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02.07.2019

Oberbürgermeister verabschiedet Dr. Carl-Heinrich Bösling, Leiter der Volkshochschule, in den Ruhestand

Oberbürgermeister Wolfgang Griesert hat Dr. Carl-Heinrich Bösling in den Ruhestand verabschiedet. Bösling war zehn Jahre Leiter der Volkshochschule (VHS) der Stadt Osnabrück. Im Dienste dieses kommunalen Zentrums für Weiterbildung stand er aber schon deutlich länger. Lange bevor er Geschäftsführer wurde, gab er schon Unterricht in der VHS.

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(204310 P) Oberbürgermeister Wolfgang Griesert (links) hat Carl-Heinrich „Charly“ Bösling (Mitte), Leiter der VHS Osnabrück, in den Ruhestand verabschiedet. Mit dabei waren auch seine Frau Barbara und seine Enkel. Böslings Nachfolger ist Dr. Tobias Pischel de Ascensão (rechts). Foto: © Stadt Osnabrück, Silke Brickwedde

Anfang der Achtzigerjahre begann für Dr. Carl-Heinrich Bösling, der von vielen Freunden und Kollegen „Charly“ genannt wird, die Arbeit in der Osnabrücker VHS. Er war Kursleiter für Nichtabiturienten, die nach einem Jahr in Abendkursen, Wochenendseminaren und Bildungsurlauben ihr fachgebundenes Studium aufnehmen konnten. „Ich habe einige tausend Stunden Unterricht gegeben“, sagt Bösling rückblickend. „Danach bin ich dann aber hauptamtlich tätig geworden bei einer anderen Erwachsenbildungseinrichtung mit Sitz in Hannover und war zuletzt tätig als Regionalleiter für den Osnabrücker Raum, die Grafschaft, das Emsland und Südoldenburg.“ 

1991 ging es zurück zur Osnabrücker Volkshochschule an die Bergstraße als Leiter des Programmbereichs „Gesellschaft und Politik mit Schwerpunkt Umwelt und Gesundheit“. Carl-Heinrich Bösling zählt auf: „Ab 1995 war ich dann stellvertretender VHS-Direktor, nach Umwandlung in einen Eigenbetrieb 1999 hieß das dann stellvertretender Werksleiter. Am 5. Mai wurde ich dann Werksleiter der VHS und nach Umwandlung in eine GmbH 2011 Geschäftsführer.“ 

„Es waren aufregende Zeiten“, sagte Oberbürgermeister Wolfgang Griesert bei der Verabschiedung. „Das lag unter anderem an zahlreichen großen Ausstellungen, die Sie mit aufschlussreichen Begleitprogrammen organisiert haben.“  Beispielhaft nannte Griesert die „Wehrmachtsausstellung“ von 1999 mit knapp 35.000 Besuchern. Griesert: „Intensiv wurde diese Ausstellung in den Medien diskutiert, Neonazis protestierten auch in Osnabrück und zahlreiche anonyme Absender machten Ihnen beleidigende Vorwürfe.“ Es folgte die ebenfalls erfolgreiche Ausstellung „Justiz im Nationalsozialismus“, die im Landgericht gezeigt wurde. 

Für Volkshochschulen sind Tagungen eher ungewöhnlich. Unter Carl-Heinrich Bösling fanden sie häufig in der VHS statt, zum Teil mit internationaler Ausrichtung und in Kooperation mit verschiedenen Partnern wie der Uni Osnabrück oder der Remarque-Gesellschaft. 

„Stolz bin ich auf die enorme Zahl von Zeitzeugenvorträgen zum Thema NS-Zeit, aber auch zu Stalinismus, DDR-Vergangenheit oder Kolonialgeschichte“, sagt Bösling. „Neben öffentlichen Vorträgen haben wir uns immer auch an Schulen gewandt. Hier gibt es eine gute Kooperation auch mit den Gedenkstätten Augustaschacht und Gestapokeller und der Villa Schlikker. Das Resultat war, dass mittlerweile rund 65.000 Schülerinnen und Schüler an solchen Begegnungen teilnehmen konnten.“ 

Wolfgang Griesert würdigte Carl-Heinrich Böslings zukunftsweisendes Wirken: „Ich bin mir sicher, dass wir in den kommenden Jahren immer wieder Ihren Spuren begegnen werden, weil Sie oftmals schon in Gegenden unterwegs gewesen sind, als andere noch nicht wussten, dass es diese überhaupt gibt.“ 

Nachfolger von Carl-Heinrich „Charly“ Bösling ist Dr. Tobias Pischel de Ascensão. Er war Direktor der Volkshochschule Ibbenbüren und seit 2015 Direktor der Volkshochschule der Grafschaft Bentheim. Ein wenig ähnelt seine Karriere der seines Vorgängers: Seine ersten Erfahrungen in der Erwachsenenbildung hat Dr. Tobias Pischel de Ascensão als Englischdozent in den Neunzigerjahren an der Osnabrücker VHS gesammelt.


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