.7., 14 Uhr) konnte abgepumpt werden.

Wie dennoch Löschwasser in die Hase gelangen konnte, wird noch untersucht.

Fischsterben in der Hase – Trinkwasserqualität ist nicht gefährdet

22.07.2020. Durch den Großbrand am Montag, 20. Juli, gelangte im Fledder mit Tensiden kontaminiertes Löschwasser in die Hase. Zahlreiche Fische sind infolge verendet. Die Stadt Osnabrück lässt das Wasser und die Ermittlungsgruppe Umwelt der Polizei verendete Tiere untersuchen.

Fest steht bis heute (22. Juli, 17.30 Uhr): Die Hase ist vom Eintrittsort des Löschwassers im Fledder auf einer Länge von mehreren Kilometern bis zur Römereschstraße tot. Dies betrifft Mikroorganismen, Kleinstlebewesen und Fische. Die Pflanzen scheinen resistenter zu sein und weniger Schäden davon getragen zu haben, dies wird sich allerdings erst in den nächsten Tagen zeigen. Der Sauerstoffgehalt liegt weit unterhalb des kritischen Wertes. Der Fluss wird nach Einschätzung von Fischereiexperten zwei bis drei Jahre benötigen, um sich vollständig zu regenerieren.

Die Lebewesen sind vermutlich an einer Kombination aus Vergiftung und Sauerstoffmangel gestorben. Die durch den Brand im Wasser gelösten Tenside haben möglicherweise den Sauerstoff gebunden und so zu einer Verringerung des Sauerstoffgehaltes beigetragen.

Zurzeit wird die Hase je Kilometer auf Schadstoffe überprüft und es werden Proben genommen. Fische wurden eingesammelt, eingefroren und zur Untersuchung in Labore geschickt. Erste Ergebnisse sollten in der nächsten Woche vorliegen.

Der Wasserwirtschaftsverband fährt mit Schlauchbooten über die Hase und sammelt soweit möglich die toten Fische ein, um sie zu entsorgen.

Mit dem Schaum sollte man nicht in Berührung geraten, da dessen Gesundheitsschädlichkeit derzeit nicht bekannt ist. Selbstverständlich sollte man nicht an oder in der Hase spielen oder mit dem Wasser in Berührung kommen. Dies gilt auch für Haustiere.

Da das Osnabrücker Trinkwasser aus Grundwasserbrunnen gewonnen wird, ist die Qualität des Trinkwassers nicht gefährdet und kann uneingeschränkt getrunken werden.

Welche Maßnahmen werden ergriffen?

Am Dienstagabend (21. Juli) wurde im Bereich des Klärwerks der Hase mit einer Hochleistungspumpe Wasser aus einem Schönungsbecken zugeführt. Pro Minute gelangten so etwa acht Kubikmeter Wasser in die Hase und verdünnt diese. Eine gleiche Maßnahme wird in Kürze oberhalb des Eintrittsorts durchgeführt: Aus dem Natberger See soll ebenfalls Wasser der Hase zugeführt werden. Ähnliches ist westlich im Bereich des Kanals geplant. Ein Belüftungsgerät des Landkreises soll die Hase mit lebensnotwendigen Sauerstoff anreichern.

Pressemitteilung des Landkreises: Landkreis warnt vor Nutzung des Wassers

Großbrand in Osnabrück: Kontaminiertes Löschwasser löst Fischsterben aus

21. Juli 2020. Beim gestrigen Großbrand in Osnabrück-Fledder gelangte durch Chemikalien kontaminiertes Löschwasser über die Regenwasserkanalisation in das nahe gelegene Regenklärbecken an der Ackerstraße. Dieses Löschwasser wurde zum größten Teil mit speziellen Tankwagen abgepumpt. Zuvor war das aus Beton bestehende Regenklärbecken abgesperrt worden. Leider setzte ein Fischsterben ein.

„Wir haben zum frühmöglichen Zeitpunkt alles getan, aber durch einen technischen Defekt in einem Klärbecken liefen in den ersten Stunden größere Mengen Löschwasser mit Tensiden durch ein unterirdisches Abflussrohr in die Hase. Dies führte zu einem Fischsterben vom Eintrittspunkt im Fledder bis hin zur Wachsbleiche. Ab dem Haseuferweg konnten wir wieder lebende Fische sichten. Wir sind uns sicher, dass das Klärbecken mittlerweile dicht ist“, so Erster Stadtrat Wolfgang Beckermann, der zurzeit Oberbürgermeister Wolfgang Griesert und die für die Feuerwehr zuständige Dezernentin Katharina Pötter urlaubsbedingt vertritt.

