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18.05.2017

„Tanz am Abgrund. Vom Ausdruckstanz zum deutschen Tanz“

Anlässlich der Sonderausstellung „Danse macabre. Tanz und Tod im frühen 20. Jahrhundert“ lädt das Felix-Nussbaum am 1. Juni 2017 um 18 Uhr zum Vortrag „Tanz am Abgrund. Vom Ausdruckstanz zum deutschen Tanz“ ein.

Mary Wigman zählt zu den bedeutendsten Protagonistinnen des modernen Tanzes, der in den 1920er Jahren eine Fülle neuer Ausdrucksformen und Stile hervorbrachte. Die einflussreiche Tänzerin und Choreografin stand in enger Verbindung mit dem Maler Ernst Ludwig Kirchner, der den „Totentanz II“ Mary Wigmans in zahlreichen Grafiken und einem eindrucksvollen Gemälde festgehalten hat. Zusammen mit Felix Nussbaums Gemälde „Triumph des Todes“ (1944) steht Kirchners Gemälde „Totentanz der Mary Wigman“ (1926/28) im Zentrum der aktuellen Sonderausstellung im Felix-Nussbaum-Haus. Mit Beginn des NS-Regimes 1933 wurde der moderne Tanz gleichgeschaltet, musste der nationalsozialistischen Ideologie und den erlassenen (Rasse-)Gesetzen Folge leisten.

Die Wigman-Biografin Dr. Hedwig Müller und die Dramaturgin und Leiterin der Dance Company Theater Osnabrück, Dr. Patricia Stöckemann, beleuchten in ihrem Vortrag am Beispiel der Protagonisten des modernen Tanzes Rudolf von Laban, Mary Wigman und Kurt Jooss den Übergang des Ausdruckstanzes von den 1920er Jahren der Weimarer Republik in die 1930er Jahre der Hitler-Diktatur. Der Vortrag zeigt Kontinuitäten und Brüche durch Anpassung und Emigration auf.

Die Ausstellung im Felix-Nussbaum-Haus findet im Rahmen des spartenübergreifenden Kooperationsprojekts „Danse Macabre. Totentanz“ mit dem Theater Osnabrück, dem Diözesanmuseum Osnabrück und der Kunsthalle Osnabrück statt. Mehr Informationen unter www.dansemacabre-osnabrueck.de

 

 



www.osnabrueck.de/fnh

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