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Stadt Osnabrück | Friedenskultur

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14.06.2018

Labor Europa - ein Beteiligungsprojekt für junge Europäer und Europäerinnen

Mehr als 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 19 europäischen Ländern kommen vom 16. bis 26. August auf Einladung des städtischen Büros für Friedenskultur in Osnabrück zusammen, um gemeinsam im Projekt „Labor Europa“ zu arbeiten. Hier wird die Arbeitsatmosphäre eines Labors nachempfunden, in dem gearbeitet, experimentiert und geforscht wird, in dem sich etwas teilt und Kulturen wachsen.

2018 06 13 Labor Europa SilkeBrickwedde.
(2018 06 13 Labor Europa SilkeBrickwedde) Kooperationspartner im Labor Europa: (von links) Christel Schulte, Kunsthalle Osnabrück; Simon Niemann, Theater Osnabrück, Anush Darbinyan und Christine Grewe, Büro für Friedenskultur der Stadt Osnabrück; Holger Tepe, Landesarbeitsgemeinschaft Jugend & Film Niedersachsen, European-Media-Art-Festival; Prof. Sascha Wienhausen, Institut für Musik an der Hochschule Osnabrück; Dr. Johannes Dälken, Felicitas und Werner Egerland-Stiftung; Alfred Rotert, Landesarbeitsgemeinschaft Jugend & Film Niedersachsen, European-Media-Art-Festival; Elisabeth Lumme, Gesellschaft für zeitgenössische Kunst, Kunstraum hase29; Dr. Thorsten Heese, Felix-Nussbaum-Haus, Gedenkstätten Gestapokeller und Augustaschacht, Kultusdezernent Wolfgang Beckermann; Foto: Stadt Osnabrück, Silke Brickwedde

Bis zum 15. Mai konnten sich die jungen Europäer im Alter von 18 bis 25 Jahren für eine Teilnahme an dem Projekt bewerben. Von den 80 eingegangenen Bewerbungen wurden schließlich 51, die eine überzeugende Bewerbung eingereicht haben und die die teilweise notwendigen Voraussetzungen erfüllten, ausgewählt und eingeladen.

„Labor Europa“ ist Teil des Projektes „Frieden.Europa“, das die Städte Münster und Osnabrück gemeinsam im Europäischen Jahr des kulturellen Erbes 2018 durchführen. „Sharing Heritage“, das „Erbe teilen“ ist der Titel dieses europäischen Themenjahres in Deutschland. „Es verfolgt vor allem das Ziel, insbesondere bei jungen Menschen das Bewusstsein für die gemeinsame Geschichte und die gemeinsamen Werte zu schärfen sowie Begeisterung auch für ein zukünftiges Europa zu wecken“, sagt Kultusdezernent Wolfgang Beckermann.

Das Projekt Labor Europa wendet sich in einem besonderen Maße den Erben des europäischen Kulturerbes zu. „Während des zehntägigen Aufenthalts erfahren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch Austausch, Dialog und gemeinsame kreative Arbeit die europäische Geschichte, verständigen sich über europäische Werte und entwickeln Perspektiven für ein junges Europa. Dabei bringen sie ihre durch die nationale Herkunft und persönliche Einstellungen geprägte jeweilige Perspektive mit ein“, betont Christine Grewe vom Büro für Friedenskultur, in dem das Projekt organisiert wird.

Gearbeitet wird in fünf sogenannten Laboren in den Bereichen Kunst, Geschichte, Performance, Musik sowie Medien und Games, die durch verschiedene Projektpartner geleitet werden. „Wir freuen uns“, sagt Wolfgang Beckermann, „dass so viele Kooperationspartner gewonnen wurden.“

Das Labor Kunst, das die Gesellschaft für zeitgenössische Kunst anbietet, hat den Titel „Safety first“ und fragt danach, wie junge Kunstschaffende aus Europa angesichts der großen Debatten um Fluchtbewegungen und Abschottung über Fragen der nationalen oder individuellen Sicherheit denken. Dabei können die Werke in Form von Skulpturen, Malerei, Fotografie, Videofilmen oder Performances entstehen, die in einer Abschlussausstellung im Kunstraum hase29 präsentiert werden.

Europas wechselvolle Geschichte, die vor allem im 20. Jahrhundert durch Krieg und Frieden geprägt war, wird das Thema des „Labors Geschichte“ sein, das durch das Kulturgeschichtliche Museum und die Gedenkstätten Gestapokeller und Augustaschacht geleitet wird. Die Teilnehmenden sind aufgefordert aus ihrer Heimat einen Gegenstand mitzubringen, der für das Thema des Labors steht und der Teil einer abschließenden internationalen Ausstellung im Museumsquartier an der Lotter Straße wird.

Die Kunsthalle Osnabrück und das Theater Osnabrück bieten in Zusammenarbeit mit dem Künstler Ernesto Pujol das „Labor Performance“ mit dem Thema „The Listeners“ an. Hier geht es um das Thema des gegenseitigen Zuhörens als wichtige Voraussetzung für ein Miteinander im vereinten Europa und für Frieden. Gemeinsam mit Ernesto Pujol erarbeiten die Teilnehmenden im Friedenssaal des Osnabrücker Rathauses eine Performance zum Thema und nehmen selber eine Rolle als Performer ein.

Das European Media Art Festival und die Landesarbeitsgemeinschaft Jugend und Film sammeln im „Labor Medien und Games“ Geschichten, Reportagen, Fiktionen zum Thema „Being European“, die in eine Mediencollage Eingang finden. Die Beiträge können als Film, Text und Hörstück, als Game oder interaktives Kunstwerk realisiert werden.

Und schließlich erarbeiten junge Musiker in dem durch das Institut für Musik der Hochschule Osnabrück angebotenen „Labor Musik“ Lieder für unterschiedliche Besetzungen, die vom Überlebenswillen der Menschen aus ganz Europa in den Vernichtungslagern der Nationalsozialisten zeugen. Arrangiert und in einem abschließenden Konzert im Felix-Nussbaum-Haus zu Gehör gebracht werden Kompositionen aus dem KZ Theresienstadt. Die musikalische Leitung des Labors liegt in den Händen des Sängers und Cellistin Simon Wallfisch, der aus einer berühmten jüdischen Musikerfamilie stammt.

Am Ende des Projektes steht die öffentliche Präsentation der Ergebnisse. Am 24. August findet ab 18 Uhr eine öffentliche Generalprobe statt und am 25. August, im Rahmen der Osnabrücker Kulturnacht, werden die Ergebnisse einer noch größeren Öffentlichkeit präsentiert.

Neben der inhaltlichen Arbeit erwartet die Teilnehmenden auch ein Freizeit- und Kulturprogramm. Unter anderem ist eine Exkursion nach Münster geplant und ein Besuch der Münsteraner Beiträge zum gemeinsamen Projekt Frieden.Europa. Unter anderem wird die Ausstellung: „Frieden. Von der Antike bis heute“ besucht, die in fünf Museen mit unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten gezeigt wird.

Auch wenn die Bewerbungsfrist schon abgelaufen ist, können kurzfristig noch Bewerbungen, insbesondere aus Osnabrück und Münster, für die Labore Musik, Performance  sowie Medien und Games entgegengenommen werden. Alle hierfür notwenigen Informationen sind unter www.lab-europe-osnabrueck.de nachzulesen oder telefonisch unter 0541 323-2287 zu erfragen.

Die Realisierung des Projektes Labor Europa wird ermöglicht durch die Förderung der Bundesministerin für Kultur und Medien, das Land Niedersachen und die in Osnabrück ansässige Felicitas und Werner Egerland-Stiftung.


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