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In 220 Stunden zum Lebensretter: Feuerwehr ist ein Ehrenamt mit Verantwortung und Spaß

Feuerwehrleute sind Alleskönner: Sie löschen Brände, bergen und retten Menschen, sind vertraut im Umgang mit Gefahrgütern, leisten technische Hilfe und gehen mit schwerem Gerät und Spezialausrüstungsgegenständen um. Wenn es brennt, rückt ebenso die Feuerwehr an wie bei Unfällen, Überschwemmungen, Umweltgefahren oder in extremen Notfallsituationen. Und manchmal rettet die Feuerwehr sogar Katzen aus Bäumen.

Eine anspruchsvolle Aufgabe: Feuerwehrleute müssen mit Menschen umgehen können, außerdem müssen sie auch hervorragende Teamspieler und besonders gut ausgebildet sein. Die Ausbildung ist das A und O: Wenn sie in gefährliche Situationen vorrücken, müssen sich Feuerwehrleute blind auf ihre Kameraden verlassen können. Und bei größeren Einsätzen müssen Kräfte aus verschiedenen Feuerwehren Hand in Hand zusammenarbeiten können. Dabei muss alles genau aufeinander abgestimmt sein.

Die Inhalte der Ausbildung sind bundeseinheitlich und gleichen sich für die Freiwillige Feuerwehr, die Berufsfeuerwehr und Werksfeuerwehren (für die Berufsfeuerwehr gibt es noch ergänzende Vorgaben). Die Ausbildung wird in einzelnen Modulen durchgeführt, sie erstreckt sich über 220 Unterrichtsstunden, die in einem Zeitraum von zwei Jahren durchgeführt werden.

Grundlage ist die zweiteilige Truppmann-Ausbildung: Nachdem im ersten Teil (74 Stunden) die Grundausbildung vermittelt wird, schließen sich weitere Ausbildungsmodule an, in denen der Umgang mit Sprechfunkgeräten (25 Stunden) und mit Atemschutzgeräten (25 Stunden), zum (Selbst-)Retten und zur Rechtskunde (8 Stunden), zu ABC-Gefahrstoffen und zur Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV, 8 Stunden) gelehrt werden. Die Ausbildung schließt mit dem 2. Teil des Truppmann-Kurses (64 Stunden) ab.

In den Unterrichtsmodulen werden theoretische und praktische Kenntnisse vermittelt, abschließen wird das Wissen in Prüfungen abgefragt. Wer Leitungsfunktionen übernehmen will, muss anschließend noch eine Führungsausbildung absolvieren. Die Truppmann-Ausbildung und die technischen Lehrgänge werden in Osnabrück auf kommunaler Ebene durchgeführt, die weiterführenden Ausbildungsteile werden auf Landesebene vermittelt. Nach der Ausbildung und dem Abschluss der Prüfungen müssen sich Feuerwehrleute mindestens 40 Stunden jährlich fortbilden, damit sie auf dem neuesten Stand bleiben. In den Freiwilligen Feuerwehren wird dies an wöchentlichen Dienstabenden gemacht.

Wie Brandoberrat Dietrich Bettenbrock erklärt, bewegen sich die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren in einem Spannungsfeld zwischen Brandschutz, Disziplin und einer ehrenamtlichen Tätigkeit, die bei aller Verantwortung auch Spaß machen soll. "Grundvoraussetzung ist die Diensttauglichkeit, die in einer Art arbeitsmedizinischen Untersuchung überprüft wird und alle drei Jahre neu bescheinigt werden muss", erklärt er.

Weiter müssen die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr neben Einsatzfahrten einmal wöchentlich an Dienstabenden teilnehmen, an denen von Gerätekunde bis zu Schutztechniken laufend wichtige Inhalte vertieft werden. "Da besteht eine Teilnahmepflicht. Es müssen jährlich mindestens 40 Dienstabende mitgemacht werden", so Bettenbrock.

Auch müssten sich die Mitglieder für Bereitschaftsdienste zur Verfügung halten und nötigenfalls binnen weniger Minuten dienstbereit sein und dafür sogar ihre Arbeitsstellen verlassen können.

Dass Freiwillige Feuerwehrleute ständig auf dem neuesten Stand sind, ist besonders wichtig, weil sonst bei Einsätzen die Zusammenarbeit mit anderen Wehren nicht funktionieren würde. "Dabei muss jeder genau wissen, was er tut. Alle Handgriffe müssen sitzen und alles muss aufeinander abgestimmt sein", so Bettenbrock. Eine reibungslose Zusammenarbeit sei auch zur Gefahrenvermeidung besonders wichtig. "Das ist alles keine Spielerei. Jeder Brand birgt Gefahren, dass sich unsere Feuerwehrleute verletzten können und natürlich auch für die Betroffenen, deren Besitz, ihre Tiere oder sogar ihre Gesundheit oder ihr Leben bedroht sind."

Deswegen, so Bettenbrock, sei die Ausbildung auch so aufwändig und dauere so lange. "Wenn wir bei Einsätzen auftauchen, unterscheiden die Betroffenen nicht zwischen Freiwilliger Feuerwehr und Berufsfeuerwehr. Egal, wer ausrückt – es wird kompetente Hilfe erwartet."

Für den Aufbau der beiden neuen Ortsfeuerwehren und zur Stärkung der bestehenden Freiwilligen Feuerwehren werden neue Kräfte gesucht. Wer sich für eine Mitgliedschaft bei der Freiwilligen Feuerwehr interessiert, wendet sich an Guido Maunert bei der Feuerwehr Osnabrück über 0541 323-1290, Nobbenburger Straße 4, 49076 Osnabrück.

Interessenten können auch direkt mit den Ortsfeuerwehren Eversburg (0541 123817), Haste (0541 681026), Neustadt (0541 589735), Voxtrup (0541 386921), Schinkel (0541 709860), Sutthausen (0541 596057) und Stadtmitte (0541 434745) in Kontakt treten.

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