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Grünlandumbruch
Es verschwinden immer mehr Wiesen! Sie werden umgebrochen und in Äcker verwandelt. Aber warum passiert das? Nicht zuletzt wegen unserer Ernährungsgewohnheiten. Während die Menschen früher viel Gemüse und Getreide, aber nur wenig Fleisch gegessen haben, ist es heute genau umgekehrt: Jeder Deutsche verzehrt im statistischen Durchschnitt pro Jahr fast 64 Kilogramm Fleisch und Fleischprodukte.
Wenn man bedenkt, dass in jedem Kilo Rindfleisch zirka 16 Kilogramm pflanzliche Futtermittel stecken, leuchtet es ein, warum so viel Grünland in Futtermais-Flächen umgewandelt wird… Ökologen warnen vor dem Verlust von Feuchtwiesen. Denn viele Pflanzen und Tiere sind auf diese reichhaltigen Ökosysteme angewiesen. Auch Wasserwerke ziehen Grünland dem Acker vor. Denn die Belastung des Trinkwassers mit Nitrat ist bei Grünlandnutzung deutlich geringer - die Kosten für die Wasseraufbereitung sinken. Und wenn man sich an die eigene Nase fasst? Wer schaut beim Spaziergang nicht lieber auf herrlich blühende Wiesen anstatt auf monotone Ackerflächen?
Doch auch der Landwirt hat seine Argumente. Nicht zuletzt die Agrarpolitik zwingt die Bauern, durch eine Intensivierung der Landwirtschaft höhere Erträge zu erzielen. Die Gesellschaft verlangt nach mehr und nach billigeren Produkten. Leidtragend sind die Wiesen, die Pflanzen und Tiere, die Böden, das Grundwasser. Leidtragend sind somit auch wir.
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