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Nadelwald

Nadelbäume werfen bekanntlich nicht jedes Jahr ihre Blätter, sprich Nadeln, ab (die Lärche bildet eine Ausnahme). Das ist gut so, denn da die Nadeln sehr viel Harze und Gerbstoffe enthalten, werden sie von vielen Bodenorganismen verschmäht und entsprechend nur sehr langsam zersetzt. Die Nadeln, aber auch beispielsweise Buchenblätter, tragen zur Versauerung des Bodens bei.

Wenn der Boden zu sauer wird, fallen einige Tiere aus diesem Nährstoffkreislauf heraus (zum Beispiel der Regenwurm). Folglich werden Pflanzenteile schlechter oder langsamer zersetzt. Darüber hinaus werden die Wurzeln der Pflanzen durch saure Bodenverhältnisse geschädigt. Bodenversauerung in unseren Breiten ist ein natürlicher Vorgang, denn der hohe Niederschlag wäscht über einen langen Zeitraum puffernde Substanzen aus. Der Boden wird langsam sauer. Dieser Vorgang wird durch den menschlichen Einfluss allerdings beschleunigt: Die Intensivierung der Landwirtschaft, der steigende Verbrauch fossiler Brennstoffe, die Abfallverbrennung und die damit einhergehende steigenden Schadstoffemissionen sind die Ursachen für den sauren Regen.

Neben dem sauren Regen muss der Waldboden auch andere Schadstoffe verkraften. Dies gelingt auch, solange die Schadstoffe nicht überhand nehmen.


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