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07.09.2022

Erster Stadtrat Wolfgang Beckermann sieht Ende des Bundesprogramms „Sprach-Kitas“ als falsches Signal

Die Entscheidung der Bundesregierung, das Bundesprogramm „Sprach-Kita: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ Ende des Jahres 2022 auslaufen zu lassen, ist für den Ersten Stadtrat und Vorstand für Bildung, Kultur und Familie, Wolfgang Beckermann ein vollkommen falsches Signal: „Die Herausforderungen der vergangenen beiden Jahre durch die Pandemie und nun die Integration von ukrainischen Kindern in den Kindertagesstätten bringen die Fachkräfte an den Rand ihrer Kräfte. Gerade jetzt benötigen die Kinder verlässliche Strukturen und die Fachkräfte Unterstützung bei der Bewältigung dieser Herausforderungen.“

Mit dem Auslaufen der Sprach-Kitas fällt ein von den Fachkräften geschätztes Programm zum Ende des Jahres weg. Die aus dem Bundesprogramm finanzierten Sprachfachkräfte leisten seit Jahren herausragende Arbeit. Der Wegfall wäre ein Rückschritt für die Professionalisierung der Erzieherinnen und Erzieher sowie einer alltagsintegrierten sprachlichen Bildung, inklusiven Pädagogik und in der Zusammenarbeit mit Familien in Kitas.

„Der Bund sollte seine Entscheidung überdenken und Mittel – so wie im Koalitionsvertrag angekündigt – ab 2023 bereitstellen“, meint Wolfgang Beckermann. Auch wenn der Bund mit dem Entwurf eines Kita-Qualitätsgesetzes das Handlungsfeld Sprache als einen Schwerpunkt definiert habe und finanzielle Mittel bereitstellen will, bestehe die Kritik insbesondere darin, dass keine direkte Fortsetzung ab 2023 zu erwarten ist. „Für alle Beteiligten entsteht nun eine große Verunsicherung“, erklärt der Erste Stadtrat.

In der Stadt Osnabrück betrifft das Ende der Sprach-Kitas insgesamt 29 Einrichtungen, die bislang mit einer zusätzlichen halben Fachkraftstelle gefördert werden. Das Programm ist in der Stadt 2016 mit dem Ziel der alltagsintegrierten sprachlichen Bildung als fester Bestandteil in der Kindertagesbetreuung implementiert worden.

Das Bundesprogramm „Sprach-Kitas“ richtet sich an Kitas, die von einem überdurchschnittlich hohen Anteil von Kindern mit besonderem sprachlichem Förderbedarf besucht werden. Die Sprachförder-Kitas erhalten eine zusätzliche halbe Fachkraftstelle. Diese Fachkraft unterstützt im Bereich sprachliche Bildung das Team, sie berät, begleitet und unterstützt die Kindertagesstätten-Teams bei der Weiterentwicklung der alltagsintegrierten sprachlichen Bildung. Zusätzlich ist eine Fachberatung eingebunden. Über die Fachberatung erfolgt eine Qualifizierung der Fachkräfte innerhalb des Verbundes der Stadt Osnabrück.

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