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Stadt Osnabrück | Friedenskultur

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Veranstaltungen zum 9. November 2017

In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 brannten in Deutschland zahlreiche Synagogen. Auch in Osnabrück wurde das jüdische Gotteshaus an der heutigen Alten Synagogen-Straße in Brand gesetzt, jüdische Bürger wurden verhaftet oder waren gewalttätigen Übergriffen ausgesetzt.

Jährlich wird an die Verbrechen und die Opfer dieser Nacht im Rahmen einer zentralen Gedenkfeier erinnert, die seit dem Jahr 2001 durch Osnabrücker Schulen ausgerichtet wird. In diesem Jahr hat die Integrierte Gesamtschule Osnabrück die Aufgabe übernommen, die Gedenkfeier am Donnerstag, 9. November, um 16.30 Uhr in der Aula des Schlosses Osnabrück zu gestalten. Die Schülerinnen und Schüler des 6. Jahrgangs der Integrierten Gesamtschule Osnabrück widmen sich unter dem Titel „Von guten und schlechten Pilzen“ dem Thema Kindheit im Nationalsozialismus. Aufgrund der begrenzten Plätze in der Aula des Schlosses ist eine Anmeldung erforderlich.

Im Anschluss an die Gedenkfeier wird ein Gedenkgang zum Ort der zerstörten Synagoge an der Alten Synagogenstraße überleiten. Hier findet um ca. 18 Uhr die Kranzniederlegung am Mahnmal Alte Synagoge statt.

Begleitet werden die Veranstaltungen am 9. November durch ein vielfältiges Rahmenprogramm mit Lesungen, Vorträgen oder auch Ausstellungen. So wird beispielsweise vom 27. Oktober bis  9. Dezember im Foyer der neuen Universitätsbibliothek am Westerberg die Ausstellung „Was damals Recht war. Soldaten und Zivilisten vor den Gerichten der Deutschen Wehrmacht" gezeigt, die Willkür und Unrecht der deutschen NS-Militärgerichtsbarkeit dokumentiert. Am 23. Oktober um 19.30 Uhr stellt die Autorin Beate Barwich im Steinwerk St. Katharinen den evangelischen Theologen und mutigen Gegner des Nationalsozialismus Heinrich Grüber vor. Und am 5. Dezember um 19 Uhr liest Andrea von Treuenfeld in der Villa Schlikker aus ihrem Buch „Erben des Holocaust. Leben zwischen Schweigen und Erinnerung“, in dem prominente Nachgeborene über ihre Prägung durch das Schicksal der Eltern sprechen.

Zehn Jahre Stolpersteine in Osnabrück ist schließlich der Anlass, um am 22. November um 17.30 Uhr im Osnabrücker Rathaus eine vorläufige Bilanz über das Erinnerungsprojekt zu ziehen. Eine Anmeldung ist erforderlich.

Nähere Informationen zu den genannten und weiteren Veranstaltungen sind in einem Faltblatt nachzulesen, das in der Bürgerberatung und Tourist-Information erhältlich ist, an weiteren öffentlichen Orten ausliegt oder gleich hier heruntergeladen werden kann.

Anmeldungen zu den Veranstaltungen und weitere Informationen: Büro für Friedenskultur der Stadt Osnabrück, Telefon 0541 323-2287, E-Mail grewe.c(at)osnabrueck.de.

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