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Stadt Osnabrück | Friedenskultur

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Internationale Wochen gegen Rassismus vom 12. bis 25. März 2018

Tupoka Ogette, Foto:privat
Tupoka Ogette, Foto:privat

Vielfältiges Programm in Osnabrück

Rassismus existiert noch immer in der Mitte unserer Gesellschaft, obwohl die Mehrheit der Bevölkerung Rassismus und Gewalt ablehnt. Mit 30 unterschiedlichen Beiträgen im Rahmen der „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ soll in Osnabrück vom 12. bis 25. März ein Zeichen gegen Antisemitismus, gruppenbezogenen Rassismus gegenüber Sinti und Roma, antimuslimischen Rassismus oder Rassismus gegenüber Menschen anderer Hautfarbe und Flüchtlingen gesetzt werden. Die „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ werden am Montag, 12. März, um 16.30 Uhr im Kulturzentrum Lutherhaus, Jahnstraße 1, feierlich eröffnet.

Die Friedensstadt Osnabrück beteiligt sich seit 2015 jährlich an den „Internationalen Wochen gegen Rassismus“. Dem Aufruf, ein Zeichen gegen Rassismus zu setzen, folgten in Osnabrück 36 Vereine, kirchliche Einrichtungen, Initiativen, Künstlerinnen und Künstler. Ziel ist das zivilgesellschaftliche Engagement gegen Rassismus zu fördern, zu stärken und nachhaltiger zu machen.

Tupoka Ogette verleiht den Internationalen Wochen als diesjährige Schirmfrau ein besonderes Gesicht: Sie steht wie kaum eine andere Persönlichkeit für eine aktive Antirassismus-Arbeit. Als bundesweit arbeitende Expertin für Vielfalt und Antidiskriminierung wird sie in der Eröffnungsveranstaltung am Montag,  12. März, um 16.30 Uhr im Kulturzentrum Lutherhaus aus ihrem aktuellen Buch „Exit RACISM. Rassismus kritisch denken lernen“ einige Zeilen lesen und lädt die Zuhörerinnen und Zuhörer anschließend zur Diskussion ein. Die Eröffnung wird durch Stand-Up-Comedy-Einlagen des Cactus Theaters Münster und mit Musik des Damascus String Quintets ergänzt.

Krieg, Terror, Flucht und auch Rassismus fordern die Welt heraus und unterziehen unsere Werte einer Belastungsprobe. Mit einer „Messe für den Frieden in Zeiten der Flucht“ soll am Eröffnungsabend am 12. März um 19 Uhr in St. Katharinen ein hörbares und sichtbares Zeichen für das Streben nach Frieden und Toleranz gesetzt werden. Die Veranstaltung stellt sich als ein musikalisches Integrationsprojekt dar: So wie es einerseits den klassischen christlichen Messetext mit den modernen Texten des Friedenspreisträgers Navid Kermani verbindet, so setzt es durch das gemeinsame Musizieren des Syrian Expat Philharmonic Orchestra (SEPO) und des Vokalensembles Marienhain ein Zeichen dafür, was die Menschen miteinander verbindet.

Imaani Brown; Foto: Erik Weiss
Imaani Brown; Foto: Erik Weiss
Elif; Pressefoto Universal Music
Elif; Pressefoto Universal Music

„Daughters and Sons of Gastarbeiters“ verspricht eine spannende Lesung am Mittwoch, 14. März, im Saal der Lagerhalle zu werden: Die Autorinnen und Autoren unterschiedlicher Herkunft bieten in künstlerisch-performativer Form autobiografische Familiengeschichten dar und eröffnen einen Diskurs über das Selbstverständnis und die Relevanz der Einwanderer in der deutschen Gesellschaft.

Einen Tag später am Donnerstag, 15. März, um 20 Uhr ebenfalls im Saal der Lagerhalle wird Elif mit ihrer einzigartigen Stimme sowie ihren unverstellten und ehrlichen Texten besonders das junge Publikum ansprechen. Der gleichnamige Titelsong ihres Albums „Doppelleben“ handelt von Elifs Gefühl, als in Berlin geborene Tochter türkischer Einwanderer zwischen den Stühlen zu sitzen, wenn es um den Begriff Heimat geht. Elif singt von der Liebe in all ihren Farben, von der Beziehung zu den Eltern, dem Verliebtsein, vom Kaputtgehen und Neuwerden.

Imaani Brown liest am 22. März um 19 im StadtGalerieCafé aus seinem aktuell erschienenen Buch „Hallo Deutschland – Auf der Suche nach Heimat“ von Flucht und Entwurzelung, von Schmerzen, Angst und Enttäuschung. Aber auch von Zuversicht, Liebe und Glück. Imaani Brown wurde in Ahwaz im Ersten Golfkrieg 1980 im Iran geboren. Imaani, landete mit sechs Jahren als Flüchtling in Frankfurt. Er lebt heute in Berlin, ist Autor, Musikproduzent und arbeitet nebenher als DJ.

Mit dem Theaterstück „Die Traumhochzeit” oder auch „Die Öztürks, Teil III“ genannt, werden am 23. März, 20 Uhr, im Lutherhaus die Lachmuskeln auf eine harte Probe gestellt: Das Theater „Halber Apfel“ spricht gegenseitige Vorurteile und gemeinsame Probleme auf ironische Art und Weise an. Eine Komödie, die sich mit dem „ernsten“ Thema Integration beschäftigt, aber auch sehr viel zu lachen garantiert.

Mit einem spektakulären „Concert against Racism“, organisiert vom Osnabrücker Bündnis gegen Rassismus, enden die Wochen gegen Rassismus. Die Band Strom & Wasser tritt zusammen mit den in Osnabrück lebenden syrischen Musikern Diyaa Abbasi und Feras Jarir am 29. März  um 19 Uhr in der Lagerhalle auf. Das Konzert verspricht ein Feuerwerk aus Punk und Poesie zu werden. Es ist aber auch eine Abrechnung mit einer Gesellschaft, in der Rassismus und Fremdenfeindlichkeit wieder auf dem Vormarsch sind.

Weitere Informationen und das Programm zum Download sind ab Mitte Februar auf www.osnabrueck.de/friedenskultur zu finden. Rückfragen an das Büro für Friedenskultur des städtischen Fachbereichs Kultur sind unter Telefon 0541 323-2462 (Can Acar) oder unter der E-Mail-Adresse acar(at)osnabrueck.de möglich.

Foto: Peter Adamik
Foto: Peter Adamik
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