Navigation über die Inhaltsbereiche dieser Seite

Der Hauptinhaltsbereich - hier finden Sie Artikel zum Thema Stadtporträt

Osnabrück stellt sich vor

OsnabrückHalle, Foto: © OsnabrückHalle
OsnabrückHalle, Foto: © OsnabrückHalle
Felix Nussbaum Haus c Lewandowski
Das Osnabrücker Rathaus, Foto: Stadt Osnabrück, Dr. Sven Jürgensen
Das Osnabrücker Rathaus, Foto: Stadt Osnabrück, Dr. Sven Jürgensen

Osnabrück, das sind die schmucke Altstadt und die Hochschulen, der VfL und die Friedenskultur, Springbrötchen und Drei-Sterne-Küche und natürlich auch das Nettebad. Im Frühling genießen die Osnabrücker ihren Kaffee in einem der zahlreichen Straßencafés und freuen sich auf ihr Stadtfest, die Maiwoche. Im Sommer halten sie ihre Füße in die Hase, die Nette oder die Düte. Die Flüsse sind so klein wie sie klingen, ihre Auen sind aber umso schöner. Der Umzug der kleinen Steckenpferdreiter gehört zum Herbst, dann erinnern sich die Osnabrücker an den Westfälischen Frieden von 1648, der im historischen Rathaus geschlossen wurde. Im Winter schließlich trinken die Osnabrücker einen Punsch oder zwei auf dem historischen Weihnachtsmarkt zwischen Dom und Rathaus.

Lage

Osnabrück ist mit mehr als 170.000 Menschen (Stand 31. Dezember 2016) wirtschaftliches und kulturelles Oberzentrum im Westen Niedersachsens und Herz des Osnabrücker Landes. Es liegt zwischen Teutoburger Wald und Wiehengebirge und als einzige deutsche Großstadt mitten in einem Naturpark – dem UNESCO Geopark TERRA.vita. Die „Grünen Finger“ reichen bis in Stadt, in den meisten Vierteln ist es möglich, naturnah zu wohnen.

Freizeit

Osnabrück ist eine Einkaufsstadt. Neben dem klassischen Shoppingangebot gibt es viele ausgefallene Läden mit schönen Kleidern und schönen Dingen. Im Moment wird der Neumarkt umgestaltet, in wenigen Jahren entsteht dort ein Shoppingcenter, das den Einkaufsstandort Osnabrück weiter stärkt. Ein Vorgeschmack ist das Hasehaus am Neumarkt, das sich durch seine besondere Architektur auszeichnet und schon jetzt einen deutlichen Akzent setzt.

Nachtaktive Menschen finden in der Stadt reichlich Möglichkeiten auszugehen, gut zu essen und auch zu tanzen. Gourmets schätzen die Drei-Sterne-Küche von Thomas Bühner im „La Vie“. Es gibt aber auch viele weitere Restaurants und Kneipen, in denen Hunger und Durst gestillt werden können – und das für jeden Geldbeutel. Anschließend kann es in den großen und kleinen Clubs der Stadt weitergehen.

Radfahren oder wandern: Da Osnabrück mitten im Naturpark liegt, gibt es dafür unzählige Möglichkeiten. Wer lieber Baden geht, besucht eines der drei Osnabrücker Schwimmbäder. Einmalig in Europa ist eine der fünf Rutschen im Nettebad – die Sloop. Mutige stehen in der gläsernen Startkapsel, dann wird ihnen der Boden unter den Füßen weggezogen, es geht fünf Meter im freien Fall in die Tiefe und erst dann kommt der erste Kontakt mit der 94 Meter langen Rutsche. Man muss mindestens sieben Mal gerutscht sein, bis einem der Atem nicht mehr stockt.

Kultur

Osnabrück hat viel Kultur: Felix-Nussbaum-Haus mit Kulturgeschichtlichem Museum, Theater, Waldzoo, oder Botanischer Garten – Kultur lässt sich im Lackschuh genauso erleben wie im Wanderstiefel. In der reich gegliederten Museumslandschaft ist das Felix-Nussbaum-Haus die jüngste und spektakulärste Einrichtung. Das von dem amerikanischen Stararchitekten Daniel Libeskind im dekonstruktivistischen Stil konzipierte Haus für die weltweit größte Sammlung von Bildern des jüdischen Malers Felix Nussbaum erregte weltweit Aufsehen und Anerkennung. Nussbaum wurde in Osnabrück geboren und 1944 in Auschwitz ermordet. Das Museum am Schölerberg ermöglicht seinen Gästen kurze Wege zwischen Himmel und Erde. Im Planetarium schauen die Besucher in den Sternenhimmel oder beobachten im Stollenlabyrinth des unterirdischen Zoos Nacktmulle beim Futterholen. Neben dem Museum am Schölerberg liegt der Zoo. Elefanten, Löwen, Tiger, Giraffen und ele andere Tiere leben auf einem weitläufigen Gelände mitten im Wald.

Einen schönen Abend kann man sich in der OsnabrückHalle machen, die nach der Renovierung neu und modern geworden ist. Dort tritt Prominenz auf, es wird aber auch gern Kongress-Zentrum genutzt.

Im Museum für Industriekultur am Piesberg lassen historische Dampfmaschinen erahnen, wie schwer die Arbeit in der Steinkohlenzeche gewesen sein muss. Mit dem gläsernen Aufzug geht es 30 Meter tief in den historischen Bergwerksstollen. Wer dann wieder frische Luft braucht, steigt auf den Aussichtsturm Felsrippe am Piesberg und schaut sich Osnabrück aus 200 Metern Höhe an. Oder wandert im Landschaftspark auf dem Rundweg und testet seine Fitness auf den Treppen und Stiegen.

