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Im untersten Stockwerk

Beim Übergang von der Höhle unter dem Acker in den Stadtbereich verlässt der Besucher das Höhlensystem. Er betritt den Kellerraum eines Tüftlers. Dieser Tüftler hat drei Modelle gebaut, um die Wasserdurchlässigkeit verschiedener Oberflächenmaterialien zu testen (Asphalt, Betonsteine mit Fuge, Schotter). Per Knopfdruck lässt sich dies testen.

An einer anderen Stelle befinden sich drei Kellerfenster. Der Blick nach draußen offenbart ein typisches Bild: monotoner Einheitsrasen. Anders als sonst lässt sich in der Stadt von der Vegetation nicht auf den Boden darunter schließen. Klappen unter den Fenstern zeigen Beispiele von verschiedenen Böden in der Stadt.
Um Stadtböden geht es auch an einer Computerstation in diesem Bereich. Wie hat sich das Stadtbild im Laufe der Jahrhunderte gewandelt und vor allem, was ist mit dem Boden darunter passiert? Aktiv kann der Besucher zwischen Mittelalter, Gegenwart und Zukunft wechseln, sich verschiedene Stadt- und Bodenansichten anschauen und nach Bedarf Informationen abrufen.

Dominiert wird der Kellerraum durch einen idyllischen Bach. Dieser Bach ist jedoch nur auf einem kurzen Abschnitt freigelegt, sonst verschwindet er in Rohren, denn Bäche in der Stadt werden begradigt und verrohrt. Das muss nicht sein. Der kleine idyllische Abschnitt zeigt es...


Stadtböden sind stark veränderte Böden: versiegelt, verdichtet, planiert. Abfälle und Stäube machen sie nährstoff- und kalkreich. Schadstoffe aus Verkehr, Industrie und Hausbrand belasten die Böden zusätzlich. Stadtböden sind eben ganz anders als andere Böden - und manche Besonderheiten werden erst sichtbar, wenn man unter den Rasen schaut.

Böden in der Stadt werden umgelagert. Vielfältige Baumaßnahmen sind dafür verantwortlich. Auch der Bergbau hat zu gewaltigen Erdbewegungen beigetragen. Große Abraumhalden zeugen noch heute vom Bergbau vergangener Tage. Die so entstandenen Böden bestehen aus natürlichem Bodenmaterial wie Sand, Kies und Schotter. Sie bilden luftreiche und trockene Standorte. Wurde bindigeres Material umgelagert, wie zum Beispiel Lehme, Tone und Mergel, sind die Böden nährstoffreicher und feuchter, aber auch luftärmer.

Zu den Auftragsböden aus natürlichem Material gehören auch alte Gartenböden. Der Boden hier ist das Resultat jahrelanger schweißtreibender Gartenarbeit. Jahr für Jahr wurde mit Kompost und Mulch humusreiches Bodenmaterial aufgetragen. Solche Böden werden als Hortisol bezeichnet. Er bildet einen idealen Lebensraum für Regenwürmer und andere Bodentiere. Sie haben mit ihrer Wühlarbeit einen mächtigen humosen Oberboden geschaffen. Diese Böden sind reich an Nährstoffen und weisen gute Wasserverhältnisse auf. Leider wird auch in Gärten zu viel gedüngt und es werden zu viele chemische Pflanzenschutzmittel eingesetzt. Der echte Gartenfreund verzichtet darauf, um die Böden nicht unnötig zu belasten.

Neben den umgelagerten Böden aus natürlichem Material hat der Mensch in der Stadt ganz neue, künstliche Materialien geschaffen wie Bauschutt, Müll, Schlacken oder Aschen. Auch aus diesen menschengemachten Materialien entwickeln sich Stadtböden mit ganz unterschiedlichen Eigenschaften.


Verkehrswege und Gebäude versiegeln einen grossen Teil städtischer Flächen.

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Altlasten
Bodenversiegelung
Bodennutzung


Schlossgarten
Der Boden in der Stadt wird vielseitig genutzt.
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