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16.08.2018

Fachleute finden keine Hinweise auf Fässer in den Gertrudenberger Höhlen

Nach allen derzeit vorliegenden Erkenntnissen lagern in den Gertrudenberger Höhlen keine Fässer mit chemischen Abfällen. Zu diesem Ergebnis kommt ein von der Stadt beauftragtes Ingenieurbüro, das die Höhlen untersucht hat. Im Mai war der Verein Gertrudenberger Höhlen Osnabrück an die Stadt herangetreten. Ein Zeuge hatte gegenüber dem Verein ausgesagt, dass die Fabrik Tolo-Chemie die Fässer in den 1950er Jahren in die Nähe der Höhlen habe transportieren lassen.

Zum Hintergrund: Der von dem Verein und später noch einmal von einem Anwalt des Vereins genannte Zeuge hatte erklärt, dass sein Vater in den 1950er Jahren als Kraftfahrer regelmäßig Stahlfässer von der damals in der Süsterstraße ansässigen Firma abgeholt und bei einsetzender Dunkelheit an der Veilchenstraße nahe den Höhlen abgestellt hätte. Am darauffolgenden Morgen seien die Fässer stets verschwunden gewesen. Zudem erklärte der Anwalt, dass giftige Zementschlämme als Verfüllmaterial in der Höhle verwendet worden seien, die eine Gefahr für das Trinkwasser darstellten.

Bei der Stadt ist die Untere Bodenschutzbehörde für den Fall zuständig. Nachdem der Verein darauf aufmerksam gemacht hatte, dass die Fässer in dem zugemauerten und bis dahin nicht zugänglichen Raum 31 zu vermuten seien, untersuchten die von der Stadt beauftragten Ingenieure am 26. Juni den Raum im Beisein von Mitgliedern des Vereins. Dabei stellte sich heraus, dass der Verein die Mauer bereits zuvor eigenmächtig geöffnet hatte, was eine große Gefahr hätte darstellen können, wenn dort tatsächlich Fässer mit chemischem Inhalt gelagert hätten. Die Untersuchung brachte hierfür jedoch keinerlei Hinweise.

Auch die Zementschlämme stellen aus Sicht der Unteren Bodenschutzbehörde keine Gefahr dar. Bereits 2014 hatte der Verein eine Liste mit Analyse-Werten dieser Schlämme vorgelegt, allerdings ohne Belege wie Probenahme- oder Analyseprotokolle durch ein anerkanntes Labor. Trotzdem verglich die Behörde die Messwerte mit Richtwerten aus einschlägigen Bundesverordnungen. Erhöhte Konzentrationen von Stoffen wie beispielsweise Arsen konnten dabei nicht festgestellt werden, sodass es derzeit keine Hinweise auf eine Gefährdung des Grundwassers durch die Schlämme gibt. Über diese Ergebnisse hat die Verwaltung den nicht-öffentlich tagenden Verwaltungsausschuss am Dienstag, 14. August, informiert.



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