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Nachwuchssuche der Freiwilligen Feuerwehr

Die Feuerwehr in der Stadt Osnabrück steht vor einer großen Aufgabe: Nachdem im vergangenen Jahr ein Gutachten belegt hat, dass die Anfahrtszeiten bei Löschfahrten in Stadtrandlagen wie in der Dodesheide, im Widukindland und in Hellern und Lüstringen teilweise zu lang sind, sollen nun zwei neue Ortsfeuerwehren gegründet und gleichzeitig neue Mitglieder für die sieben bestehenden Freiwilligen Feuerwehren gewonnen werden.

Ein großes Ziel, denn freiwilliges Engagement als Lebensretter und Brandbekämpfer steht längst nicht mehr so hoch im Kurs wie früher. Freiwillige Feuerwehren stehen landauf, landab vor Nachwuchssorgen – so sehr, dass jetzt sogar mit einem Kinowerbespot nach neuen Kräften gesucht wird. Die Kampagne läuft auch im Internet: www.ja-zur-feuerwehr.de.

Auch in Osnabrück werden bei der Suche nach neuen Mitgliedern für die Freiwillige Feuerwehr viele neue Register gezogen. So treten etwa einige Ortsfeueuerwehren neu bei Facebook auf und auf dieser Internetseite wird unter anderem mit einer neuen Artikelserie für das ehrenamtliche Engagement geworben.

"Es geht darum, eine nennenswerte Anzahl von neuen Kräften zu finden", sagten Brandoberrat Dietrich Bettenbrock und der stellvertretende Stadtausbildungsleiter Timo Lauxtermann, nach deren Worten sich die Personalsituation bei der Freiwilligen Feuerwehr in Osnabrück noch einigermaßen gut darstellt. Während in vielen anderen Städten die Mitgliederzahlen bei den Freiwilligen Feuerwehren um 4 bis 12 Prozent gesunken sind, gibt es in Osnabrück zwar bisher keinen Mitgliederschwund, aber der Zulauf hat in den letzten Jahren nur noch ausgereicht, um den Bestand zu halten.

Nach den Worten von Lauxtermann und Bettenbrock schwankt die Gesamtzahl der Freiwilligen Feuerwehrleute in den sieben Ortsfeuerwehren in der Stadt Osnabrück jeweils zwischen 270 und 290. "Bei uns stagnieren die Mitgliederzahlen, aber damit stehen wir noch vergleichsweise gut da", so Lauxtermann. Die Freiwilligen Feuerwehrleute sind zusammen mit den rund 100 Beamten der Berufsfeuerwehr für den Brandschutz in Osnabrück zuständig.

Wie sie erklären, rekrutieren die Osnabrücker Brandbekämpfer ihre neuen Mitglieder mit Ausnahme von wenigen Neuzugezogenen fast ausschließlich aus den Jugendfeuerwehren in der Stadt. "Wir haben in den Freiwilligen Feuerwehren in Osnabrück eine gute Jugendarbeit, von der wir profitieren", lobt Bettenbrock. Unter den (jungen) Erwachsenen, die sich ehrenamtlich engagieren, konkurriere die Feuerwehr in der Stadt mit vielen neu entstandenen Einsatzfeldern. "In ländlichen Regionen mit weniger Möglichkeiten sehen die Mitgliederzahlen vielfach noch ganz anders aus", sagen sie.

Weiter sei eher nicht mehr so bekannt, dass es möglich sei, noch bis zu einem Alter von 50 Jahren in die Feuerwehr einzutreten und dass man bis zum Alter von 63 Jahren dabei bleiben könne. Außerdem gebe es das Vorurteil, das die Ausbildung schwierig sei. "Man muss sich zwar etwas aneignen, aber das kann jeder schaffen", meint Lauxtermann. Außerdem habe die Osnabrücker Feuerwehr durch den Aufbau des neuen Ausbildungszentrums auf dem früheren Kasernengelände am Limberg gerade hier angesetzt, um attraktive Lehr- und Übungsmöglichkeiten bieten zu können.

Hintergrund für den gewünschten Ausbau sind Ergebnisse eines Gutachtens, das die Stadt Osnabrück in Auftrag gegeben hatte, um den Personal- und Ausstattungsbedarf der Feuerwehr zu klären. Die auf Gefahrenabwehr im kommunalen Bereich spezialisierte Sicherheitsberatung Lülf und Rinke (Kaarst) kam nach Auswertung von Einsätzen bei "kritischen Wohnungsbränden" von Dezember 2006 bis November 2010 zu dem Ergebnis, dass die von der Arbeitsgemeinschaft der Leiter der Berufsfeuerwehren in Deutschland (AGBF) empfohlene Einsatzzeit von 8 Minuten in Osnabrück nur in 72 % aller Fälle erreicht wurde. Der empfohlene Richtwert liegt bei 90 %.

Die Gutachter schlugen neben dem Aufstocken der Berufsfeuerwehr auch einen Ausbau der Freiwilligen Feuerwehr als mögliche Lösung vor. Vorteil: Der Aufbau neuer Ortsfeuerwehren mit ehrenamtlichen Kräften und ihr Betrieb würden weniger Kosten verursachen als ein Ausbau der Berufsfeuerwehr. Dabei ist jedoch nach den Worten von Bettenbrock zu beachten, dass die Verfügbarkeit von ehrenamtlichen Kräften im Einsatzfall nur schwer zu kalkulieren ist. Außerdem müssen die nötigen Ehrenamtlichen ja erst einmal gefunden werden.

Dabei stehen die Osnabrücker Brandbekämpfer quasi vor einer Herkulesaufgabe, denn der Personalbedarf ist immens: Neben neuen Mitgliedern für die bestehenden Ortsfeuerwehren soll eine ausreichende Anzahl von Kräften für den Aufbau von zwei neuen Wachen gefunden werden. In beiden Ortsfeuerwehren müssten jeweils rund um die Uhr 9 Feuerwehrleute zur Verfügung stehen, die binnen 5 Minuten ausrücken und Brandorte innerhalb von 8 Minuten erreichen könnten. Gewünschte Stadtteile für den Aufbau der neuen Freiwilligen Feuerwehren sind Hellern sowie Haste/Dodesheide.

Für den Aufbau der beiden neuen Ortsfeuerwehren und zur Stärkung der bestehenden Freiwilligen Feuerwehren werden neue Kräfte gesucht. Wer sich für eine Mitgliedschaft bei der Freiwilligen Feuerwehr interessiert, wendet sich an Guido Maunert bei der Feuerwehr Osnabrück über 0541 323-1290, Nobbenburger Straße 4, 49076 Osnabrück.

Interessenten können auch direkt mit den Ortsfeuerwehren Eversburg (0541 123817), Haste (0541 681026), Neustadt (0541 589735), Voxtrup (0541 386921), Schinkel (0541 709860), Sutthausen (0541 596057) und Stadtmitte (0541 434745) in Kontakt treten.

Eine Übersicht über die Freiwilligen Feuerwehren und weitere Informationen zur Feuerwehr in Osnabrück findet sich auf der Internetseite der Stadt Osnabrück.

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