Mitten in der chilenischen Atacama-Wüste entsteht auf 5000 Metern
Höhe eines der größten astronomischen Observatorien auf der Erde. In
internationaler Zusammenarbeit errichten in der unwirtlichen Gegend
Europäer, Amerikaner und Japaner die Radiosternwarte ALMA, die aus 66
hochpräzisen zwölf und sieben Meter großen Parabolantennen bestehen
wird. Diese Radioteleskope können so zusammengeschaltet werden, dass sie
das Auflösungsvermögen einer 16 Kilometer großen Antenne simulieren
können. 2011 wurde ein erstes wissenschaftliches Bild veröffentlicht,
und 2013 soll die gesamte Anlage einsatzbereit sein. Um Radiowellen mit
Wellenlängen im Millimeter- und Submillimeterbereich empfangen zu
können, muss die Sternwarte in großer Höhe und trockener Luft errichtet
werden.

Die Antennen-Galaxien in 70 Millionen Lichtjahren
Entfernung. Die Aufnahme vom Hubble-Weltraumteleskop zeigt in blauen
Farbtönen junge heiße Sterne. Die Beobachtungen der kalten Molekülwolken
mit ALMA sind in roten und gelben Farbtönen wiedergegeben. (Foto: HAST
und ALMA)
Mit diesen Radioteleskopen können die kalten Gas- und
Staubwolken im Weltall untersucht werden, aus denen neue Sterne und
Planetensysteme entstehen. Andererseits können aber auch die fernsten
Galaxien beobachtet werden, die Informationen über die Entstehung
unseres Kosmos geben.
Das Planetarium zeigt mit seiner neuen Technik eindrucksvoll den
Aufbau der Anlage in Chile und ihre Forschungsziele. Die Show wurde von
der französischen Planetariumsgesellschaft geplant, von der
niederländischen Firma Mirage 3D umgesetzt und vom Hamburger Planetarium
synchronisiert. Im Osnabrücker Planetarium wird sie dienstags um 19.30
Uhr und samstags um 17 Uhr gezeigt. Reservierungen sind unter Telefon
0541/560030 möglich.