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Leben und Wirken von Cilli-Maria Kroneck-Salis

13.07.1923    
wurde Cilli-Maria in Berlin geboren. Ihr Vater war Jurist. Da ihre Mutter Halbjüdin war, wurden sie während der NS-Zeit verfolgt. Aufgewachsen ist sie in Bad Iburg, wo sie zunächst die Schule besuchte. Später wechselte sie auf das Gymnasium Lyceum Osnabrück, welches sie jedoch aufgrund ständiger Diskriminierungen vorzeitig verließ. Anschließend absolvierte sie eine Ausbildung in Bürotätigkeit und nahm zeitgleich privaten Schauspielunterricht, da sie wegen ihrer jüdischen Abstammung an keiner stattlichen Schauspielschule aufgenommen worden war.

1944
wurde sie zur Arbeit in der Rüstungsindustrie dienstverpflichtet. Das Theater wurde geschlossen.

1945-1948
erhielt sie Theaterengagements in Osnabrück und Bremen.

1948    
starb ihr Vater und Cilli-Maria kehrte nach Hause zurück, um die väterliche Anwaltspraxis aufzulösen.

1950    
arbeitete sie im Weltflüchtlingswerk der evangelischen Kirche in Italien.

1953  
heiratete Cilli-Maria in Köln.

1955/1957    
wurden ihre beiden Töchter Ulrike und Susanne geboren.

1964    
kehrte sie endgültig ins elterliche Haus nach Bad Iburg zurück.

1974   
holte sie die Prüfung für Nichtabiturienten nach.

1974-1980    
studierte Cilli-Maria Erziehungswissenschaften an der Universität Osnabrück.

1978    
gründete sie den Verein zum Schutz misshandelter Frauen und eröffnete die Frauenberatungsstelle Osnabrück, in der sie ehrenamtlich mitarbeitete. Ihr Engagement im Verein war geprägt vom unermüdlichen Kampf um ein Frauenhaus.

1980    
wurde das Osnabrücker Frauenhaus eröffnet, eines der ersten autonomen Frauenhäuser in Niedersachsen.

1989    
wurde ihr die Bürgermedaille der Stadt Osnabrück verliehen als Anerkennung ihrer Versdienste um den Aufbau des Osnabrücker Frauenhauses und ihrer langjährigen ehrenamtlichen Tätigkeit zum Wohle vieler Osnabrücker Frauen und Kinder.

1980-1983    
arbeitete sie aktiv im Osnabrücker Frauenhaus mit.

1992    
rief sie im Zuge des Jugoslawienkrieges zur Gründung eines Frauenflüchtlingshauses auf. Wiederum setzte sie sich vehement für eine Finanzierung durch Stadt, Land und Bund ein und engagierte sich nach wie vor aktiv im Verein.

1993  
wurde das Frauenflüchtlingshaus in Osnabrück eröffnet, in welchem bosnische Frauen und Kinder Schutz fanden.

1993-2010    
war sie weiterhin ehrenamtlich im Vorstand des Trägervereins des Frauenhauses tätig und nahm gelegentlich noch öffentliche Auftritte und Veranstaltungen wahr.

2003    
wurde sie mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.

25.12.2010    
verstarb Cilli-Maria Kroneck-Salis in Bad Iburg, wo sie auch beigesetzt ist.


www.osnabrueck.de

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