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Aktuelles

27.04.2020

Stellungnahme zum Muezzin-Ruf

Die Neue Osnabrücker Zeitung berichtet in ihrer Ausgabe am Samstag, 25. April 2020 unter dem Titel „So klingen die öffentlichen Muezzinrufe. Politiker begrüßen den Schritt nach draußen, kritisieren aber die Führung im Rathaus“ darüber, dass am Freitag zum ersten Mal in Osnabrück zu Beginn des Ramadan der muslimische Gebetsruf des Muezzins öffentlich zu hören gewesen sei. Dazu nimmt die Verwaltung wie folgt Stellung:

Die Kultur der Friedensstadt Osnabrück zeichnet sich unter anderem durch einen transparenten Dialog der Religionsgemeinschaften mit Rat und Verwaltung und gerade in schwierigen Situationen auch untereinander aus. Dieser Dialog ist in den vergangenen Jahren nie unterbrochen worden und findet auch in der gegenwärtigen Corona-Pandemie statt. Die Gespräche sind geprägt von einem großen Verständnis für die gegenwärtigen Nöte der Gläubigen. „Daher ist das am 17. April an die Verwaltung herangetragene Ansinnen, wegen der geschlossenen Gebetshäuser während des Ramadans einmal täglich den muslimischen Gebetsruf des Muezzins öffentlich über Lautsprecher zu übertragen, auf Wohlwollen gestoßen“, sagt Oberbürgermeister Wolfgang Griesert. „Trotzdem mussten in der Verwaltung verschiedene Aspekte geprüft werden, die mit der Religionsausübung selbst gar nichts zu tun haben. Dazu gehört überraschender Weise eben auch die Emission der Beschallung. Nachbarn sollten sich möglichst nicht gestört fühlen. Es ist daneben bei nicht von der Stadt zu entscheidenden Fragen der öffentlichen Religionsausübung guter Brauch, ein Votum des Runden Tisches der Religionen einzuholen, was dem Büro für Friedenskultur vor der Ratssitzung noch nicht vorlag. Selbstverständlich hätte am Dienstag in der öffentlichen Ratssitzung der Rat und die Öffentlichkeit jedoch schon einmal über das Ansinnen der Moscheegemeinden informiert werden müssen. Dass das unterblieben ist, ist nur mit dem hohen Druck zu erklären, unter dem zur Zeit große Teile der Verwaltung arbeiten: Die Bewältigung der Corona-Pandemie verlangt viel Zeit, Kraft und Konzentration, so dass andere Vorgänge nicht immer mit der sonst üblichen Aufmerksamkeit verfolgt werden. Es ist also ein Versehen gewesen, dass die Verwaltung den Rat nicht informiert hat. Das ist umso ärgerlicher, als wir von einer großen Übereinstimmung in der Sache ausgehen dürfen: Nicht der sachliche Umgang mit dem Ansinnen ist kritisiert worden, sondern dass die Beurteilung zwei Tage nach der Ratssitzung durch eine städtische Pressemitteilung veröffentlicht worden ist. Die Kritiker haben Recht und wir bitten um Nachsicht, weil gerade Sorgfalt und Sensibilität unser Motiv in einer Angelegenheit gewesen ist, deren Ziel darin bestand, öffentlich wahrgenommen zu werden.“


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