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Der Hauptinhaltsbereich - hier finden Sie Artikel zum Thema Der Umlauf des Geldes

Eine Kurzgeschichte

Es ist Januar in einer kleinen Stadt an der Küste Griechenlands. Es regnet in Strömen, die ganze Stadt scheint verwaist zu sein. Die Krise ist mittlerweile Alltag auch an diesem Ort, alle haben Schulden und leben auf Pump. Da erscheint ein Tourist und betritt das einzige kleine Hotel am Ort. Er hätte gerne ein Zimmer. Er legt einen 100-Euro-Schein auf den Tresen der Rezeption und lässt sich die Zimmer zeigen, bevor er sich die Gegend anschaut. Der Chef des Hotels greift nach dem Schein, läuft zum Schlachter und kauft mit den 100 Euro Vorräte für die nächsten Tage ein. Der Schlachter beschafft sich Nachschub bei dem Bauer, von dem er immer die Schweine bekommt. Der Bauer wiederum eilt zur Mühle, kauft dort Getreide. Der Müller gibt die Banknote an seine Tochter weiter, die sich sogleich ein Paar neue Schuhe kauft. Der Inhaber des Geschäfts ist mit einem Freund zum Mittagessen in besagtem Hotel verabredet. Er zahlt mit der 100-Euro-Note, mit der der Hotelier erst kurz zuvor das Haus verließ. Da kommt der Tourist von seinem Gang zurück. Er kann nicht bleiben. Er nimmt den Geldschein und geht.

Das Beispiel verdeutlicht, wozu Geld eigentlich da ist – nämlich für den Tausch von Waren und Dienstleistungen. Die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes bestimmt dessen Funktion als Tauschmittel. Sobald die Markteilnehmer beginnen, das Geld aufzubewahren, etwa für Anschaffungen in der Zukunft oder in der Hoffnung auf Zinsen, steht es in der Gegenwart nicht als Tauschmittel zur Verfügung; es kommt zu Engpässen. Auch beim Euro geraten Unternehmen in Schwierigkeiten, wenn die Konsumenten ihr Geld überwiegend sparen und nur noch das Nötigste einkaufen.


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