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Einfache Versuche

Bodendurchmischung durch Regenwürmer

Versuch 1: Bestimmung der Bodenart mit der Fingerprobe

Benötigt wird:

  • feuchter Boden
  • Tabelle zur Bestimmung der Bodenarten
  • Fingerspitzengefühl

So geht es: Boden zwischen die Fingerspitzen nehmen und reiben

Tabelle zur Bestimmung der Bodenarten (nach Mückenhausen, verändert)

Bodenart Körnigkeit Bindigkeit, Formbarkeit
Sand Einzelkörner gut sicht- und fühlbar; rau nicht bindig, haftet nicht am Finger, nicht formbar
schluffiger Sand Einzelkörner gut sicht- und fühlbar, daneben etwas Feinsubstanz nicht bindig, mehlig, etwas Feinsubstanz haftet am Finger, nicht formbar
lehmiger Sand Einzelkörner gut sicht- und fühlbar, daneben reichlich Feinsubstanz etwas bindig, schwach schmierig, Feinsubstanz haftet am Finger, wenig formbar, reißt und bricht bei jeder Verformung
toniger Sand Einzelkörner gut sicht- und fühlbar, daneben viel Feinsubstanz schwach bindig, etwas zähplastisch, Feinsubstanz haftet am Finger, formbar, reißt schon bei geringer Verformung
Schluff Einzelkörner nicht zu unterscheiden, glitzern im Sonnenlicht, samtartig, mehlig mehlig nicht bindig, nicht schmierig, haftet gut, klebt nicht, wenig formbar, bricht bei jeder Verformung, nicht ausrollbar
sandiger Schluff Einzelbestandteile glitzern im Sonnenlicht, nur wenige Körner sicht- und fühlbar, samtartig, mehlig nicht bindig, nicht schmierig, haftet gut, klebt nicht, wenig formbar, bricht bei jeder Verformung, nicht ausrollbar
toniger Schluff Einzelkörner nicht zu unterscheiden, einige glitzern im Sonnenlicht, samtartig, mehlig schwach bindig, etwas schmierend, haftet gut, klebt etwas, schwach formbar, reißt und bricht leicht bei Verformung
sandiger Lehm einige Körner noch gut sicht- und fühlbar, viel Feinsubstanz viel Feinsubstanz schwach bindig, haftet am Finger, klebt und schmiert, formbar und bleistiftdick ausrollbar, wird dabei aber rissig
schluffiger Lehm kaum sicht- und fühlbare Körner, viel Feinsubstanz, etwas mehlig bindig, haftet, klebt und schmiert, gut formbar, wird aber rissig
toniger Lehm sehr viel Feinsubstanz, nur einzelne Körner sicht- und fühlbar bindig, schwach zähplastisch, haftet, klebt und schmiert, gut form- und ausrollbar, wird dabei kaum rissig
Ton keine Körner sicht- und fühlbar, Oberfläche glatt bindig und stark zähplastisch, klebt und schmiert, sehr gut form- und ausrollbar, glänzende Reibflächen
sandiger Ton sehr viel Feinsubstanz, wenige Körner sicht- und fühlbar bindig und zähplastisch, haftet, klebt und schmiert, gut form- und ausrollbar, wird dabei jedoch etwas rissig
lehmiger Ton Körner kaum sicht- und fühlbar, etwas samtartig, etwas mehlig bindig und stark zähplastisch, haftet, klebt und schmiert, sehr gut form- und ausrollbar, schwach glänzende Reibflächen

Versuch 2: Bodendurchmischung durch Regenwürmer

Benötigt wird:

  • ein großes Einmachglas
  • heller Sand und dunkle Gartenerde
  • zehn Regenwürmer

So geht es:

  • Einmachglas abwechselnd mit drei Zentimetern hellen Sand und fünf Zentimeter Gartenerde füllen
  • Blätter obenauf legen und die Erde mit wenig Wasser gießen, so dass der Boden feucht ist, aber nicht nass
  • Vorsichtig die Regenwürmer in das Glas legen
  • Einmachglas mit einem dunklen Tuch abdecken
  • Glas in einen dunkeln und kühlen Raum stellen
  • Erde im Glas feucht halten
  • Regenwürmer alle zwei Tage mit altem Laub, Haferflocken oder Kaffeesatz füttern
  • Nach einer Woche werden die Anfänge der Grabarbeit der Regenwürmer sichtbar: Der helle Sand ist mit der dunklen Gartenerde durchmischt
  • Wenn die Regenwürmer nicht tätig werden, prüfen ob der Boden ausgetrocknet ist oder die Tiere es nicht zu warm oder zu kalt haben
  • Regenwürmer nach völliger Durchmischung des Bodens wieder zurück in die Erde bringen
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