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26.04.2017

Konzert mit „Stella’s Morgenstern“ sowie Polina und Merlin Shepherd im Felix-Nussbaum-Haus

Reihe „Jiddische Musik im Felix-Nussbaum-Haus“

Die beliebte Konzertreihe „Jiddische Musik im Felix-Nussbaum-Haus“ ist auch in diesem Jahr wieder spannend. Stella Jürgensen hat Künstlerinnen und Künstler nach Osnabrück eingeladen, die jiddische Klangwelten in variantenreicher Bandbreite im Felix-Nussbaum-Haus erklingen lassen. 

Jiddische Musik Shepherds 1024.
(Jiddische Musik Shepherds 1024) Shepherds, Foto: Paul Bogomazov
Jiddische Musik Stellas Morgenstern 1024.
(Jiddische Musik Stellas Morgenstern 1024) Stella’s Morgenstern, Foto: Tobias Gloger

Am Freitag, 19. Mai, um 20 Uhr geben Stella's Morgenstern sowie Polina und Merlin Shepherd ein Konzert im Felix-Nussbaum-Haus. Unter dem Motto „Mahnung“ präsentieren Polina und Merlin Shepherd (Brighton/UK) und „Stella's Morgenstern“ (Hamburg/Israel) in einer persönlichen Auswahl traditionelle und neue jüdische Kompositionen gegen Rechtsradikalismus und Antisemitismus. Dieses einmalige Konzert erinnert an die traditionelle Musik der osteuropäischen Juden zu und zeigt die Bandbreite neuer jüdischer Musik auf.

Traditionelle jiddische Friedenslieder und Protestsongs, die von ihrer Aktualität nichts eingebüßt haben, setzen Stella's Morgenstern und die Shepherds Ausgrenzung und Verfolgung entgegen. Darunter mischen die Musiker ihre eigenen Kompositionen, mit denen sie jüdische Volksmusik lebendig halten und die Tradition fortführen möchten. Ergänzend werden Zeichnungen des Tel Aviver Künstlers prof*merose und Zitate jüdischer Friedensaktivisten und Philosophen projiziert.

Polina und Merlin Shepherd schöpfen tief aus der Tradition jüdischer Musik. Sie kreieren eine Spiritualität, die sie außerhalb von Synagogen mit ihren Zuhörern teilen. Beide zählen zu den führenden Musikern, die osteuropäische jiddisch-jüdische Musik in ihrer ursprünglichen Stilistik wieder aufleben lassen.

„Stella's Morgenstern“ spielt neue und alte jüdische Volksmusik mit unverkennbar orientalisch-anglosächsischen Einflüssen auf Hebräisch, Jiddisch, Englisch und Deutsch. Die meisten Lieder stammen aus der Feder des Tel Aviver Künstlers Merose, der seit 40 Jahren zwischen Hamburg und Tel Aviv pendelt.

Stella Jürgensen kennt sich in der Musikszene jüdischer Klangwelten besonders gut aus. Sie findet für die Konzerte im Felix-Nussbaum-Haus stets international agierende Musiker, die das Osnabrücker Publikum begeistern. Sie bringt eine junge Generation von Experten und Newcomern zusammen, die traditionelle jiddische Musik und Klezmer mit ihren vielfältigen musikalischen Interpretationen ein multikulturelles Gesicht schenken. In diesen Konzerten lebt Klezmer.

Stella Jürgensen moderiert durch die Konzerte. Sie stellt die Musikerinnen und Musiker vor, gibt profunde Einblicke in rituelle Funktionen bestimmter Musikstücke und verweist auf besondere Kombinationen von Klängen und Rhythmen, die zu den persönlichen Interpretationen des Künstlers, der Künstlerin gehören.

Polina Shepherd, geboren im sibirischen Tomsk, studierte am renommierten Kasan-Konservatorium Gesang. Sie ist spezialisiert auf komplexe Vokal-Techniken, die neben dem Schwerpunkt der Liedinterpretation auch auf die stimmliche Reproduktion instrumentaler Ornamentierungen in kantoraler Musik und im Klezmer ausgerichtet sind.

Merlin Shepherd ist international anerkannter Musiker, Komponist und Dozent. Er war musikalischer Leiter des Royal National Theatre, der Royal Shakespeare Company und des Shakespeare's Globe Theatre in London.

prof*merose, geboren in Tel Aviv, lebt in Hamburg. Er ist Zeichner, Maler und leidenschaftlicher Musikmacher.

Stella Jürgensen (Gesang, Autoharp, Ukulele, Flöte) hat sich auf jiddische und hebräische Volkslieder spezialisiert. Markenzeichen ist ihre tiefe Altstimme, die sie narrativ einsetzt.

Andreas Hecht (Gesang, Gitarren, Banjo, Lautengitarre, Perkussion) studierte klassische Gitarre in Hamburg und spezialisierte sich zunächst auf Flamenco und spanisch-orientalische Genres. Später widmete er sich der Musik Lateinamerikas. Ihn zeichnet seine Vielseitigkeit aus, die er exzellent mit seiner klassischen Spieltechnik zu verbinden weiß.

Gefördert wird die Reihe „Jiddische Musik im Felix-Nussbaum-Haus“ von der Felicitas und Werner Egerland-Stiftung.

Tickets gibt es im Vorverkauf im Museumsladen zu einem Preis von 15 Euro sowie an der Abendkasse im Museum für 17 Euro. Weitere Informationen sind unter Telefon 0541 323-2560 erhältlich.



www.osnabrueck.de/fnh

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