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Gleyböden
Eine Wiese, eine Quelle, ein Bach: Auf Feuchtwiesen herrscht Wasserüberschuss. Die hier lebenden Pflanzen und Tiere sind daran angepasst. Wenn das Grundwasser so hoch steht, dass der Boden nasse Füße bekommt, können Feuchtwiesen entstehen. Ein typischer Boden der Feuchtwiesen ist der Gley. Durch das Wasser herrscht Sauerstoffmangel. Die daraus resultierenden chemischen Prozesse färben den Boden rostgelb und grau.
An einigen Stellen treten auf der Wiese Quellen auf, aus denen Grundwasser sprudelt. Häufig sind es unscheinbare Sickerquellen. Es entsteht ein Bach, der sich über die Wiese windet, sich den leichtesten Weg sucht, dem Gelände folgend - er mäandriert. Dass dies für die Landwirtschaft nachteilig ist, leuchtet ein: Die Wiese wird geteilt, der Traktor sinkt im nassen Boden ein und andere Pflanzen als die gewünschten Gräser treten auf. Deshalb sind Feuchtwiesen heutzutage selten geworden. Sie werden entwässert, aufgefüllt, zu Äckern umgebrochen. Schutzprogramme wurden ins Leben gerufen, um den Bestand zu sichern. Dies reicht jedoch nicht aus, um den Artenrückgang auf Feuchtwiesen zu stoppen. Es ist an der Zeit, derartig veränderte Flächen in ihren ursprünglichen Zustand zurückzuführen.
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