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Wiesen

Der Besucher verlässt den Kellerraum und steht vor einer Wiese. Sie befindet sich im zentralen Bereich des Museums unter einer Glaskonstruktion. Ein Brachvogel schwebt über den Köpfen, Feldlerchen singen, in der Mitte der Wiese plätschert ein Bach. Am Rande steht eine alte Schwengelpumpe. Ein kleines Schild mit der Aufschrift "wer hören will muss pumpen" fordert zur Aktion auf. Und tatsächlich startet per Pumpbewegung ein kurzer Hörtext zum Thema Grundwasser.

Etwas weiter hangabwärts steht ein Pflug, der gerade die Wiese umbricht - eine Situation, die immer häufiger zu beobachten ist. Aber warum wandelt der Landwirt Grünland in Acker um? Was sagt der Landschaftsökologe dazu und wie steht jemand dazu, der sein Leben lang an Wiesen und Weiden gelebt hat? Auch der Aspekt Wassergewinnung spielt eine Rolle. Die verschiedenen Ansichten können an einem Touchscreenmonitor abgerufen werden.


Wiesen, Weiden und mehr

Wiese ist nicht gleich Wiese: Es gibt trockene Wiesen und feuchte, Streuobstwiesen, magere und fette Wiesen. Allen gemein ist die Mahd, sie erfolgt ein- bis sechsmal pro Jahr - je nach Intensität. Intensiv genutzte Wiesen besitzen meist auch nicht mehr die Pflanzenvielfalt. Wenige Gräser mit hohem Nährwert für die Tiere dominieren.

Auf Weiden werden im Gegensatz zu Wiesen Tiere gehalten: Dies sind in erster Linie Kühe, Schafe und Pferde. Auch hier unterscheidet man zwischen intensiven und extensiven Weiden. Dies richtet sich nach der Anzahl der Tiere pro Hektar.

Eine dritte Grünlandform ist der Rasen. Er wird ebenso wie die Wiese gemäht, jedoch bis zu dreißigmal im Jahr. Er soll trittfest sein und hat eine entsprechende Gräser- und Kräuterzusammensetzung - häufig nach DIN.

Für alle drei Grünlandformen gilt: Je intensiver sie betrieben werden, desto artenärmer ist die Pflanzen- und Tierwelt.


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Unter Grünland herrscht ganzjährige Bodenruhe, auf langjährigen Wiesen eine große Pflanzenvielfalt.
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