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Wasser aus der Tiefe

Brunnenwasser ist sauberes Wasser:
Wasser zum Trinken, vom Boden gereinigt.
Rinnt Regenwasser durch den Boden,
werden Ton-, Eisen- und Humusteilchen aktiv:
Sie können Schadstoffe binden.
Was der Boden nicht schafft, besorgen Mikroorganismen:
Sie bauen organische Schadstoffe ab.

Böden sind wichtige Filter für das Trinkwasser.
Aber Böden haben auch ein langes Gedächtnis:
Die Schadstoffe reichern sich an.
Wird es dem Boden zuviel, kann er sie nicht halten.
Die Schadstoffe gelangen dann in das Grundwasser.
Oder in die Nahrungskette.
Durch Gülle zum Beispiel.
Gülle ist etwas, was stinkt, flüssig und voller Nährstoffe ist.
Wenn die Pflanzen auf dem Acker fehlen wird zu viel Gülle auf den Acker gebracht.
Dann versickern die Nährstoffe, vor allem das Nitrat, ins Grundwasser.
Zu viel Nitrat im Grundwasser bewirkt zu viel Nitrat im Trinkwasser.
Und Nitrat ist ungesund.

Schon gewusst?

Für 200 Gramm Schweinefleisch (aus Massentierhaltung) fährt der Bauer 3,5 Liter Gülle auf den Acker.
Wenn es nur noch Bauern gäbe, die ihre Tiere auf der Weide halten, gäbe es auch keine so gewaltigen Güllemengen mehr  - aber auch weniger Fleisch.

Einmal im Boden sind Schadstoffe kaum zu entfernen.
Deshalb sollten sie gar nicht erst hinein.
Das ist der beste Boden- und Trinkwasserschutz.


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