Um die Schäden so gering wie möglich zu halten, wird nicht einfach darauf gewartet, dass sich das Hasewasser durch regelmäßigen natürlichen Zulauf von selbst verdünnt. Aktiv pumpt die Feuerwehr Wasser aus dem Schönungsbecken des Klärwerks Eversburg, welches in unmittelbarer Nähe der Hase liegt, um das Hasewasser so zu verdünnen. Hierzu werden Feuerwehrpumpen verwendet, die insgesamt acht Kubikmeter Wasser pro Minute in die Hase leiten.

Entgegen unserer letzten Mitteilung wird die Verunreinigung eher dem kontaminierten Löschwasser zugeschrieben als durch den in Maßen verwendeten Löschschaum. Dort, wo Wasser aufgewühlt wird (z.B. durch das Überströmen von Wehren wie am Alando), bildet sich durch das kontaminierte Löschwasser auf der Wasseroberfläche Schaum. Das Entfernen des Schaums würde allerdings eher eine „kosmetische“ Maßnahme sein, da die Stoffe, die den Schaum beim Aufwirbeln des Wassers bilden, im Wasser gelöst sind und dieses aufgrund der Menge des Hasewassers nicht abzupumpen ist. So wird sich das Problem erst durch Verdünnung von vom Oberlauf zufließendem frischen Hasewasser lösen.

Der Fachbereich Umwelt und Klimaschutz überprüft zurzeit im Stadtgebiet das Wasser der Hase auf weiteres Fischsterben und hat sowohl die Unteren Wasserbehörden des Landkreises Osnabrück als auch des Kreises Steinfurt und den NWA (Niedersächsisch-Westfälischer Anglervereinigung) über den aktuellen Sachstand informiert.

Laut Sicherheitsdatenblatt ist das Schaummittel biologisch abbaubar, kann aber in höherer Konzentrationen Schäden verursachen. Dort, wo Wasser aufgewühlt wird (z.B. durch das Überströmen von Wehren wie am Alando), bildet sich auf der Wasseroberfläche Schaum. Das Entfernen des Schaums würde allerdings eher eine „kosmetische“ Maßnahme sein, da die Stoffe, die den Schaum beim Aufwirbeln des Wassers bilden, im Wasser gelöst sind und dieses aufgrund der Menge des Hasewassers nicht abzupumpen ist. So wird sich das Problem erst durch Verdünnung von vom Oberlauf zufließendem frischen Hasewasser lösen.

Der Fachbereich Umwelt und Klimaschutz überprüft zurzeit vor Ort das Wasser der Hase auf mögliches Fischsterben und hat sowohl die Unteren Wasserbehörden des Landkreises Osnabrück als auch des Kreises Steinfurt über die aktuellen Probleme informiert.

Großbrand in Osnabrück Fledder: Feuer unter Kontrolle

20.07.2020. In Osnabrück Fledder ist am Montagmittag, 20. Juli, auf dem Gelände eines Autohändlers ein Brand ausgebrochen, welcher auf einen benachbarten Händler für Reinigungsbedarf übergriff. Inzwischen ist der Brand unter Kontrolle. Wegen der starken Rauchentwicklung mussten die Osnabrücker Haushalte zwischenzeitlich Fenster und Türen geschlossen halten. Bei dem Brand wurden zwei Menschen leicht verletzt.

Die Berufsfeuerwehr und fünf Freiwillige Ortsfeuerwehren der Stadt Osnabrück waren bis Montagabend vor Ort. Unterstützt wurden sie vom gemeinsamen Messzug von Stadt und Landkreis Osnabrück. Ebenso waren Kräfte der Werkfeuerwehr VW, der Freiwilligen Feuerwehr Belm, der Werkfeuerwehr G.-M.-Hütte-Stahl und des THW im Einsatz. Insgesamt waren etwa 150 Männer und Frauen an der Brandbekämpfung beteiligt. Die Freiwillige Ortsfeuerwehr Stadtmitte stellte während der Löscharbeiten den Grundschutz im Stadtgebiet sicher.

Der Fachbereich Umwelt und Klimaschutz überprüfte die Umgebung auf Verunreinigungen, eine Drohne des städtischen Fachbereichs Geodaten und Verkehrsanlagen sondierte die Situation aus der Luft.

Das Regenklärbecken am Ende der Ackerstraße wurde abgesperrt, bislang wurden über 200.000 Liter kontaminiertes Löschwasser abgepumpt.

Die Nachlöscharbeiten werden noch bis Dienstagmorgen andauern.


www.osnabrueck.de

Datenschutz | Impressum | Urheberrechte © 1996-2020: Stadt Osnabrück | Tel: 0541 323-0

zum Seitenanfang mit der Seitenbereichsnavigation springen