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Bodenverdichtung
Auf den Boden wird Druck ausgeübt. Die Verursacher sind leistungsstarke Traktoren, Ernte- und Bodenbearbeitungsmaschinen. Boden besitzt eine Vielzahl von Hohlräumen, die Bodenporen. Diese bieten Platz für Wasser, Luft und Bodenlebewesen. Wird beim Befahren zuviel Druck erzeugt, werden die größten dieser Hohlräume, die Grobporen, zusammengedrückt. Ihre Anzahl nimmt stark ab. Das Wasser kann nicht mehr durch sie sickern und staut sich auf der Bodenoberfläche. Die Luft kann nicht mehr in sie eindringen. Pflanzen und Bodenlebewesen geht die Puste aus. Die Pflanzenwurzeln haben es schwer in den Boden einzudringen. Bodentiere verlieren ihren Lebensraum. Insbesondere Tonböden im feuchten Zustand können leicht verdichtet werden, da sie in diesem Zustand sehr verformbar sind. Bodenbearbeitung ist notwendig. Um den Boden zu entlasten, sollte dieser Eingriff aber auf das notwendige Mindestmaß reduziert werden. Entlastung bringen kombinierte Arbeitsgänge, bodendruckmindernde Reifen und leichtere Maschinen, sofern es der Einsatz zulässt.
Boden braucht Halt
Bleibt Boden längere Zeit unbedeckt, können Wind und Wasser an der dünnen Haut der Erde nagen. Wertvoller Boden geht dann buchstäblich den Bach runter oder wird vom Winde verweht. Im intensiven Landbau ist der Boden für eine lange Zeit im Jahr ungeschützt. Keine dichte und beständige Vegetation bedeckt ihn. Der Boden ist den Kräften von heftigen Regen und Wind ausgesetzt. Wasserabtrag auf Ackerböden setzt schon bei einem Gefälle von nur ein bis zwei Prozent ein. Auf Steilhängen können ganze Bodenmassen in Bewegung geraten. Schluffböden sind besonders anfällig gegen Regen. Die Schluffteilchen kleben nicht so gut zusammen wie Tonteilchen und sind leichter als Sand. In ausgeräumten Agrarlandschaften bremst keine Hecke den Wind. Er kann ungehindert über die großen Felder wehen. Sandige Böden sind besonders von der Winderosion betroffen. Die Sandteilchen haften wenig zusammen.
Kulturarten wie der Mais oder die Zuckerrüben fördern den Bodenabtrag. Sie werden spät gesät, erst im Mai, und sie bilden spät ein schützendes Blätterdach. Schutz vor Bodenerosion bedeutet, den Boden so lange wie möglich mit Pflanzenbewuchs zu bedecken: Zwischenfrüchte zwischen den Hauptkulturen, Untersaaten oder Mulchdecken in erosionsgefährdeten Kulturarten, Anbau von Hecken und Kleinstrukturen, keine Umwandlung von Wiesen und Weiden in Äcker. Dies sind nur einige Maßnahmen zur Verhinderung von Erosionsschäden.
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