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Stadt Osnabrück | Friedenskultur

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Die Erinnerung an die Geschichte des Nationalsozialismus sowie deren Aufarbeitung ist ein wichtiger Baustein im Profil Osnabrücks der Friedensstadt. Träger dieser Arbeit sind seit den Achtzigerjahren neben der Stadt Osnabrück insbesondere zahlreiche bürgerschaftliche Initiativen und Einrichtungen.


Die Erinnerung an die Geschichte des Nationalsozialismus sowie deren Aufarbeitung ist ein wichtiger Baustein im Profil Osnabrücks der Friedensstadt. Träger dieser Arbeit sind seit den Achtzigerjahren neben der Stadt Osnabrück insbesondere zahlreiche bürgerschaftliche Initiativen und Einrichtungen. Auch wenn die Erinnerungskultur in Osnabrück zunehmend von einer intensiven Kooperation und Abstimmung der Akteure gekennzeichnet ist, lag den Strukturen und Aktivitäten bisher keine leitende Konzeption zu Grunde, die grundsätzliche Ziele und Handlungsfelder für eine zukunftsfähige Erinnerungskultur benennt.

Im Februar 2012 hat daher der Rat der Stadt Osnabrück die Verwaltung beauftragt ein Rahmenkonzept Erinnerungskultur Osnabrück in Kooperation mit den relevanten Einrichtungen und Initiativen in Bezug auf die Zeit des Nationalsozialismus zu erarbeiten. In seiner Sitzung vom 25. Juni 2013 hat der Stadtrat das nun vorliegende Rahmenkonzept einstimmig beschlossen (Datei zum Herunterladen siehe unten). Das Konzept ist das Ergebnis eines intensiven Diskussionsprozesses unter Beteiligung von im Bereich der Erinnerungskultur, der Vermittlung, Lehre und Forschung tätigen Einrichtungen und Initiativen, Vertretern der Opfergruppen und der politischen Gremien. Koordiniert wurde dies durch das Büro für Friedenskultur.

Inhalte der insgesamt fünf Arbeitstreffen des Plenums waren eine Bestandsaufnahme und die Frage nach Leerstellen der Osnabrücker Erinnerungskultur, die Diskussion über zentrale zukünftige Handlungsfelder und Ziele der Erinnerungskultur sowie die Formulierung von möglichen Maßnahmen, um diese Ziele zu erreichen.

Das Konzept skizziert einen Orientierungs- und Handlungsrahmen für eine zukunftsfähige Erinnerungskultur in der Friedensstadt Osnabrück, die den Herausforderungen einer sich verändernden Auseinandersetzung mit dem Thema Nationalsozialismus und einer zunehmend pluralistischen Stadtgesellschaft Rechnung trägt.

Als Herausforderungen zu benennen sind:


  • In den Familien der heutigen jungen Menschen oder auch in der professionellen Vermittlungsarbeit können immer weniger Zeitzeugen aufgrund ihres eigenen authentischen Erlebens Zugänge zur Geschichte des Nationalsozialismus ermöglichen.
  • Die vor diesem Hintergrund für historisches Lernen auch stärker zu nutzenden Potentiale der lokalen und regionalen NS-Geschichte, finden bisher insbesondere im schulischen Kontext zu wenig Berücksichtigung.
  • Im Einwanderungsland Deutschland sind die Besucher und Nutzer der Angebote zunehmend Menschen, die eigene kulturell und familiär geprägte Narrative mitbringen und deutsche Geschichte nur begrenzt als Teil ihrer Identität empfinden.
  • Die bestehenden ritualisierten Formen eines würdigen Erinnerns und Gedenkens werden von jungen Menschen häufig nicht angenommen.


Das Rahmenkonzept setzt sich mit diesen Herausforderungen auseinander und benennt mögliche Handlungsschritte. Dabei wird insbesondere in den Handlungsfeldern "Erinnerungskultur in der Einwanderungsgesellschaft" und "Kultur der Erinnerung in der pluralistischen Stadtgesellschaft" in Teilen Neuland betreten.

Vor diesem Hintergrund ist das städtische Büro für Friedenskultur durch den Rat der Stadt beauftragt worden, den Diskussionsprozess fortzuführen, um den Austausch über die in der Umsetzung von den Projekten oder Maßnahmen gemachten Erfahrungen und somit eine fortlaufende qualitative Weiterentwicklung der Erinnerungsarbeit in Osnabrück zu ermöglichen.

Die mitwirkenden Einrichtungen verstehen das Konzept als einen Orientierungs- und Handlungsrahmen für ihre zukünftige Arbeit, den sie je nach inhaltlicher Ausrichtung und zur Verfügung stehenden Ressourcen, mit einzelnen Projekten oder Maßnahmen ausfüllen werden. In diesem Sinne bietet das Rahmenkonzept ebenso eine Grundlage für die Beratungen von Projekten oder Maßnahmen im Bereich Erinnerungskultur in den politischen Gremien, die eine finanzielle Beteiligung oder ideelle Unterstützung der Stadt Osnabrück vorsehen.

Weitere Informationen: Stadt Osnabrück, Fachbereich Kultur, Büro für Friedenskultur, Christine Grewe, Tel: 0541 323 2287, grewe.c@osnabrueck.de

Zum Herunterladen: Konzept Erinnerungskultur Nationalsozialismus in Osnabrück (676 KB)

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