Neben dem Drei-Sparten-Theater und den Museen gibt es eine vielfältige freie Szene und große Veranstaltungen wie das Morgenland Festival Osnabrück, das Afrikafestival, das European Media Art Festival und das Unabhängige Filmfest. Die Maiwoche ist eine der größten Volksfeste Norddeutschlands. Zehn Bühnen stehen in der Innenstadt, auf denen an zehn Tagen bis zu 100 Bands und Künstler auftreten. Nicht zuletzt finden die Ausstellungen in der Kunsthalle Osnabrück bundesweit und international Beachtung.

Geschichte

Den Eindruck einer Stadt mit einer langen Geschichte vermitteln der spätromanische Dom und das Barockschloss sowie die beliebte Altstadt mit mittelalterlichen Wehranlagen und Fachwerkhäusern. Als Stadtgründer gilt Karl der Große; 780 soll er bestimmt haben, dass an dem Knotenpunkt alter Handelsstraßen ein Bischofsitz entstehen sollte. Heute ist Osnabrück das Zentrum eines großen Bistums, war über Jahrhunderte Hauptstadt eines unabhängigen deutschen Landes, des Hochstiftes Osnabrück, das 1802 in den Turbulenzen der napoleonischen Zeit seine Unabhängigkeit verlor und hannoverisch wurde.

Friedensstadt

Jedes Schulkind kennt Osnabrück aus dem Geschichtsbuch. 1643 begann der erste europäische Friedenskongress, der 1648 das Grauen des Dreißigjährigen Krieges beendet. In Osnabrück wurden bedeutende Teile des Westfälischen Friedens ausgehandelt. Historiker bezeichnen das Vertragswerk als eine der Geburtsstunden des modernen Europas. Und auch heute noch wird Osnabrücks Profil durch ein intensives friedenspolitisches Engagement und gelebte Toleranz geprägt. So wurde 2012 das Institut für Islamische Theologie an der Universität Osnabrück eröffnet. Alle zwei Jahre vergibt die Stadt den Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis zur Erinnerung an das von tiefem Humanismus geprägte Lebenswerk des aus Osnabrück stammenden Schriftstellers, und sie fördert das Remarque-Friedenszentrum. Seit 2001 ist Osnabrück Sitz der im Jahr zuvor gegründeten Deutschen Stiftung Friedensforschung. Sie fördert wissenschaftliche Vorhaben, den wissenschaftlichen Nachwuchs, initiiert Konferenzen, hilft bei der Vernetzung von Forschungsinstitutionen und ist dadurch ein wichtiger Knotenpunkt für die Friedensforschung.

Städtepartnerschaften

Osnabrück pflegt die Freundschaften mit vier Partnerstädten auf eine Weise, die in Deutschland einmalig ist: Acht junge Menschen bieten als Botschafter jeweils für eine Jahr ihre Hilfe an. Vier von ihnen arbeiten im Rathaus Osnabrück die anderen vier in den Partnerstädten Angers in Frankreich, Haarlem in den Niederlanden, Derby im Herzen Englands, Çanakkale in der Türkei und Twer an der Wolga, eine der ältesten Städte Russlands. Bis heute haben mehr als 200 junge Männer und Frauen das Angebot genutzt, in einer Partnerstadt zu arbeiten.

Bildung

Osnabrück ist eine Hochschulstadt. Mehr als 26.000 Studierende lernen in den internationalen Studiengängen in Universität und Hochschule. Ein nicht ganz unwichtiges Detail: Die Mensa wird von den Studenten sehr gut bewertet. Die Wege sind kurz: Von der Innenstadt aus ist jeder Hochschulstandort mit Rad oder Bus gut zu erreichen.

Zur Weiterentwicklung des Stadtbildes tragen auch die Umwandlungen der ehemaligen britischen Kasernengelände bei, die sich unter anderem durch verbindende Konzepte von Wissenschaft und Wohnen auszeichnen. Im Zuge der Konversion wurden sechs Kasernenareale mit einer Gesamtfläche von rund 160 Hektar sowie insgesamt 1.340 Wohneinheiten frei. Darüber hinaus setzt die in Osnabrück ansässige Deutsche Bundesstiftung Umwelt Impulse bei der europaweiten, bundesweiten und lokalen Umsetzung von Projekten zum Umweltschutz.

Industrie und Handel

Nostalgiker schwärmen für den  sportlichen VW Karmann-Ghia oder das niedliche Käfer-Cabrio, die in den Karmann-Werken produziert wurden. Heute baut VW Autos in Osnabrück. Neben der Autoproduktion haben sich insbesondere Logistikunternehmen, Speditionen, Stahl- und Kabelindustrie, Unternehmen der Lebensmittelbranche und im Dienstleistungssektor angesiedelt. Ein süßer Gruß aus der Stadt sind die „Himmlischen“ von Leysieffer, die Pralinenliebhabern in ganz Deutschland gut schmecken.

Sport

Ein Wort zum VfL Osnabrück: Der Traditionsclub zeichnet sich dadurch aus, dass er immer wieder die Liga wechselt– gerade eben noch aufgestiegen und schon wieder abgestiegen und dann schon wieder aufgestiegen. Die Fans halten ihren „Lila-Weißen“ in jeder Liga leidenschaftlich die Treue. Zurzeit spielt der Club in der Dritten Liga, aber nicht mehr lange…


www.osnabrueck.de

Datenschutz | Impressum | Urheberrechte © 1996-2016: Stadt Osnabrück | Tel: 0541 323-0

zum Seitenanfang mit der Seitenbereichsnavigation springen